Kapitel 2: Liebeskummer und Angst

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Wir schreiben heute den 12ten Oktober 2045.

Ich bin jetzt schon eine Weile hier im Waisenhaus, und heute wird einer unserer Geschwister zu ihren Pflegeeltern gebracht.

Sie heißt Conny, sie ist zwar erst 6 Jahre alt aber trotzdem habe ich mich die letzte Zeit sehr gut mit ihr verstanden, und werde sie auch vermissen wenn sie heute geht.

Ray, Norman, Emma und Ich sind mittlerweile die besten Freunde geworden.

Und wenn ich ehrlich bin, bin ich absolut verknallt in Ray und genieße die Zeit mit ihm, auch wenn wir kein Paar oder sowas sind.

Ich weiß nicht ob er das selbe fühlt, aber ich liebe ihn einfach unbeschreiblich.

Oh Gott ich werde langsam echt kitschig.

Am Frühstückstisch

"Du lässt dich gerne wie ein kleines Baby verwöhnen, oder Conny?" fragte Isabella, nachdem sie sie gefüttert hatte.

"Darf ich nicht? Heute ist doch immerhin mein besonderer Tag." antwortete Conny.

Nach dem Essen gingen wir wieder nach draußen, um Fangen zu spielen.

Gegen Norman hatte keiner eine Chance, er gewann die ganze Zeit.

Ray hingegen saß wieder unter seinem Baum und laß ein Buch.

Ich wollte unbedingt einmal mit ihm alleine reden, also fragte ich ihn: "Hey Ray ich finde es echt cool, dass du immer so viel liest. könnest du mir auch mal ein Buch empfehlen also mir eins zeigen?"

Er stand auf und sagte: "Hm okay komm mit."

Wir gingen zurück ins Haus und ich hielt es nicht mehr aus und war ehrlich: "Ray weißt du, ich wollte eigentlich mit dir alleine sprechen, weil ich dir etwas sagen wollte."

"Was meinst du?" fragte er, und warf mir einen fragwürdigen Blick zu.

"Du bist so sympathisch, süß und wunderschön ich glaube ich hab mich in dich verliebt." antwortete ich, und wurde ganz rot.

"y/n du in mich... verliebt??" fragte er nervös.

"Ja.." gab ich zu.

Verdammt war ich kitschig, aber ich fand keine anderen Wörter um es ihm zu erklären.

Er lächelte mich an und gab mir einen Kuss.

"Aber y/n weißt du, du bist echt süß aber ich glaube das geht nicht. Wir sind sowas wie Geschwister und wir sollten vernünftig sein, und einfach normal befreundet bleiben wirklich." Sagte er.

Meine Welt zerbrach in 1000 Teile. Das kann er doch nicht ernst meinen. Ich hatte mir einfach zu viel Hoffnung gemacht, denke ich.

Später am Abend verabschieden wir uns von Conny, die heute zu ihren Adoptiveltern geht.

Der Abschied viel uns allen schwer und ich, die auch noch von Ray verletzt wurde, weinte besonders viel.

Aber Conny wird es bestimmt gut gehen, und sie wird uns viele Briefe schreiben.

Als Mama Conny gerade zum Tor schaffte, viel Emma und mir auf, dass Conny ihren kleinen Hasen namens "Little Bernie" vergessen hatte.

Doch Conny war schon weg.

"Es ist noch nicht zu spät. Ich habe vorhin noch Lichter am Tor brennen sehen, und Mama ist auch noch nicht zurück." sagte Ray.

"Beeilen wir uns Emma und y/n." sagte Norman.

Wir rannten zu dritt mit Little Bernie zum Tor in der Hoffnung, noch einmal auf Connie zu treffen, und ihr den Hasen zu geben.

Am Tor angekommen sagte Emma dann: "Eigentlich dürften wir laut Mama garnicht hier sein."

"Dann kriegen wir nachher eben alle drei zusammen Ärger." antwortete Norman.

Wir riefen nach Conny aber keiner antwortete uns.

Wir sahen ein Auto, dass Conny wahrscheinlich zu ihren Eltern fahren würde.

Doch als Emma den kleinen Hasen auf die Ladefläche stellen wollte, sah sie etwas absolut schreckliches.

Connys toter Körper hinten im Lastwagen.

Wir standen komplett unter Schock und als würde das noch nicht reichen, sprachen auf einmal 2 Personen miteinander.

„Hey hast du nicht auch grad 2 Stimmen gehört."
Fragte die unbekannte Stimme.

Wir versteckten uns unter dem Auto und lauschten.

„War wahrscheinlich nur Einbildung." antwortete eine andere Unbekannte Stimme.

Auf einmal traten 2 absolut unmenschliche Gestalten heraus.

Sie waren übergroß, hatten lange scharfe Krallen und Zähne und waren nicht einmal annähernd mit echten Menschen zu vergleichen.

Mir lief ein kalter Schauer den Rücken hinunter, und wir hatten mehr als nur Angst.

„Sie sieht zum anbeißen aus, Menschenfleisch ist und bleibt eben das beste." sagte die eine Gestalt

„Wieder eine 6 Jährige in letzter Zeit hatten wir nur Ware der mittleren Qualität. Aber bald schon können wir wieder eine erstklassige Ernte erwarten." sagte das Monster

Das Monster bittet Isabella die Vier Kinder mit den Full Score auf die Lieferung vorzubereiten.

Also mich, Norman, Ray und Emma...

Wir rannten so schnell es geht wieder zurück, bevor uns jemand sehen würde.

Wir machten auf dem Rückweg kurz Pause und Emma fragte: „Das war doch wirklich nicht Conny oder?" „Doch das war sie Emma." antwortete Norman.

Emma und ich weinten so schlimm wie noch nie.

Erst Liebeskummer und jetzt stellt sich noch heraus, dass das hier gar kein Waisenhaus ist, sondern eine Farm.

Wie wird Ray bloß darauf reagieren?

Werden wir dann vielleicht endlich zusammen kommen?

Ich weiß es nicht...

Ray x Reader StoryWo Geschichten leben. Entdecke jetzt