5. How are you?

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Zoe Po.V

Adam rief mich zum Abendessen ins Esszimmer. Ich zog ein schlichtes weißes Kleid an und ging nach unten. Er trug ein schwarzes, eng anliegendes T-Shirt und eine passende Anzugshose, seine Tattoos waren unübersehbar. Der Tisch war reich gedeckt, eine Flasche Rotwein stand bereit.

„Setz dich, Amor", forderte er mich auf. Ich setzte mich ihm gegenüber und nahm einen Schluck Wein. „Was soll das alles?", fragte ich und sah ihn direkt an.

„Wenn du nicht essen willst, kannst du wieder gehen", sagte er ernst und genervt.

„Du klingst aber genervt", entgegnete ich und lachte.

„Nein, Amor. Es sind nur deine Kommentare, die nerven. Also iss oder geh", sagte er kühl.

Ich probierte ein paar Nudeln mit Tomaten-Sahne-Sauce und Garnelen, legte den Teller dann aber beiseite. „Wie lange muss ich noch hier bleiben?", fragte ich ihn.

„Du bist erst seit einem Tag hier, Zoe", antwortete er, „aber um es klarzustellen: So lange, bis dein Vater mir Hugo bringt."

Das könnte Monate dauern. „Warum holst du ihn dir nicht selbst? Du bist doch ein gefürchteter Mafia-Boss, oder hast du Angst, Medici?", stichelte ich und stand auf. Im nächsten Moment packte er mich und zog mich zu sich.

„Pass gut auf, Amor", zischte er. „Adam Medici hat vor niemandem Angst. Adam Medici wird gefürchtet. Du hast keine Ahnung, also hör auf zu reden, sonst wirst du es bereuen." Er ließ mich los und setzte sich wieder hin.

„Dann erklär mir, warum du ihn dir nicht selbst holst", forderte ich.

Er sah mich an und zündete eine Zigarette an. „Weil er sich nicht zeigt, Amor. Er braucht einen Grund, und dieser Grund bist du. Dein Vater und deine Mutter. Wenn er den Fehler macht und sich wieder zeigt, werde ich ihn eigenhändig töten und diese Mafia-Geschichte für immer begraben."

Ich spürte, dass er etwas verheimlichte. Es ergab einfach keinen Sinn. Er schützt jemanden, deshalb geht er nicht selbst. Und ich werde es herausfinden. „Ich gehe schlafen. Stör mich nicht", sagte ich und ließ ihn allein am Tisch, bevor ich in mein Zimmer ging.

Matteo Po.V

„Hallo Mama, wie geht es dir?", fragte ich lächelnd durch die Kamera.

„Wo ist dein Dad, Matteo?", fragte sie ernst. Ich reichte meinem Vater das Handy.

„Lucia ist aufgetaucht. Sie fliegt nach Italien, um Zoe kennenzulernen. Tu etwas, Ash. Sie darf die Wahrheit noch nicht erfahren", sagte sie mit besorgter Stimme.

„Sie wird Zoe nicht finden, mach dir keine Sorgen, Princessa", antwortete mein Vater. „Besorg mir heute noch ein Jet. Ich fliege zu euch." Damit legte sie auf.

„Ruf Adam an. Er soll auf keinen Fall die Tür öffnen, wenn Lucia nach Sizilien kommt. Sie weiß genau, wo Zoe ist. Alessio, benutze deine Technik und finde Hugo, verdammt nochmal!", rief mein Vater und verschwand aus dem Zimmer, die Tür knallte hinter ihm zu.

„Verdammt, Alessio, wir müssen ihn finden, bevor er erfährt, dass wir alle hier sind, um ihn zu töten. Denn sonst haben wir wieder Krieg – die gleiche Geschichte wie vor 20 Jahren!"

Adam Po.V

Als ich sicher war, dass Zoe tief schlief, schloss ich ihr Zimmer ab, stieg in mein Auto und fuhr zu meiner kleinen Wohnung. Skye kam mir sofort entgegen.

„Du warst lange nicht da, Bruder", sagte sie, und ich umarmte sie fest.

„Ich hatte viel um die Ohren, Princessa. War alles okay hier? Wie geht es dir?", fragte ich, als wir uns auf die Couch setzten.

„Ich habe immer noch Albträume von jener Nacht, aber es geht mir besser. Keine Sorge, Adam, ich will einfach nur hier raus", sagte sie leise.

„Bald, sobald Hugo unter der Erde liegt, für das, was er dir, Mama und Papa angetan hat. Dann hole ich dich hier raus. Aber jetzt bist du nur hier sicher, bitte versteh das", sagte ich und sie nickte leicht.

„Ist Lorenzo aufgewacht?", fragte sie.

Ich schüttelte den Kopf. „Er ist noch im Koma, aber er ist stark, Skye. Er wird aufwachen, und dann werden wir wieder zusammen sein. Ich habe die Unterstützung der Garcias. Hugo wird endlich vernichtet..."

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