Ich war gerade auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors, als ich auf dem Korridor von Dean angesprochen wurde.
,,Wie geht es dir?" fragte Dean und musterte mich mit seinen dunklen Augen.
,,Mir geht es gut und dir?" erwiderte ich freundlich.
,,Ich bin auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum, falls du mitkommen möchtest", lächelte ich.
,,Gerne", sagte er knapp und wir liefen nebeneinander los.
,,Also was gibt es?" fragte ich ihn.
,,Mir ist aufgefallen, dass du dich anders benimmst, seit ich dich eingeladen habe", sagte er etwas unsicher.
,,Inwiefern?" fragte ich überrascht.
,,Im Unterricht warst du anders. Irgendwie so nachdenklich und du gehst früher zum Frühstück, ohne die anderen", zählte er mir auf.
,,Es hat nichts mit deiner Einladung zu tun, Dean", versicherte ich ihm. ,,Ich hatte etwas Stress mit den anderen."
,,Ja, das habe ich beim Abendessen mitbekommen", sagte er und blieb stehen.
,,Oh", brachte ich heraus.
,,Sieh mal, y/N. Ich mag dich wirklich sehr und ich würde sehr gerne mehr mit dir unternehmen. Aber wenn ich dir dadurch Stress oder Probleme bereiten sollte, dann werde ich mich zurückhalten", erklärte Dean in einem ernsten Ton.Ich stand nun vor ihm und wusste nicht, was ich tun oder sagen sollte. Er ist unglaublich süß. Ich schüttelte leicht den Kopf.
,,Wir kennen uns jetzt schon seit fast neun Jahren und ich denke, da müsstest du wissen, dass es mir egal ist, was andere von mir denken", sagte ich und lächelte leicht.
,,Ich möchte sehr gerne mit dir ausgehen und das mit den anderen bekomme ich schon hin."
Dean lächelte erleichtert. ,,Okay", sagte er. ,,Aber falls etwas sein sollte, kannst du mir Bescheid geben."
,,Oh ja, das mache ich und dann kommst du und jagst allen einen Fluch auf den Hals", lachte ich.Dean legte seine Hand auf meinen Oberarm und strich langsam runter, bis er bei meiner Hand ankam und dort verharrte. Er umfasste sanft meine Hand und ich ließ es zu. Deans Augen gingen von meinen Augen und Lippen hin und her. Dean war gut einen Kopf größer als ich. Er beugte sich langsam runter.
,,Na, wenn das nicht das neue Gryffindor-Traumpaar ist", höhnte Malfoy. Wir drehten uns um und sahen ihn mit Zabini und Parkinson auf uns zulaufen.
,,Hast wohl nichts Besseres abbekommen, Thomas?", lachte Parkinson.
,,Und was ist mit dir, Parkinson?", giftete ich zurück.
Parkinson lief rot an, denn jeder wusste, dass sie in Zabini verliebt war, Zabini wiederum ihre Gefühle nicht erwiderte.
,,Habt ihr nichts Besseres zu tun?", fragte Dean genervt und ließ meine Hand los.
,,Als euch beim Knutschen zuzusehen?", fragte Malfoy und verzog angeekelt das Gesicht.
,,Immerhin haben wir jemanden zum Knutschen", sagte ich und wurde langsam sauer.
,,Lieber niemanden haben, als euch", mischte sich Zabini ein.
Dean wurde ebenfalls sauer.
Als die Slytherins fast an uns vorbeigelaufen waren, wollte er sich auf sie stürzen. Ich konnte ihn noch davon abhalten, indem ich ihn am Arm festhielt.
,,Ja, so ist gut, y/NN. Halt ihn ruhig zurück, sonst passiert euch noch ein Unglück", lachte Malfoy.
Jetzt wurde ich wütend. Ich ließ Dean los und zog aus Reflex meinen Zauberstab.
,,Kümmert euch um euer eigenes bedauerliches Leben", zischte ich wütend.In den Gesichtern der Slytherins sah ich, dass sie wussten, dass ich ernst machen würde. Denn in den letzten Jahren gab es durchaus einige Auseinandersetzungen mit den Slytherins, in denen ich durchaus etwas die Kontrolle verloren hatte. Die Wut kochte in mir hoch.
,,Schnell weg hier", sagte Parkinson schnell und lief schnell davon. Dabei zog sie Zabini mit sich.
Malfoy blieb stehen und sah mich ausdruckslos an.
,,Worauf wartest du? Deine Freunde sind schon weg", fauchte ich ihn an.
,,Du würdest es nicht wagen. Die Zeiten haben sich geändert, y/N. Der Krieg ist vorbei."
,,Was verdammt noch mal willst du von ihr, Malfoy?", fragte Dean und trat näher an Malfoy ran.
Ich atmete tief durch, um mich etwas unter Kontrolle zu bekommen.
,,Stell dir vor. Gar nichts. Sie soll sich nicht so aufspielen", sagte er trocken und schaute kurz von Dean zu mir.
,,Verpiss dich einfach, Malfoy", sagte ich. ,,Und lass sie gefälligst in Ruhe", fügte Dean hinzu.
Malfoys Kiefer spannte sich an. Dean kam zu mir und nahm mich an die Hand.
,,Komm, lass uns gehen", sagte er und zog mich mit sich.
Malfoy stand immer noch da und sah uns nach.*
,,Ich fasse es einfach nicht. Was bildet sich dieser Penner nur ein?", ärgerte sich Ron.
Denn Dean hatte das Geschehen den anderen im Gemeinschaftsraum erzählt.
,,Du würdest es nicht wagen. Die Zeiten haben sich geändert, y/N. Der Krieg ist vorbei", wiederholte er Malfoys Worte.
,,Eins verstehe ich nicht", sagte Hermine und runzelte dabei die Stirn.
,,Was denn?", fragte Harry.
,,Wieso sollte Malfoy sich so benehmen? Vor allem gerät er immer mit y/N aneinander", sprach Hermine ihre Bedenken aus.
,,Und anscheinend stört es ihn, dass du mit Dean... nun ja. Euch trefft", sagte Ginny.
,,Boah Leute. Fangt jetzt nicht damit an", sagte ich genervt und stand auf.
,,Was denn?", fragte Ron und Dean sah gespannt zu Hermine und Ginny.
,,Kennt ihr das Sprichwort: Was sich neckt, das liebt sich?", fragte Hermine.
Harry nickte, sah aber skeptisch aus.
,,Ich will nichts von diesem Blödsinn hören. Ich gehe schlafen", sagte ich und stieg den Turm zu den Schlafsälen hoch. ,,Warte, y/N", hörte ich Dean hinter mir.
Ich blieb stehen.
,,Ist alles okay?", fragte er.
,,Ja, ich möchte einfach nur schlafen gehen und das nächste Mal wäre ich dir dankbar, wenn du nicht sofort alles erzählen würdest", antwortete ich etwas forscher als beabsichtigt.
Dean hob abwehrend seine Hände. ,,Okay, tut mir leid."
,,Gute Nacht", erwiderte ich und verschwand in mein Zimmer.
Die haben sie wohl nicht mehr alle. Was ist denn nur mit den anderen los? Kaum ist das Böse besiegt, hatten sie nichts Besseres zu tun, als sich so die Zeit zu vertreiben?
Genervt entschloss ich mich, ein Bad zu nehmen. Dafür wollte ich ins Vertrauensschülerbad.Das Vertrauensschülerbad war ein besonderes Bad im fünften Stock von Hogwarts. Das Bad konnte nur von Vertrauensschülern, Schulsprechern und Quidditch-Kapitänen benutzt werden. Es befand sich im fünften Stock, hinter der vierten Tür, links neben der Statue von Boris dem Bekloppten, die sich erst öffnete, wenn das richtige Passwort gesagt wurde. Ich kannte das Passwort von der Zeit, als ich Vertrauensschülerin war. Es war im vierten Jahr.
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Draco Malfoy × Reader (y/N)/ Anziehung *
FanfictionDraco Malfoy und du (y/N) seid im gleichen Jahrgang in Hogwarts. Die meisten Schüler des 7 Jahrgangs, sind nach Hogwarts zurückgekehrt um nach dem Krieg ihren Abschluss nachzuholen. Y/N = dein Name Y/NN = dein Nachname * = Zeitsprung Kursiv Sc...