1962, das Jahr, an dem ich zum Leben erweckt wurde. Das ist das einzige, was ich weiß. Ein genaues Datum gibt es nicht.
Mühsam wurde ich Stein für Stein erschaffen, von einem Mann der nach alten Socken und Schweiß roch. Ein Wunder als die Nacht vor der Tür stand und ich vom Regen gewaschen wurde.
Trotz dessen war mein Leben ziemlich öde. Eine graue Pampe wurde auf mich geklatscht, damit ich größer wurde und sonst, wenn das Schweißmonster nicht da war, wurde ich von Straßenköter an uriniert. Richtig arrogant diese Missgeburten.
Nach ein paar Tagen entstand gegen über von mir eine elegante Wand, so wie diese Kreaturen uns nannten. Diese fein säuberlich gearbeiteten Steine, die Anordnung... Das Gesamtbild dieser Wand war einfach... Perfekt.
Wie sehr ich dieses graue Gestein gegen meins fühlen wollte um ihre Spähne zu inhalieren. Doch was war dieses eigenartige kribbeln im inneren meiner Fasern. War es das, was Menschen spürten, wenn sie sich aus dem nichts auf uns stürmten, um komische Sachen miteinander zu machen?
Das einzige was mich und die Schönheit gegenüber verband, waren die unendlich langen Stromleitungen. Natürlich habe ich versucht Kontakt mit ihr aufzunehmen... doch scheinbar wusste sie nicht, wie man sich über Stromleitungen unterhielt. Woher ich wusste, dass sie eine sie war? Ganz einfach. Sie hat eine Steckdose und ich habe nur einen Lichtschalter.
-----
Nach einem Jahr wurde ich in einem himmlischen blau gestrichen. Meine Lebensgefährtin, die noch nicht wusste, dass sie meine Lebensgefährtin ist, wurde ebenfalls so gestrichen, was meine Lichter zum Flackern brachte.
,,H-hallo?", säuselte eine hohe Stimme, doch niemand war im Raum, war ich am Halluzinieren?
,,Wer spricht mit mir? Sind es wieder diese Missgeburten?", fragte ich und wechselte meine Blickrichtung nach draußen, nur um festzustellen, dass keiner da war.
,,W-wand-kun... i-ich bin Wanda...", sprach die Wand gegenüber von mir.
Als ich diesen Satz hörte, wurde mir warm um die Heizungsrohre.
,,Wanda-chan? D-das ist toll. Ich wollte schon länger mit dir reden... meine Muse..."
Langsam sendete ich ihr einen Stromschlag zu, was sie zum Kribbeln brachte.
,,W-wand-kun, w-was machst du da?", sagte sie während sie leicht "wegschaute".
Überrascht schaute ich zu ihr und machte mir selbst vorwürfe:,,Bist du noch nicht bereit... Wanda-chan?"
,,Wand-kun... ich wurde aus-"
Doch weiter kam sie nicht, denn ein 1,77 m Ding, kam wütend in den Raum und setzte sich auf das Bett neben mir.
Zitternd nahm sie ihr Handy und bekam scheinbar eine Nachricht, die sie wieder fröhlich machte. Ein oranges W öffnete sich und sie fing an zu lesen, was sie rot werden ließ.Doch dann passierte etwas Unerwartetes. Zügig hielt sie ihre Hand vor dem Mund und knallte ihren Kopf gegen mich, was mir die übelsten Schmerzen bereitete. Wenn das so weiter gehen würde, würde ich bevor es so weit ist sterben...
Dann rollte sie sich über den Boden und fing an rum zu quietschen. Ich weiß wirklich nicht, was sie gelesen hat, aber ihren Kopf gegen mich zu schlagen deutete stark darauf, dass sie ein Problem im Kopf hatte. Und nicht nur, weil sie ihn jetzt noch mehr beschädigt hatte.
5 Stunden gingen vorbei bis das Mädchen endlich schlief. Mit einem tiefen Stromschlag kam ich wieder zu mir und konnte mit Wanda-chan reden.
,,Wanda-chan? Bist du schon am ruhen?"
,,Wand-kun... ich fühle mich nicht gut..."
Meine Fasern weiteten sich. ,,Wanda-chan? W-was ist passiert?"
Keine Antwort. Ich bekam Angst. Was passierte mit ihr?
,,Wanda?! Sprich mit mir!", schrie ich fast.
Schnell wechselte ich meine Blickrichtung, um nach draußen zu schauen. Scheiße. Es war am Regnen. Würde sie etwa das gleiche Schicksal wie meine Eltern erleben?! Nein... Das... darf nicht passieren sie ist noch... zu jung...
-----
Flashback,,Mama! Was passiert mit dir! Warum löst du dich auf?!", weinte Wand-kun, ,,Papa! Du auch!"
,,Du behindertes Stück Stein. Es regnet und wir sind aus Lehm. Die Menschen sind zu dumm, um auf uns aufzupassen und jetzt komm auf dein Leben klar", waren die letzten Worte seiner Mutter.
,,M-mama? Nein... nein. Du darfst nicht gehen! Was soll ich nur tun... ohne euch...", sagte Wand-kun, damals noch ein kleiner Bursche.
Als seine Mutter komplett aufgelöst war, sprach sein Vater zu ihm:,,Mein Sohn... du hattest das Glück als Stein geboren zu werden... Was mich immer mehr denken lässt, dass deine Mutter fremdgegangen ist. Dass du ein Stein bist, bringt dir viele Vorteile... Die Menschen und Tiere werden immer noch komische Sachen mit dir machen, aber dafür kannst du nicht so leicht sterben wie wir... Ich hoffe-"
In dem Moment fielen alle seine Stromleitungen raus.
,,PAPA!"
,,I-ich habe nicht mehr viel Zeit... Bitte pass auf dich auf mein Sohn... und halte aus, was diese furchtbare Welt mit dir machen kann. Wenn einer stirbt, wirst du mitgezogen... bitte merk dir das. Wir *dramatische Pause* werden und im nächsten Leben sehen...", mit blitzen durch die Gegend wurde klar, dass sein Vater jetzt Tod war.
Der junge Wand-kun schaute zu der Leiche seines Vaters. Würde er jemals verstehen, was er meinte mit "wenn einer stirbt, wirst du mitgezogen" meinte? Er wollte es wissen, doch etwas sagte ihm, dass er es nicht sollte.
Ende des Flashbacks
-----,,Wanda-chan... bist du etwa aus Lehm?", fragte ich mit einer zittrigen Stimme.
Wanda konnte nicht richtig antworten:,,Wand-kun... ich habe dich geliebt... auch wenn es eine kurze Zeit war... bitte verzeih mir."
,,WANDA!"
Zum ersten Mal wollte ich mich bewegen, aber als Wand war dies Unmöglich. Lass mich mit dir sterben wollte ich sagen. Doch unsere Leitungen wurden, durchschnitten. Wenn ich nur die Menschen hier herausbekommen könnte, dann könnte ich versuchen mich selbst zum Fallen zu bringen.
Ich versuchte mich zu beruhigen und nachzudenken. DER FEUERMELDER! Doch... ich kann ihn nicht einfach so aktivieren. Ich musste die Küche zum Rauchen bringen. Jetzt musste ich mich mit den Wänden von der Küche in Kontakt setzten, wenn sie nicht auch aus Lehm waren und am verrecken waren.
Nach einer langen Auseinandersetzung, stimmten die anderen Wände auch zu und aktivierten den Herd, auf dem ein Handtuch war. Schon nach kurzer Zeit fing das Handtuch an zu rauchen, was die Feuerlmelder dazu brachte zu piepen.
Zum Glück waren die Menschen so schlau und haben das Haus direkt verlassen.
Mit fieser Anstrengung und der Hilfe des Feuers konnte ich mich endlich etwas bewegen. Schon bald fiel ich auseinander und fiel auf Wanda.
,,W-wand-kun...", sagte sie schwach.
,,Wanda... endlich kann ich bei dir sein... Ich... liebe dich auch. Lass mich dich begleiten."
Wanda schaute mich nur an und schmolz in mich hinein. ,,Lass uns immer zusammen sein... Wand-kun."
Erst jetzt habe ich die Worte meines Vaters verstanden...
Ende
----
Danke an bugy_boy
Nächstes Kapitel: Brigitte´s Doppelleben

DU LIEST GERADE
GuessImWeird's Gedanken
NouvellesEin Buch voller One-Shots. Die One-Shots werden von Naruto handeln, etwas, das mir gerade eingefallen ist oder auch meinen Träumen. Das Buch sollte eigentlich für mich bleiben, aber da viele lesen wollten, was in meinem kranken Kopf abgeht, habe ich...