★8.Kapitel★
Felix Sicht:
"Hay mein Schatz."
Verschlafen sehe ich meine Mom an, die durch meine Haare streicht und mich erschöpft an lächelt.
"Wie geht's dir?" fragt sie, küsst meine Stirn.
Letzte Nacht habe ich keine Luft mehr bekommen und habe ununterbrochen gehustet bis mein Dad mich hoch gehoben und ins Krankenhaus gebracht hat. Ich weiß nicht mal, wer mich behandelt hat, weil ich dann ohnmächtig war.
"Mom.."
Sie lächelt mich sanft an. "Ich sag einer Schwester bescheid, dass du wach bist und sie den Arzt holen soll. Deine Freunde und Minho warten draußen."
Ich nicke nur, lächle erschöpft und schließe die Augen.
"Ich schicke Minho zu dir."
Dann verlässt sie das Zimmer.
Ich weiß nicht wie lange ich es schaffe wach zu bleiben, ich fühle mich so erschöpft und kaputt.
Das letzte was ich mitbekomme ist das die Tür auf geht und sich jemand neben mich auf dem Stuhl setzt.Als ich beim nächsten mal wieder aufwache, bin ich wacher und fühle mich um einiges besser.
"Na Schlafmütze."
Mein bester Freund setzt sich ordentlich hin, klappt das Buch zu.
Ich wusste nicht mal, dass er freiwillig liest.
"Wie geht's dir?" fragt er, als ich mich etwas auf setze.
"Besser."
"Du hast mir so eine Angst gemacht." haucht er. "Deine Mom ruft mich um drei Uhr nachts an, heulend und sagt mir, das du grade um dein Leben kämpfst..Ich dachte ich sterbe."
"Es tut mir leid, Hannie.."
Er legt sich neben mich, legt ein Arm um mich und kuschelt sich an ihm.
"Ich glaube, dass wenn du stirbst, s-stirbt auch ein großer Teil in mir."
"Hannie, wir sind keine Parabatai."
"Ich sehe keinen Unterschied zwischen Parabatai und uns." murmelt er, worauf ich ihm stumm zustimme. Er hat ja schon Recht, aber irgendwie möchte ich das nicht wahr haben.
"Jisung."
Er brummt, drückt sein Kopf enger in meine Halsbeuge.
Er muss hundemüde sein..
"Wenn ich Tod bin, machst du weiter, okay? Verliere nicht dein unglaublich schönes lächeln..und auch nicht deinen Humor."
"Ich weiß nicht ob..."
"Versprich es mir, Han Jisung." unterbreche ich ihn.
"Ist ja okay. Ich verspreche es dir." murmelt er.
Kurz darauf schnarcht er leise gegen meine Halsbeuge.
Mein süßes Eichhörnchen.
Leise geht die Tür auf, weswegen ich dorthin sehe und lächeln muss als ich Changbin erkenne.
"Hay." haucht er, setzt sich auf dem Stuhl.
"Er schläft." kichere ich, als er fragend auf das Eichhörnchen sieht.
"Dir geht's besser. Gott sei dank."
"So schnell kratze ich nicht ab. Erst in ein paar Monaten..Bis dahin müsst ihr euch noch mit mir abgeben."
"Ich weiß, wir kennen uns nicht richtig, aber du bist mir ins Herz gewachsen, Felix. Mir und den anderen Jungs."
"Das war nicht der Plan.." murmle ich, weswegen er kurz lachen muss.
"Man plant auch sowas nicht.."
"Was glaubst du, wie würde es werden, wenn ich nicht mehr da bin?" frage ich den schwarzhaarigen, der sich nachdenklich auf die Lippe beißt.
Das sieht einfach nur unglaublich gut aus.
"Ich kann nicht von Jisung reden, aber von meinen Freunden. Jeongin hat dich schon unglaublich stark in sein Herz geschlossen, weswegen es ihn wohl am stärksten schmerzen wird. Er wird sich dann wie immer an Chan und Seungmin widmen. Hyunjin wird sich wahrscheinlich deinen besten Freund schnappen und ihm versuchen zu helfen damit klar zu kommen, aber er wird es auch nicht spurlos an sich vorbei gehen lassen.."
"Und du?"
Keine Ahnung wieso, aber es interessiert mich einfach.
"Ich weiß es nicht..kommt darauf an wie wichtig du mir in den nächsten Monaten noch wirst.. ehrlich gesagt hab ich sogar ziemlich Angst davor. Du bist mir jetzt schon wichtig... eigentlich war es nicht mein Plan mich in einen Krebskranken zu verlieben."
"W-Was?"
"Also gut. Lee Felix, ich bin dabei mich in dich zu verlieben und das klingt einfach nur dämlich, weil wir eigentlich nur schreiben und die Samstage miteinander verbringen.."
"Manche verlieben sich bei noch weniger. Ich habe eine Freundin, die hat sich in jemanden verliebt, der ihr die Tür aufgehalten hat." kommt es müde von Jisung.
"Ich dachte du schläfst?"
"Ihr redet viel zu viel."
Changbin lächelt mich sanft an, steht auf.
"Deine Eltern möchten noch zu dir, also gehe ich dann mal wieder..Ich habe dich doch nicht vergrault oder?"
"Nein...aber danke für deine Ehrlichkeit."
"Kein Problem."
Er verbeugt sich etwas, weswegen ich kichern muss.
Idiot.
Danach verlässt er das Zimmer und ich sehe zu Jisung, welcher sich aufsetzt und mich mustert.
"Was?"
"Ach nichts..."
"Hannie." seufze ich, weswegen er anfängt zu grinsen.
"Er verliebt sich in dich!"
"Und das ist nicht gut...Ich werde sterben."
"Und deswegen sollst du dein Leben jetzt nicht mehr genießen können?" Jisung sieht mich sprachlos an.
"Ich will ihn nicht verletzen und außerdem weiß ich nicht mal was ich für ihn empfinde."
"Dann finde es heraus. Felix du hast jetzt noch elf Monate. Mach damit was du willst. Sei glücklich, all das, aber wenn du dich verliebst, dann lass es auch zu."
"Das kann ich nicht."
Er zieht eine Augenbraue hoch.
"Du willst nur nicht. Das hast du nämlich mit Minho gemeinsam, neben euren Eltern, ihr habt Angst vor der liebe."
"Ich habe keine Angst vor der liebe."
"Doch genau das hast du...Ich kann dich verstehen, Lix, aber..."
Er verstummt als die Tür aufgeht.
Gott sei dank.
"Hay mein Schatz."
Meine Mom streicht durch meine Haare.
"Du darfst wahrscheinlich schon morgen wieder raus dürfen."
"Gott sei dank."
Mein Vater grinst leicht, setzt sich.
"Hattest du schon was zu essen?"
"Ich habe eigentlich bis vor einer halben Stunden geschlafen..also nein."
"Dann besorge ich dir mal was. Vielleicht finde ich auch deinen Bruder."
"Minho hat das Krankenhaus verlassen. Sobald er erfahren hat, das es Felix besser geht." sagt mein bester Freund.
"Er wird irgendwo sein, wo Wasser ist."
"Er kann doch gar nicht schwimmen."
"Kurz untertauchen und alles vergessen kann man auch ohne schwimmen zu können."
Ich mustere meinen besten Freund, der wird leicht rot und sieht auf seine Hände.
"Woher weißt du das?" fragt Mom.
"Minho ist eigentlich ein ziemlich offenes Buch."
"Wenn du eine Geheimsprache lesen kannst." murmle ich, schließe die Augen.
"Eventuell kann ich das ja auch."
Vielleicht sollte ich die zwei doch miteinander verkuppeln...so wie ich es früher immer wollte.
Mein bester Freund und mein Bruder als Paar.
Ich wollte schon immer mit Jisung verwandt sein.
"Müde?"
"Ein wenig...Tut mir leid. Ich bin die ganze Zeit so müde. Dabei will ich nicht ständig schlafen. Es tut mir leid."
"Schon okay...wir sollten Samstag etwas leichtes machen."
"Felix wird am Samstag nichts machen." unterbricht ihn meine Mom.
"Doch werde ich."
"Du liegst im Krankenhaus."
"Ich werde doch sowieso sterben! Und wie ich sterbe, will gefälligst nochmal ich bestimmen. Solange ich es noch kann." fahre ich sie an, weswegen sie sofort still ist, Tränen in den Augen bekommt.
Sofort fühle ich mich einfach nur schlecht.
"Mom.."
"Nein, du hast recht. Es ist dein Recht."
"Da wir es ja nicht machen konnten, da du im Krankenhaus liegst, machen wir nächsten Samstag, das mit den Busnummern."
"Okay." murmle ich, drücke seine Hand kurz.
Ich bin froh ihn an meiner Seite zu haben. Selbst jetzt.
Meine Gedanken rutschten zu Changbin ab, weswegen ich schnell den Kopf schüttle und mir durch die Haare fahre.
"Alles gut?"
"Nur unnötige Gedanken." murmle ich, weswegen Jisung leise auf lacht.
"Heißen die Gedanken eventuell Seo Changbin?"
"Ach halt einfach die Klappe."
Kichernd hält er sich die Hand vor dem Mund und kuschelt sich an mich.
"Niemals~ich sehe euch am Ende noch ein Pärchen sein."
"Ach und du? Verliebst dich in Minho?"
"Wer anderes würde deinen Bruder niemals nehmen." lacht er, fällt fast aus dem Bett.
"Keine Sorge. Du hast mir schon klar gemacht, dass Minho Tabu ist."
Ich weiß nicht ob ich den Typen lieben oder hassen sollte.-------------------------
Nur weil ich morgen 18 werde, meint meine Mom nun komplett durch zu drehen und so vieles für morgen zu planen.
Sie macht mich irre mit dem ganzen Stress argh xD
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Meine letzten 8760 Stunden (Changlix/Minsung)
FanfictionWie sagt man seinem besten Freund, dass man sterben wird? Das der Arzt einem nur noch knapp ein Jahr gibt? Ernsthaft, wie soll man das jemanden klar machen? Wie? Ich komme ja selbst nicht darauf klar, dass das mein letztes Jahr auf Erden sein wir...