„Damien, alles in Ordnung?", fragte ich besorgt. Er klang irgendwie gehetzt.
„Ja", antwortete er mir. „Ich wollte nur deine Stimme hören."
Ein warmes Kribbeln breitete sich in mir aus und erwärmte mein Herz.
„Nicht einmal ein Tag und du vermisst mich schon?", entgegnete ich provokant.
Ich konnte sein Lächeln beinahe hören, als er wieder sprach.
„Ich vermisse dich immer, wenn du nicht bei mir bist."
Ich biss mir auf die Lippe, um das blöde Grinsen aufzuhalten, das sich auf mein Gesicht schleichen wollte. „Ach echt?"
„Mhm."
„Das kann ich von mir nicht behaupten", erwiderte ich neckend und unterdrückte mein Kichern, als ich sein missmutiges Grummeln hörte.
„Deine Worte klangen vorhin ganz anders. Als du dich an mich geschmiegt hast, mich umarmt hast, beinahe gekü-"
„Das reicht!", zischte ich und sank vor Scham tiefer in die Matratze.
Ich hörte Damien kichern. „Dabei bin ich noch gar nicht zu dem Part gekommen, als du mich angestarrt hast, als würdest du mich auf der Stelle verschlingen wollen."
„Damien!"
Er fing leise an zu lachen und wurde immer lauter, als ich ihn mürrisch verfluchte.
„Wenn ich jetzt bei dir wäre, würde ich eine bessere Verwendung für deinen Mund finden, als dass du nur mit Beleidigungen um dich schmeißt, Liebes", raunte er mir zu, was mich wiederum zum Kichern brachte.
„Warum kommst du dann nicht", schlug ich scherzhaft vor und war überrascht als ich auf einmal hörte, wie er aufstand und seine Schlüssel klirrten.
„Bin gleich da. Gib mir zehn Minuten." Und dann legte er auf.
Scheiße, er würde doch nicht ernsthaft rüberkommen, oder? Nein, er wäre nicht so dumm, mitten in der Nacht hier her zu kommen, in dem Wissen, dass meine Eltern zu Hause waren und ihn jederzeit erwischen könnten. Das wäre absurd.
Ich atmete erleichtert aus, als ich mich selber soweit überzeugt hatte, dass Damien genug Grips im Kopf hatte, als jetzt tatsächlich hier aufzutauchen.
Ich gähnte auf einmal herzhaft und streckte mich ordentlich, als mir auffiel, wie müde ich eigentlich war.
Bevor ich allerdings schlafen ging, wollte ich noch schnell duschen und so zog ich Damiens Pulli aus, hing ihn über meine Stuhllehne und betrat das Bad, um mich schnell abzuwaschen.
Ich war gerade fertig geworden und wickelte meine nassen Haare in ein Handtuch, als mein Handy wieder anfing zu vibrieren und ich neugierig drauf schaute, nur um eine Nachricht von ihm vorzufinden.
Kannst du mir die Tür öffnen? Ich will nicht klingeln und es ist arschkalt hier draußen.
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Damien
Teen FictionZehn Monate war er weg ohne eine Nachricht. Tessa Jenkins hat sich nach Monaten des Kummers und Schmerzes damit abgefunden und beschlossen ihr Leben weiter zu leben. Dann taucht er aus dem Nichts wieder auf und lässt sie erneut starke Gefühlsausbrüc...
