Tag 2 - Nachtwache

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Nathanael


1 Uhr Nachts


Es war dunkel geworden und das Gestöhne der Untoten erfüllte die leeren Straßen. Langsam schlichen wir vorwärts auf ein kleines Haus am Ende der Straße zu. An allen anderen Häusern hatten wir bis jetzt verängstigte Augen gesehen, manche hatten uns mit Steinen beworfen. Ich wäre denen am liebsten durch die Fenster gestiegen, aber wir hatten dafür keine Zeit. Wir brauchten einen Unterschlupf, die Nächte wurden zur Zeit immer kälter. "Nathan, ich hoffe doch das dieses Haus dort jetzt was wird. Ich frier mir hier den Arsch ab." "Sei leise Eric. Chris, sieh nach Juliet. Sie hat sich den Knöchel vorhin verstaucht, ich schau mir das Haus an." Ich lies die Anderen an einer Ecke zurück und lief leise die Straße hinauf und schwang mich über die Mauer. Als ich auf dem Rasen landete sah ich das hier bereits drei Leichen lagen. Nicht gut, muss aber auch nicht schlecht sein. Ich drehte sie langsam um und sah das es keine Zombies waren. Das war gut, aber sie alle hatten ein Loch zwischen den Augen, das war schlecht. Also entweder Überlebende wie wir die Zuflucht gesucht haben oder sie haben sich selbst gerichtet. Beides macht mir Sorgen irgendwie, denn ich kann keine Waffe mehr finden. Ich schlich zum Fenster und schaute über das Fensterbrett.


Ein fahles Licht erhellte die Räume, aber leider konnte ich dennoch kaum etwas erkennen. Ich versuchte das Fenster anzuheben da das ein ziemlich altes Haus war aber keine Chance, die waren verriegelt. Ein Schatten huschte am Fenster vorbei und ich stolperte erschrocken zurück. Heilige Scheiße. Zwei grüne Augen funkelten mich an. Erleichtert atmete ich auf als Mondlicht ins Fenster fiel. Es war nur eine Katze gewesen. Langsam richtete ich mich wieder auf und ging zur Tür. Vorsichtig drehte ich den Knauf herum und die Tür sprang auf. Hätte ich ja auch gleich versuchen können. Langsam drückte ich die Tür auf und spähte in den Flur hinein. Es war kaum was zu erkennen, aber es lag ein fauliger Geruch in der Luft. Klasse, wahrscheinlich lagen auch hier drinnen Leichen. Vorsichtig betrat ich den Flur und schlich zum Wohnzimmer. Alles war verwüstet. Schränke lagen auf dem Boden und blutige Scherben waren auf dem ganzen Boden verteilt. Anscheinen hat es hier einen Kampf gegeben. Langsam schlurfte ich über den Boden damit ich in keine der Scherben trat. Ein Klirren lies mich hochschrecken. Scheiße, war das wieder die Katze? Ich schaute mich kurz um und griff nach einer Metallfigur. Sie war schwer, aber nicht zu schwer. Wenn das keine Katze ist sollte mir das hier etwas helfen. Langsam ging ich zur Tür welche in die Küche führte. Hier fiel überhaupt kein Licht von außen herein weswegen es stockdunkel war. Nicht gut, hier kann sich jeder aufhalten. Ein Quitschen neben mir lies mich zusammen fahren und ich sprang förmlich zur Seite direkt gegen einen Wandschrank. Dieser war anscheinend nicht mehr richtig in der Wand verankert und fiel herunter. Das Klirren von Geschirr und splitterndem Glas erfüllte den Raum und ich versuchte meinen Halt nicht zu verlieren da ich vor Schreck ins taumeln geraten war.


Als ich mich wieder gefangen hatte hörte ich ein Schlurfen vor mir. Eine Gestalt bewegte sich durch die Schatten. Ich blieb still stehen. Was mach ich jetzt? Die Anderen warten draußen auf mich, aber wir können auch nicht mehr weiter ziehen. Bis die Sonne wieder aufgeht vergehen noch ein paar Stunden und bis dahin sind wir unterkühlt wenn wir draußen bleiben. Und Juliet ist verletzt. Ich hab nicht den Luxus hier zu zögern, aber ich will auch keinen Unschuldigen erschlagen. Ich machte zwei Schritte zurück damit etwas Licht in die Küche fiel. Die Gestalt kam auf mich zu aber sie war langsam. Als sie in das fahle Mondlicht trat atmete ich erleichtert auf. Es war nur ein Zombie, kein durchgedrehter Anwohner. Ich holte mit der Statue aus und schlug sie ihm direkt gegen den Kopf. Es hörte sich an als würde man eine Melone zerschlagen als der Zombie gegen die Wand klatschte und zu Boden ging. Ich holte ein weiteres mal aus und schlug mit voller Wucht auf seinen Hals. Man konnte wahrscheinlich im ganzen Haus hören wie sein Genick wie ein Zahnstocher zerbrach. Etwas polterte die Treppe herunter und erneut konnte man ein Knacken hören. Anscheiend waren oben auch noch Gäste. Ich ging aber erst wieder in die Küche und bewegte mich zügig auf eine Metalltür zu. Als ich sie öffnete flutete Licht den Raum. Anscheinend funktionierte der Kühlschrank noch und es war sogar noch was essbares drinnen. Ich drehte mich um und überblickte die Küche. Anscheinend war hier sonst noch alles in Ordnung. Die Bäder und Schlafzimmer werden im ersten Stock sein, ich sollte mich dort auch noch umsehen.

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⏰ Letzte Aktualisierung: May 11, 2015 ⏰

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