Kapitel 7 🌷

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"Gestern, als y/N Malfoy im Drei Besen hat sitzen lassen, waren die meisten Zeugen dabei", erklärte Ginny mit gespielter dramatischer Stimme.
Automatisch wandten sich alle Köpfe y/N zu. "Wie bitte?", fragte Harry.
"Was soll das heißen? Sitzen lassen?", fragte Hermine gespannt.
y/N presste die Lippen aufeinander. "Ich habe ihn abgelenkt, weil er euch gesucht hat", flüsterte sie.
"Abgelenkt?", fragte Ginny ungläubig. Y/N schlug mit der Handfläche auf den Tisch.
"Es hat doch offensichtlich funktioniert, oder nicht?", fragte y/N und sah erwartungsvoll in die Gesichter der anderen.
Diese zeigten keine Reaktion.
"Na also", grinste y/N, stand auf.
"Wo willst du hin?", fragte Harry.
Y/N nickte unauffällig in Richtung der Lehrertafel am Ende der großen Halle.
Die Gryffindors verstanden sofort, worauf y/N hinauswollte.
"Aber du musst doch nicht die Halle verlassen, nur weil diese Kröte hier ist", sagte Ron, während er genüsslich an seinem Hühnerbein knabberte.
"Vorsicht, verschluck dich nicht", lachte y/N, ohne auf Rons Bemerkung einzugehen.
"Bis später", verabschiedete sich y/N.
Y/N machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer.
Als sie um eine Ecke bog, hörte sie jemanden nach ihr rufen.
"Y/N!"
Sie drehte sich um. Es war Ginny.
"Ja?", fragte sie und ging ihr ein paar Schritte entgegen.
"Warum haust du so schnell ab? Was hast du vor?", fragte Ginny und blieb vor y/N stehen.
Y/N lachte. "Wieso? Was ist denn?", fragte sie.
Ginny zog eine Augenbraue hoch und grinste verschmitzt.
"Was war mit Malfoy im Drei Besen?", fragte sie schließlich.
Das Lächeln in y/N's Gesicht verschwand.
"Ach, Ginny. Das habe ich doch schon in der großen Halle erzählt", antwortete y/N genervt.
"Und warum haben Malfoys Augen die ganze Zeit an dir geklebt, wenn da nichts war?", fragte Ginny und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Keine Ahnung. Ich hatte die Aufgabe, ihn abzulenken, damit ihr euch wegen der D.A. treffen konntet, ohne erwischt zu werden, und genau das habe ich getan. Nicht mehr und nicht weniger. Außerdem ist Malfoy ein Idiot. Er ist ein Spitzel für Umbridge, genau wie die anderen bescheuerten Slytherins", erklärte y/N und beobachtete gespannt Ginnys Reaktion, aber diese zeigte keine.
"Außerdem ist das hier nicht der richtige Ort für so ein Gespräch. Meinst du nicht?", fügte y/N spitz hinzu.
Ginny nickte, sagte aber kein Wort mehr.
"Bis dann", verabschiedete sich y/N kurz und drehte sich um.
Kurz bevor y/N das Gemälde des Eingangs zum Gryffindor-Turm erreichte, packte jemand ihren Arm und zog sie in einen leeren Korridor.
"Was willst du?", fragte y/N, als beide zum Stehen kamen. Er ließ ihren Arm los.
"Eigentlich gar nichts", antwortete Draco. "Aber es ist interessant, was man so hört, wenn man auf den Gängen spazieren geht", fügte er mit einem funkelnden Blick hinzu.
Was hatte er gehört? Doch nicht etwa das Gespräch zwischen y/N und Ginny?
"Und warum sollte mich das interessieren?", fragte sie und hoffte auf weitere Informationen.
Draco schnalzte mit der Zunge.
"Wie hast du mich genannt? Idiot?", fragte er.
Er hatte sie tatsächlich gehört.
"Oh, entschuldige bitte. Was geht es mich an, du Idiot?", korrigierte sie ihn und sah, wie sich etwas in seinen Augen regte.
"Die Frage ist eher, warum du noch nicht zu Umbridge gerannt bist, um sie zu verpetzen", stellte y/N die Gegenfrage.
Draco zog eine Augenbraue hoch, wie Ginny es zuvor getan hatte, und grinste frech.
Er ging um y/N herum.
Wieder einmal dachte y/N daran, den Ring abzunehmen.
Draco unterbrach ihre Gedanken.
"Ich habe mich entschieden, Umbridge nichts zu erzählen – unter einer Bedingung", sagte er und blieb vor ihr stehen.
"Und die wäre?", fragte sie und musterte ihn.
"Informationen", antwortete er grinsend.
"Welche Informationen?", fragte y/N gelangweilt.
"Über Potter", sagte er kurz.
"Niemals", schüttelte y/N den Kopf.
"Wer ist jetzt der Idiot?", grinste er.
"Wenn ich die Informationen an Umbridge weitergebe, wird sie Konsequenzen daraus ziehen, und Potter wird eingeschränkt. Also?", fragte er.
"Nein", antwortete y/N sicher.
Aber über eines war sie sich nicht sicher: Was hatte Draco gehört? Alles, oder war er erst am Ende dazugekommen? Was wusste er? Er könnte auch nur bluffen. Dieses Risiko konnte y/N nicht eingehen.
"Dann sei es so", sagte sie und kniff die Augen zusammen.
Draco starrte sie an.
"Das ist äußerst ärgerlich", sagte er und ging.
Draco hatte seine Drohung wahr gemacht und Umbridge anscheinend etwas verraten.
Denn einige Tage später hatte Umbridge alle Mannschaften und Gruppen mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
Jede Mannschaft und jede Gruppe musste nun eine Genehmigung für die Bildung der Mannschaft oder Gruppe direkt bei Umbridge beantragen.
Umbridge bevorzugte natürlich die Slytherins, denn sie konnten wie gewohnt mit dem Quidditch weitermachen. Alle anderen Quidditch-Teams wurde es verboten.
Harry und Ron waren außer sich vor Wut, als sie zum wiederholten Mal das Verbot der Bildung des Quidditch-Teams erhielten.
"Mal sehen, was Dumbledore dazu sagen wird", drohte Harry und lief davon, dicht gefolgt von Ron und Ginny.
"Jungs!", Hermine verdrehte die Augen, blickte kurz auf und widmete sich dann wieder ihrem Buch.
y/N ging auf ihr Zimmer und schloss die Tür mit einem Zauber ab.
Sie ging duschen und zog ihren Pyjama an.
Dann legte sie sich ins Bett und musste an die letzte Begegnung mit Draco denken.
Es schien, als hätte er wirklich nicht alles gehört.
y/N hatte es niemandem erzählt, und das würde sie auch nicht tun, weil es nicht notwendig war.
Die Schüler von Hogwarts würden in einigen Tagen mit dem Training zur Selbstverteidigung beginnen, sobald sie den passenden Ort dafür gefunden hatten, um unter Umbridges Radar zu bleiben.
Es war immer noch unbeschreiblich, wie viele Schüler sich freiwillig gemeldet hatten, um mit Harry an der Spitze gegen Voldemort zu kämpfen – oder, wenn nötig, gegen Umbridge und ihre Spitzel.

Draco Malfoy x Reader / Gedanken*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt