Einweihung

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---Jake---

Dan, Jessy, Cleo und Phil waren die Ersten. Wir begrüßten uns kurz und Lea nahm Cleo eine Schüssel von den zwei Salaten ab, die sie gemacht hatte.

"Dan hast du den Grill dabei?"

"Oh Shit, Jake! Das hab ich total vergessen."

"Ist das dein Ernst? Womit sollen wir später grillen?"

"Boah, sorry man. Ich lass mir was einfallen."

"Dann bitte schnell, sonst frag Richy ob er einen mitbringen kann! Ach vergiss es. Hat sich erledigt."

Richy fuhr gerade mit Margot und Paul vor.

Die anderen waren vermutlich auch schon längst alle auf dem Weg, schließlich brauchten sie ja auch im Schnitt alle etwa zwei Stunden mit dem Auto hier her.

Margot umarmte uns herzlich zur Begrüßung. 

"Lea, Kind, schön dich zu sehen. Hier ich hab dir Apfelkuchen mitgebracht, iss dir am besten gleich ein Stück, du hast ja furchtbar abgenommen, den Rest könnt ihr euch einfrieren."

"Ääh danke Margot, das ist wirklich lieb von dir." 

"Was hast du denn am Hals gemacht? Das ist aber ne lange Narbe. Und an der Hand hast du dich ja auch verletzt."

Lea geriet ins stocken. Außer unseren Freunden wusste niemand was vor ein paar Monaten in Middleton passiert war und wir waren uns auch alle einig dass wir es niemandem erzählen wollten. 

"Das am Hals war ein Unfall, als wir die Deckenvertäfelung runter gerissen haben und die Hand, naja, da hat Lea sich heute morgen geschnitten.", rettete ich sie kurzerhand, sie sah mich an und  formte mit ihren Lippen ein stummes 'Danke'. 

"Sie war noch nie die Geschickteste.", lachte Richy und erntete Leas bösen Blick. 

"Das stimmt allerdings." erwiderte Paul lachend.


Kurz darauf trafen Leas Eltern Mark und Celine ein. Anfangs mochten sie mich nicht sonderlich leiden und fanden es nicht gut, dass Lea ihr Studium abbrach um bei mir sein zu können, wenn ich beruflich unterwegs war. Wir hatten ihnen auch noch nicht erzählt, dass Lea gerade auch ihr Fernstudium sausen lassen hatte und dabei sollte es auch vorerst bleiben. Sonst würden sie mich wahrscheinlich noch weniger mögen, Margot und Paul hatten es immerhin erst nach langem Gerede geschafft sie etwas zu besänftigen. 

Margot nannte mich auch gerne ihren 'Schwiegersohn', sie meinte immer ich wäre der perfekte Mann für ihre 'Tochter'. Manchmal wünschte ich mir sie wäre Leas richtige Mutter und ich glaube ab und zu ging es Lea ähnlich. Aber man kann sich seine Verwandtschaft schließlich nicht aussuchen.


Wo wir gerade bei Verwandtschaft sind, da kamen meine Schwestern mit ihren Eltern und Thomas im Schlepp. 

Emily hatte es erstaunlich gut aufgefasst, dass ich jetzt zur Familie gehörte, sie wusste schon vorher von dem ONS damals zwischen Jacob und meiner Mum, während sie mit Hannah in Umständen war. Dass ich dabei ich entstand, ist zwar nicht gerade das was sich eine Frau erhofft, aber Emily sagt selbst, dass so etwas halt passieren kann. Ich glaube sie hat einfach Mitleid, weil ich meine Mutter verloren habe und nie in den Genuss einer richtigen Familie kam. 

Genauso erging es scheinbar auch Jacob, die beiden versuchten mich so gut es ging wie ihren Sohn zu behandeln. Einerseits freute es mich, andererseits kam ich auch lange genug alleine zurecht und für mich bestand meine Familie hauptsächlich aus Lea und Johnny. 

Duskwood - breaking wallsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt