III. Ein Teil von mir

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Ich sehe dich, du mich nicht.
Ich schreie, du jedoch schweigst.
Ich rufe:
»Wir sind gleich!«

Du verstehst nicht, willst nicht.
Ich spüre deine Angst,
Seh' sie in deinem Gesicht.

Dein Blick ist vertrübt.
Die Sicht unklar.
Die Wahrnehmung verschoben.
Lüge über Wahrheit gelegt.
Sie erstickt.

Du wendest dich ab.
Ich renne dir hinterher.
Meine Hand ausgestreckt
Und doch so fern.

Etwas glitzert an meiner Wange.
Wenn es zu Boden geht.
Dann bist du fort,
Vom Wind verweht.

Ohne dies zu wissen:
Du hast immer noch einen Teil von mir.

1. November 2018

***

So, in diesem Kapitel haben wir auch einmal ein Datum, um zu sehen, wie alt dieses Buch wirklich ist.
2018 hatte ich meine erste Erfahrung mit Liebe gehabt, oder zumindest habe ich versucht, mich zu Liebe zu zwingen. Ich habe mich mit irgendeinem Freund von einer Freundin getroffen. Es hat nur weniger als fünf Dates gegeben, weil ich nie diesen Funken gespürt habe, über den jeder immer spricht.

In diesem Kapitel habe ich mir vorgestellt, wie es wäre, wenn er wirklich der zweite Teil meines Herzens gewesen wäre. Wie es sich angefühlt hätte, wenn er mich verlassen hätte, dass es geschmerzt hätte.
Als das zwischen uns geendet hat, habe ich aber nichts außer Erleichterung gespürt. Dann habe ich mich wegen diesem Gefühl schlecht gefühlt. Aber ich weiß, dass es so besser war. Ich hätte ihn nie glücklich machen können. Ich bereue nur, dass ich ebenfalls seine erste Erfahrung im Daten und ich "der Grund" gewesen bin, dass er für immer eine schlechte Erinnerung daran haben wird. 
Das tut mir leid.

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