8 - Auf der Krankenstation

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Ich spürte die gesamte Rückfahrt Satorus Blicke auf mir. Nachdem ich ihm fünf Mal versichert hatte, dass es mir gut ginge, hatte er aufgehört zu fragen. Doch ich wusste, dass er mir nicht ganz glaubte. Ich musste den Schein nur noch wahren, bis ich aus diesem Auto steigen konnte. Mit einem kurzen abschiedsgruß betrat ich das Wohnhaus und ließ ihn am Wagen zurück. Ich hoffte nur, dass er mir nicht folgen würde. Kaum war ich außer Sichtweite, wurde mein Gang schleppender. Der Schmerz pochte erbarmungslos in meinem Arm und ich biss die Zähne aufeinander. Ich wusste nicht genau warum, aber meine Beine trugen mich zur Tür meines Bruders, also klopfte ich. Ein stechen durchbohrte meinen Arm und ich sank auf die Knie. Gerade öffnete sich die Tür, da kniete Megumi auch schon neben mir, sein Gesicht voller Sorge.

"Es tut so weh

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"Es tut so weh." stöhnte ich angestrengt und hatte den Arm schützend an meine Brust gezogen.
"Lass mich sehen!" drängte er und ich steckte ihm den Arm entgegen. Er half mir vorsichtig aus der Jacke. Zu meinem Leidwesen klebte mein pullover bereits an der Wunde und ich musste es unterdrücken das ganze Gebäude zusammen zu schreien, als Megumi den Stoff ab zog. Ich war so erschöpft, dass ich mich an ihn anlehnte. "Tut mir leid Megumi." säuselte ich benommen. Mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen starrte er meinen verbrannten Arm an.
"Wie ist das passiert?!" fragte er und ich bemerkte wie aufgebracht er war.
"Ich... ähh...also...ich..." stammelte ich und traute mich nicht so recht es ihm zu sagen.
Er packte mich wütend bei den Schultern und schüttelte mich heftig. "Jetzt sag schon!"
"Ich war mit Satoru auf dem Weg zur Austauschschule, da war so ein Fluchgeist mit Vulkankopf..." mehr brachte ich nicht über die Lippen, da plötzlich alles schwarz wurde und ganz still.

Perspektivenwechsel:

Megumi hatte seine Schwester auf die Krankenstation gebracht und machte sich nun zornig auf den Weg zu Satoru Gojo, der für ihren Zustand verantwortlich zu sein schien. Der unterhielt sich gerade mit seinem Assistenten. Das war Megumi herzlich egal. Er schubst ihn unsanft von hinten.

"Sag mal spinnst du?!" schrie er ungehalten

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"Sag mal spinnst du?!" schrie er ungehalten.
Satoru wandte sich ruhig zu ihm um und wartete schweigend darauf, was Megumi ihm zu sagen hatte. "Wie kannst du meine Schwester in so eine Gefahr bringen?!"
Satoru winkte ab . "Beruhige dich, es ist nichts passiert. Sie war dabei um zu lernen."
Der Schwarzhaarige knirschte heftig mit den Zähnen. "Wie man Brandwunden versorgt hast du ihr aber scheinbar nicht beigebracht!!"
Der weißhaarige fuhr sich fragend durchs Haar. "Brandwunden? Wovon sprichst du?" fragte er ahnungslos, sein übliches Lächeln erstarb.
"Ihr kompletter Unterarm ist verbrannt, das ist nur deine Schuld!" fauchte Megumi und wandte sich jetzt zum Gehen.
"Wie bitte?" fragte Satoru verständnislos und Begriff langsam, was Megumi ihm gerade mitgeteilt hatte. Sie war verletzt, vielleicht sogar schwer und das war allein seine Schuld.
"Halt dich fern von meiner Schwester!" Megumi verschwand aufgebracht und Satoru blieb allein, völlig in Gedanken versunken, zurück.

Alle Diskussionen waren mehr als zwecklos gewesen. Megumi hatte mich auf die Krankenstation gebracht und ich kam gerade so drum herum ins Krankenhaus zu müssen. Jetzt wo mein Arm in einen dicken Verband gepackt war, rollte ich mich erschöpft in dem Krankenbett zusammen. Es war wirklich unbequem und ich wünschte, ich könnte in meinem eigenen Bett etwas schlafen. Müde drehte ich den Schlauch meiner Infusion zwischen den Fingern, das Schmerzmittel war fast vollständig in meinen Körper geflossen und der Schmerz in meinem Arm war jetzt nur noch ein dumpfes Pochen. Der Raum begann sich vor meinen Augen zu drehen und ich schloss sie vorsichtshalber, bevor mir übel wurde. In meinem Kopf tauchte sofort ein Bild auf. Ein endloses blaues Meer, dass mit einem strahlenden, wolkenlosen Himmel darüber verschmolz. Blau, so blau.
"So blau..."
Ich spürte etwas warm auf meinem Gesicht. Kleine tupfenartige Berührungen, wie feine Sonnenstrahlen. Was war das? Wer? Was auch immer es war, es verschwand. Die Matratze sackte ein Stück ab. Meine Lider waren schwer wie Blei und es kostete mich so unglaublich viel Kraft meine Augen zu öffnen. Mühsam hob ich meinen Blick und sah Satoru, der auf der Bettkannte saß und auf mich herab blickte.

Sein übliches Lächeln war aus seinem Gesicht verschwunden und ich fühlte so etwas wie Sehnsucht

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Sein übliches Lächeln war aus seinem Gesicht verschwunden und ich fühlte so etwas wie Sehnsucht. Mein Verstand war ganz benebelt von der Erschöpfung und den Schmerzmitteln.
"Wie geht es dir?!" fragte er und wirkte besorgt.
Ich blinzelte angestrengt. "Gut..." antwortete ich leise und rang mir ein Lächeln ab.
Er legte die Stirn in tiefe Falten. "Ich kann sehen das du lügst." sagte er nur.
Verärgert zog ich die Augenbrauen zusammen.
"Du bist hier der Lügner." murmelte ich. "Was?"
Er kann es sehen? "Gar nichts kannst du sehen..." die Worte kamen einfach so aus mir heraus, ich konnte nichts dagegen tun. Gar nichts konnte er sehen mit dieser blöden Augenbinde! Ich will seine Augen sehen. Bitte, lass sie mich sehen. Ich hob schwerfällig meinen Arm und erwischte mit den Fingern seine Augenbinde. Die Schwerkraft half mir sie herunter zu ziehen.

Plötzlich griff Satoru nach meiner Hand und hielt inne

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Plötzlich griff Satoru nach meiner Hand und hielt inne. Zwar konnte ich seine Augen jetzt sehen, doch er hielt sie geschlossen.
"Was machst du da?" fragte er ruhig, doch ich war viel zu beschäftigt damit nicht rot zu werden. Seine Hand war so warm und ich genoss zugegeben die Berührung.
"Ich will...dir in die Augen sehen, wenn ich...mit dir spreche." brachte ich mit Mühe heraus.
Er seufzte tief und ich meinte Frustration in seiner Stimme zu hören.

Jetzt öffnete er seine Augen und musterte meinen Arm, der in einen dicken Verband gehüllt war

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Jetzt öffnete er seine Augen und musterte meinen Arm, der in einen dicken Verband gehüllt war. Sie überwältigten mich vollkommen, denn sie waren noch schöner, noch leuchtender, als in meiner Erinnerung. Ein warmes kribbeln durchströmte meinen Körper, wie eine Flutwelle. Satoru legte meinen Arm vorsichtig auf der Matratze ab und ich griff fast automatisch nach dem Saum seiner Jacke.
"Es tut mir leid." sagte er ernst und sah mich lange an.
Ich zwang mich zu einem Lächeln "Schon gut. Ich hab viel gelernt, weißt du." sagte ich leise und schloss die Augen, da ich sie einfach nicht länger offen halten konnte. Den Saum seiner Jacke hielt ich fest umklammert. Ich wollte nicht, dass er ging. Ich wollte nicht allein sein.

So blau wie zwei Saphire - [Jujutsu Kaisen - Satoru Gojo x reader ] Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt