Chapter 2

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PoV Mänjuel:

Sie sah noch ein letztes mal zu mir, bevor sie ins Auto stieg und los fuhr. ,, Jetzt bin ich auf mich alleine gestellt...'', flüsterte ich zu mir selbst.

Die ersten Tage wollte ich es genießen alleine zu sein. Ich war sonst nie alleine da meine Mutter oder einer meiner Brüder immer da war. Und Mauz zählt nicht. Unserer Vater ist bereits gestorben als wir noch ganz klein waren, also können wir uns nicht mehr an ihn erinnern. Meine Mutter hat es erst richtig mitgenommen, aber früher oder später musste sie es ja aktzeptieren, dass ihr Mann nicht mehr da ist. Seit dem ist sie alleinerziehende Mutter.

Meine Gedanken wurden untebrochen als sich etwas weiches an mein Bein schmiegte. Meine kleine Katze Maus hatte wohl bemerkt das mir ein Träne über die Wange rollte. Ich nahm sie auf den Arm und spürte darauf ein Fellknäul im Gesicht. ,, Nicht so wild. Ich will keine halbe Katze im Gesicht und schon garnicht im Mund haben!''

Sie schaute mich an als hätte sie nie was gemacht. Das kannte ich aber schon von ihr. Erst alles auf den Kopf stellen und dann so tun als hätte man nix gemacht. Ich seufzte und ging mit ihr in den armen hoch in mein mal aufgeräumtes Zimmer, schnappte mir mir meine Kopfhörer und mein Handy und hörte ein bissle Musik.

Da ich mal wieder nicht wusste wie ich liegen soll, lag ich später einfach nur auf meinen Bett und starrte die langweiligste Decke der Galaxie an. Wie gesagt es war nicht gerade spannend. Wenigstens konnte ich das lebendige Wattebällchen in den Schlaf kraulen und sie dann wenisgtens ein bisschen entspannen.

Später hatte ich dann kein Bock mehr nur rumzuliegen. Ich streckte mich und setzte mich auf. Daber habe ich total vergessen das Mauz auf meinen Schoß lag. Sie schreckte auf und mauzte mich so einer  lauten und mit so einer nervigen Stimme an, als hätte sie ihr Leben nix anderes gemacht.

Ihre Sprache konnte ich zwar nicht verstehen, aber ihr Blick hieß soviel wie WILLST-DU-MICH-VERARSCHEN. ,, Ja, 'tschuldige. Sorry, das ih vergessen habe das du auf mir liegst.'', verteidigte ich mich, was es nicht gerade besser machte. Ihr verdammter Blick wirkte jetzt noch bedrohlicher als davor.

Damit die Mieze wieder etwas runterkommt mit ihrer Laune,  entschied ich ihr unten was zu fressen zu geben. Mit Essen kriegt man sie halt immer. Ist sie sauer auf, dich gib ihr was zu essen. Bist du ihr ein fremder Mensch, gib ihr was zu fressen. Mit Essen löst man bei Mauz alle Probleme.

Schließlich waren wir wieder unten, ich saß gelangweilt auf der Couch und Mauz war keine Sirene mehr. Ich überlegte, neben der Langeweile, wie es ist alleine zu sein und was man in der Zeit überhaupt macht. Aber wie lange würde ich alleine sein? Wie lange würde ich das durchhalten? Was sollte ich in der Zeit überhaupt tun? So viele Fragen.

Wen würde ich auch überhaupt zu dem holen? Die Frage die mich am meisten nervös machte. ,, Können diese Drecksgedanken mal bitte verschwinden!? Ich kann auch gut ohne sie!'', fluchte ich. Ein Blick zu Mauz und ich wurde angeschaut als wäre ich ein Psycho. Da ich keine Lust darauf hatte spazierte ich mit den nervigen Fragen in mein Zimmer.

Mit einer Arschbombe flog ich ins Bett und murmelte mich sofort in der Decke ein. Jetzt lag ich wie ein Wurm da. Egal, sieht ja eh niemand, wenn ich alleine bin. Ein klasse Gefühl.

Ich drehte mich in meinem Bett von der einen seiter immerwieder zur anderen und überlegte. ,, Taddl, macht was mit seinen Freunden und übernachtet da... Zombey muss durch die ganze stadt reisen und mit Palle mach ich jeden Tag was.'', führte ich die bei mir allzu beleibten Selbstgespräche.

Dann kam mir eine grandiose Idee. ,, Ich hab mit Dado lange nix mehr gemacht!'' Ich wollte wieder was mit Maudado machen. Also schnappte ich mir das Handy was schon fünfzig mal an die Wand geflogen ist udn rief ihn an. (D:Dado/M:Manu)

D: ,,Manu, ich hab nix bestellt.'' 

M: ,,Ja, ist mir schon klar. Ich wollte dich auch eher was fragen. Und es ist keine Bestellung!''

D: ,,Oh, okay. Also was gibt's?''

M: ,,Ich wollte fragen ob du ein paar Tage bei mir übernachten willst? Weil wir lange nix mehr zusammen gemacht haben.''

D: ,, Klar, wenn deine und meine Eltern nix dagegen haben!''

M: ,, Deine!'', korrigierte ich ihn. ,, Weil meine Mutter für ein bis zwei Wochen weg ist und ich nicht alleine verrecken will.''

D: ,, Okay, ich werde gerne mit dir Hand in Hand im Sterbebett liegen und zeitgleich sterben'', fing er an zu kichern.

M: ,,Ruf mich später noch mal an, wenn du eine Antwort hast.''

Er stimmte ein und wir legten auf.

Diese Zwei Wochen... (Kürbistumor/Zomdado)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt