Die Tage verstrichen und was tat ich? Gar nichts. Ich ging weder in die Schule, noch ging ich raus. Ich lebte komplett abgeschottet. Meine Laune war so tief, dass nichts sie verbessern konnte. Eine Mischung aus Trauer und Wut sammelte sich in mir.
Die Trauer ganz BTS vergrault zu haben und die Wut... naja die galt voll und ganz meiner Wenigkeit. Ich war sauer auf mich, dass ich es schon wieder vergeigt hatte.
Ich wollte es wenigstens Jungkook erklären, doch kein einziges Mal gelang ich wieder zu ihm und in seine wundersame Welt. Ich wusste weder wann oder ob ich jemals wieder dort hin gelangen werde.
Alles was ich tun konnte, war darauf zu warten, dass ein neues Kapitel erschien, denn eines tauchte schon bereits auf.
Die Geschichte ging weiter, auch ohne mich. Ich war nur ein kleines unbedeutendes Detail in dieser. Bald hätten sie mich vergessen, ich sie aber nicht, da war ich mir sicher. Wie sollte ich denn auch?
Wenn ich doch nur Jungkook erzählen könnte, warum ich es getan hatte.
Doch ob ich jemals diese Möglichkeit haben würde, wusste weder ich, noch Jungkook, denn er hatte sich komplett von den anderen abgeschottet seit den Geschehnissen vor ein paar Tagen. Ich weiß nicht wie oft ich dieses eine Kapitel bereits gelesen hatte, immer und immer wieder, aber der Inhalt blieb gleich und fest in meinem Kopf verankert. Jungkook blieb stur und machte sich Vorwürfe. Er dachte, dass er mir vertrauen könnte. Doch dann hatte ich sein Vertrauen verloren. Er wusste nicht was ich vor hatte. Er dachte alles, dass das was zwischen und gewesen ist, nicht echt sei. Das alles las ich in diesem einen Kapitel und noch viel mehr.
Zwar wusste er, dass ich nicht von dort war, aber ich hätte wer weiß was vorhaben können. Woher sollte er denn auch wissen warum das alles nur geschah?
Es war auch keine Seltenheit mehr, dass die anderen Member an seiner Tür standen, hofften er würde aufmachen und endlich mit ihnen reden, doch es geschah nichts. Er blieb in seinem Zimmer und wollte einfach nur alleine sein. Dort war er auch seit Tagen immer gewesen. Alleine mit Gedanken die sich widersprachen.
Das alles war meinetwegen. Doch eines nahm ich mir vor. Wenn ich jemals wieder die Chance hätte ihn zu sehen, werde ich ihm die Wahrheit sagen, mich entschuldigen und hoffen, dass er mich danach einfach vergisst und ich nie wieder in seine Welt gezogen werde. Ich hatte schon zu viel Chaos angerichtet und wollte nicht noch mehr zerstören, auch wenn es bedeutet ihn nie wieder zu sehen oder nie zu wissen ob Hobeom es wirklich war, der hinter meinem Vater her war.
Es war ein Opfer, dass ich tun musste.
Für ihn.

DU LIEST GERADE
Worlds Apart: Welcome to the World of Bangtan
FanficChaeyoung ist auf der Suche nach ihrem Vater, den sie nur noch dunkel aus Kindheitserinnerungen kennt, da er eines Tages plötzlich verschwand. Niemand wusste was damals wirklich geschah. Als sie Jahre später einem Signal aus dem alten Büro ihres Vat...