Ich hatte meine Zunge verschluckt.
Nervös blickte ich zwischen der brünetten vor mir und Izzy auf dem Sofa hin und her. Das war eine verdammte Katastrophe!
Izzy, die mein zögern bemerkte, wickelte sich in die Decke ein und stapfte zur Tür, stellte sich neben mich und sah den ungebetenen Gast forschend an."Und du bist?", fragte sie forsch. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken.
"Oh ich wusste nicht das Keaton sich bereits ein neues Spielzeug zugelegt hat. Es tut mir leid. Ich dachte die letzten Tage viel an unsere gemeinsamen Nächte.", schoss die Brünette zurück.
Autsch. Böser Fehler.
"Oh, keine Sorge. Er braucht kein Spielzeug mehr, jetzt, da er eine Verlobte hat.", giftete Izzy wieder zurück.
Die Augen der brünetten wurden groß, hilfesuchend sah sie mich an. Ich wusste nichts zu sagen, stand wie ein absoluter Idiot zwischen diesen beiden Frauen und kam mir so lächerlich vor. Izzy sollte davon erfahren, daß hatte ich mir selbst geschworen, nur wollte ich einen anderen Zeitpunkt dafür wählen - jetzt war es zu spät.
Im Moment geiselte ich mich praktisch selbst.
"Kann ich rein kommen? Es gibt etwas das ich mit dir besprechen will, Keaton.", murmelte die Brünette und Izzy wich zur Seite um ihr Einlass zu gewähren, ohne auf meine Antwort zu warten. Mein einziger Gedanke in diesem Moment war, daß das alles hier sehr schnell eskalieren wird...
Das Chaos in meiner Wohnung übersah die Brünette, hatte sie doch schon schlimmere Dinge gesehen als ein paar zerbrochene Vasen und diversem anderen Kram. Sie setzte sich aufs Sofa, striff ihre Jacke ab und zeigte damit das kurze Kleidchen, welches wenig Fantasie zuließ. Izzy musste innerlich kochen, hielt sich äußerlich aber sehr zurück.
"Dann schieß mal los, Kleine.", provozierte Izzy und blieb bei mir stehen. Ich war einerseits dankbar das sie bei mir blieb, andererseits wusste ich das sie kurz vor der Detonation stand.
Die Brünette machte Anstalten zu sagen was sie sagen wollte, doch keiner gab nach. Sie wollte mit mir allein sprechen, das wusste ich und ich war sicher das auch Izzy das wusste, aber es interessierte sie wenig. Geduldig und mit einem Blick der Gift verschoss wartete sie.
"Okay na gut, also... Ich bin schwanger. Ich habe es gestern erfahren bei einer Routine Untersuchung. Die Schwangerschaft ist noch nicht weit fortgeschritten, dem Umstand geschuldet das wir erst vor kurzem Sex hatten. Ich will dieses Kind, aber nur wenn es dich beinhaltet. Es muss einen Grund geben wieso du verhindert hast das mich jemand anderes nimmt. Du hast mich ausgewählt, weil du mich wolltest." erklärt sie, während meine Gesichtsfarbe immer blasser wird. "Nicht sie ist die jenige die den Ring am Finger tragen sollte, sondern ich. Also entscheide dich und ich versüße dir den Abend."
So schnell wie Izzy nach vorne schoss, konnte ich gar nicht gucken. Die schallernde Ohrfeige trug bereits Früchte auf der Wange der brünetten, aber damit endete es nicht. Sie wehrte sich und die beiden Frauen schlugen aufeinander ein wie wilde Hyänen die sich um Essen prügelten.
Ich erwachte aus meiner Starre und griff ein. Ich zog Izzy zurück, platzierte sie hinter mich und geriet so zwischen die Fronten, fing einen Schlag der brünetten ab und sah sie böse an.
"Raus.", war alles was ich sagte.
Entsetzt sah mich die Brünette an doch sie ging ohne ein weiteres Wort zu sagen und ließ mich mit dem Scherbenhaufen zurück. Schwanger? Wie konnte das passieren? Ich war vielleicht nicht Herr meiner Sinne wenn eine schöne Frau halbnackt vor mir stand, doch ich war mir absolut sicher zu jederzeit verhütet zu haben.
Izzy schwieg. Das war ein ganz schlechtes Zeichen."Ich geh ins Bett.", murmelte sie schließlich und ließ mich mitten in diesem Chaos stehen. Wer konnte es ihr verübeln? Das gerade war eine bittere Pille und zwar doppelt, letztendlich hatte sie so nicht nur erfahren das ich mit jemand anderem geschlafen hatte, sondern auch das diejenige angeblich ein Kind von mir erwartete.
Die Schlafzimmer Tür fiel ins Schloss und ich begann etwas Ordnung in meine Wohnung zu bringen, in der Hoffnung es würde mich ablenken. Das tat es, anfangs.
Dann hörte ich Izzy. Sie weinte. Ich stieg die Treppen hinauf, blieb vor der Tür stehen und klopfte leise an.
"Kann ich rein kommen?", fragte ich. Es dauerte ein paar Minuten bis sie antwortete. Die zusammen gekauerte Person die ich vorfand tat mir schon extrem leid, aber noch mehr schmerzte mich, das ich es zu verantworten hatte, das es ihr so ging. Ich schwieg als ich mich neben sie setzte.
"Es ist nicht so, daß ich ein Recht hätte sauer zu sein,... Das hab ich nämlich nicht. Wir beide haben jemanden gehabt mit dem wir uns abgelenkt haben.... Aber dennoch... Hast du eine Ahnung wie sehr es weh tut? Sich das allein nur vorzustellen? Aber das aller schlimmste ist, das sie schwanger ist. Mit deinem Kind. Das tut so schrecklich weh, Keaton.", erklärte sie und versank weinend in meinen Armen.
Verdammt. Jetzt hatte ich es richtig verbockt...
Ich musste das irgendwie gerade rücken.
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K I N G × Geliebter Feind
Misteri / ThrillerIch hatte alles im Griff, bis Izzy mich unvorbereitet erwischte. Sie hasst mich. Aber ich werde alles daran setzen, daß zu ändern.