Das allzu bekannte Geräusch wurden immer lauter und lauter. Ich spitzte die Ohren auf und hörte das bekannte Kratzen und Grollen vor der Türe. Blitzschnell stand dieser Kerl auf und schaute vorsichtig durchs Fenster. ,,Fuck Beißer!", flüsterte er, während er hastig seine Sachen einpackte. ,,Du meinst diese Matschbirnen? Nennst Du sie Beißer?", er antwortete nicht auf meine Frage und grummelte nur. ,,Los komm! Wir verschwinden durch den Hintergarten!" ich starrte ihn perplex hinterher und konnte mich einfach nicht vom Fleck bewegen. ,,Willst du hier Wurzel schlagen und auf grausame Art und Weise zerfetzt werden oder folgst Du mir nun endlich Mal?", brummte mich dieser braunhaarige Kerl von der Seite an und zog drängend an meinem Arm. Ich kam endlich wieder zu mir und rannte mit ihm Richtung Garten los. Als wir es endlich nach draußen geschafft haben, rannten wir in den Wald hinein.
4 stunden später...
Wir rannten die ganze Zeit schon, ohne gestoppt zu haben. Ich blieb keuchend stehen stürzte meine Hände an meinen Knien ab und sprach mit krähzender Stimme. ,,Hey du, können wir vielleicht eine kurze Pause einlegen? Ich kann nicht mehr!" dabei schnaufte ich stark ein und aus. Er sah mich nicht einmal an. Er durchsuchte die Gegend nach Beißern ab. ,,Nein können wir nicht oder willst du gefressen werden? Wenn ja, kannst du eine Pause machen. Ich gehe weiter!" Er entfernte sich von mir, er blieb nicht einmal stehen. Ich musterte ihn böse und sagte leise "Scheiß Penner" zu ihm, dass es kaum hörbar war.
Als ich mich wieder etwas erholt hatte, lief ich mit schnelle schritten in seine Richtung, er war schon etwas weiter weg, zum Glück rannten wir nicht mehr!Nach einer Weile hielt er endlich an und drehte seinen Kopf zu mir. Dabei fielen ihm zwei braune Strähnchen ins Gesicht. Er hatte lange und recht fettige Haare. ,,wer hatte das denn nicht in so einer Zeit?" Plötzlich hielt er seinen Zeigefinger an seiner Lippe und ich spitzte die Ohren. Wieder nahm ich das alt zu bekannten grollen wahr und sah den Kerl erwartungsvoll an. Er zeigte mit der anderen Hand nach Vorne. Eine Horde von diesen "Beißern" torkelte durch den Wald. Erschreckend sah ich weiterhin in die Richtung, wo die Beißer herkamen. Um nicht vor lauter Angst aufzuschreien, hielt ich mir die Hände vor dem Mund. Gezählt hatte ich sie nicht, aber es waren echt viele gewesen. Mit einer Gruppe hätten wir sie bekämpfen können doch zu zweit war dies unmöglich! Gegen diese Beißer könnten wir nicht viel anrichten.. Das wäre reiner Selbstmord! Dieser Kerl sah zwar stark aus, aber gegen mindestens 30 Beißer würde er auch nicht ankommen. Wir versteckten und zwischen dicht einander liegende Bäume und großen Brombeerbüschen, sodass sie uns nicht sehen konnten. Es verging eine ganze Weile, bis wir endlich nichts mehr von diesen Beißern hören konnten. Es wurde langsam Dunkel und wir beschlossen hinter den Bäumen und Büschen ein Lager aufzuschlagen. In der Nacht wurde es sehr kühl und wegen dem plünder Vorfall, hatte ich leider meine Jacke vergessen. Ich wollte sowieso nur kurz die um mir umgebene Häuser abchecken, aber war wohl nichts mit dem plündern. ,,Ich habe solchen Hunger", sprach ich vor mich hin und wusste gar nicht, dass er mir zuhörte. ,,Mhm" ,brummte er schulterzuckend. ,,Okey" gab ich als Antwort zurück. ,,Nach dem du das Eichhörnchen hattest, hättest du zurück zu deiner Gruppe verschwinden sollen, anstatt das Eichhörnchen vor Angst fallen zu lassen!" , meinte er, mit einem noch tieferen und ernsteren Tonfall, den er normalerweise hatte. Ich schwieg. ,,Ich gehe Jagen, bin nicht lange weg!" Mir stockte der Atem. ,,Nein, Nein, Du brauchst nicht Jagen zu gehen. Habe sowieso keinen Hunger mehr!", versuchte ich zu erklären, um ihn davon abzuhalten zu gehen. Mit dieser Situation hatte ich echt eine schlechte Erfahrung gemacht. ,,Keine Angst kleine! Bin in der Nähe", ,,Nein! Du darfst nicht gehen! Es ist sowieso dunkel und ich habe sowieso keinen Hunger mehr!", ich fuchtelte wild mit beiden Händen herum, während ich das sagte und sah ihn genervt an. Doch dann bemerkte ich erst, dass er jeder meiner Bewegungen beobachtete. Ich merkte, wie ich langsam rot anlief und fing deshalb schnell ein neues Thema an. ,,Wie heißt du eigentlich?, wir rennen fast den ganzen Tag im Wald, ohne jegliche Orientierung, verstecken uns anschließend hinter Bäumen von Beißern und ich weiß nicht mal wie du heißt." , fragte ich ihn und gähnte, Ich war echt müde. Meine Augen tränten schon vor lauter Müdigkeit. ,,Daryl" antworte er kurz und knapp. Ich versuchte ein Gespräch aufzubauen, doch es klappte nicht wirklich so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Daryl war nicht recht unterhaltsam. Ein komischer Typ, wenn ihr mich fragt. ,,Also Daryl hast du kein..", er unterbrach mich mit einer schnellen Handbewegung und sagte. ,,Schlaf jetzt! Morgen werden wir nicht so schnell Pause machen!" er sah mich schief an. ''WIR? SEIT WANN SIND ER UND ICH, EIN WIR?? WIR SIND DOCH KEINE GRUPPE?" Ich nickte nur und legte mich hin. Daryl machte es mir nach und machte es sich gegenüber von mir gemütlich. Ich schloss meine Augen. Mir war echt kalt! Ich hatte ja nur ein T-Shirt an und ne dünne Jacke drüber. Was man eigentlich oft im Frühling trug. Ich fing kaum merklich an zu zittern. Plötzlich spürte ich etwas Warmes auf mir liegen, wie eine Decke. Ich öffnete meine Augen. Ich sah eine Jacke auf mir, Daryl gab mir tatsächlich seine Jacke, die er unter seiner Weste trug, auf dem zwei Flügel abgebildet waren. Die Jacke war Schwarz und roch nach ihm. Irgendwie nach Wald, Erde und auch ein bisschen nach Schweiß und Blut.
Nach einer halben Stunde.
Ich konnte nicht einschlafen und bewegte mich hin und her. Letztendlich rappelte ich mich auf und sah Daryl an. Unsere Blicke trafen sich und er sah mich fragend an. ,,Was ist? Schlecht geträumt?", fragte er etwas sarkastisch. Ich fand's gar nicht witzig! ,,Ja! Stell dir vor, wir waren im Wald und du wurdest vor meinen Augen zerfleischt." Er verdrehte genervt die Augen. Er sah mich an, als wollte er mir etwas sagen. Aber als, ob er keine richtigen Worte dafür fand. Ich wollte mich nicht einschüchtern lassen und wich seinen Blick aus. Ich sah zum Himmel hinauf. Keine Sterne, nur der Vollmond, der so schön schimmerte, war am Himmel zu sehen. Es herrschte schweigen und ein unangenehme stille. Müde sah ich zum Lagerfeuer hin. Ich sah im Augenwinkel, dass Daryl mich ansah. Mir wurde ganz kribbelig im Bauch, aber das kam bestimmt vom Hunger. Was anderes kann es ja nicht sein! ,,Über was denkst du nach?" Kam es Auf einmal von ihm. Ich zögerte ein bisschen bis ich tief durch atmete und sagte ,,Ah nichts, über mein altes Leben wie es Früher war und alles. Wie war dein Leben, denn eigentlich vor der ganzen Scheiße hier?" Plötzlich wechselte sich seine Miene. Er sah sehr angespannt aus. ,,Hat dich nicht zu interessieren Kleine!" ich war schockiert wie kann man sich von einer Sekunde auf die andere so verändern? Mal ist er nett und fürsorglich und dann ist er plötzlich Eiskalt und Gefühllos! Es regte mich auf das er mich andauernd kleine nannte! ,,Ich habe dir schon Mal gesagt, dass du das lassen sollst. Ich habe einen Namen!", motzte ich ihn wütend an. Er seufzte und sah mir tief in die Augen. Langsam näherte er sich. Was will er denn jetzt? Er atmete aus und sagte im folgenden Moment. ,,Evyln?", ,,Ja?", antwortete ich nun etwas aufgeregter. Mir wurde ganz heiß, kurz hörte ich auf zu atmen. ,,Du solltest jetzt schlafen. Morgen werden wir sehr früh aufstehen!", er rutschte wieder auf seinen alten Platz zurück, wo er davor auch schon saß. „war das sein Ernst? Wieso macht er so ein Aufstand, um mir am Ende das zu sagen? er könnte auch gut da sitzen bleiben und es mir von dort sagen!" Ich atmete tief aus und nickte dabei. Ich legte mich wieder hin und benutze seine Jacke wieder als Decke und schloss meine Augen. Ich drehte ihm den rücken zu. Ich wollte nicht, das er mich beim Schlafen anstarrte! Ohne mich vom Fleck zu bewegen, dachte ich kurz nach. Gerade Eben, war er wieder so Fürsorglich gewesen und dann wurde er wieder so schlagartig grob.
Mir war ganz komisch, nach Mom und Dad hatte ich keinen Menschen mehr gesehen und plötzlich schlug ich mich mit einem Typen, der auf einer komischen Art und Weise meine Interesse an sich weckte, in dieser Welt durch.
Ich war so glücklich aber wiederum auch traurig, ich vermisste meine Eltern sehr, vor allem Mom..., Ich weiß, irgendwo da oben hatte sie ein Auge auf mich, vielleicht hat sie mir sogar Daryl als Schutzengel geschickt damit ich nicht mehr alleine bin? Ich weiß es einfach nicht! Ich wusste nur, ich bin nicht mehr alleine und brauche nicht mehr alleine zu kämpfen!
Schlussendlich schlief ich mit diesen Gedanken ein.
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Survive in a Apocalypse • Daryl Dixon FF •
FanfictionEyvln ist 25 Jahre alt und lebt in Atlanta. Nachdem seuchen Ausbruch suchte sie gemeinsam mit ihren Eltern eine Unterkunft für die Nacht. Doch in der selben Nacht wurden sie von einer beißer Herde überrant und ihre Mutter kam somit ums Leben. Sie u...