Kapitel 9 🌷

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Y/N trat an das Fenster heran.
Draco saß auf einem Besen und schwebte vor dem Fenster.
Er sah sie abwartend an, nachdem er ihr ein Zeichen mit der Hand gab, das Fenster zu öffnen.
Y/N zog die Augenbrauen hoch und trat noch einen Schritt näher heran.
Sie hielt den Blickkontakt mit Draco und griff statt zum Fenstergriff zum Vorhang, den sie zuzog.
"Idiot", fluchte sie leise und lief zu ihrem Schrank.
"Komm schon, Y/N. Ich will nur kurz mit dir reden", hörte sie Dracos Stimme.
"Verschwinde, Malfoy", schrie sie und nahm sich einen Pyjama, um sich im Badezimmer anzuziehen.
Sicher war sicher.
Sie hörte Draco noch etwas sagen, aber ignorierte ihn dann.
Nach einigen Minuten war er nicht mehr da.
Draco wollte also mit ihr reden.
Nach diesem Auftritt in der Bibliothek hatte er wirklich die Nerven, hier aufzutauchen.
Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ihn jemand sehen würde.
Am nächsten Tag machte sich Y/N auf den Weg zum Unterricht.
Es stand Zaubertränke auf dem Stundenplan.
Natürlich hatten die Gryffindors und die Slytherins gemeinsam Unterricht.
Y/N hatte gehofft, Draco noch etwas länger aus dem Weg gehen zu können.
Y/N kam eigentlich so gut wie niemals zu spät oder in letzter Minute.
Als Y/N die Klasse betrat, waren alle Schüler bereits anwesend.
Auch Professor Snape stand bereits vorne an seinem Platz.
"Miss Y/N", zischte Snape.
Doch bevor er weiter sprach, öffnete sich die Tür erneut, und Umbridge betrat die Klasse.
Unter den Blicken von Harry, Ron und Hermine setzte sich Y/N auf den freien Platz neben Dean.
Harry warf ihr einen fragenden Blick zu. Y/N nickte ihm einfach nur zu als Zeichen, dass es ihr gut ging.
Umbridge beobachtete mit ihrem Klemmbrett und einer Feder den Unterricht und machte sich Notizen.
Zwischendurch stellte sie Fragen.
Snape antwortete ihr knapp und sah dabei ziemlich genervt aus.
So hatten ihn die Schüler noch nie gesehen.
Y/N spürte neben den Blicken ihrer Freunde ab und zu auch Dracos Blicke auf sich.
Es war wie Pfeile, die er auf sie abschoss, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
Aber Y/N tat ihr Bestes, ihn nicht anzusehen.
Dean stieß sie mit dem Ellenbogen kurz an. Y/N erschrak kurz und sah ihn mit gerunzelter Stirn an.
Dean beugte sich etwas zu ihr rüber und fragte sie geflüstert: "Ist alles okay? Du siehst so nachdenklich aus?"
Sie nickte kurz. "Ja, alles gut. Hab nur schlecht geschlafen", log sie.
Durch die Anwesenheit von Umbridge war der Unterricht unangenehm.
Ihr ständiges gespieltes Räuspern.
Alle Schüler rannten förmlich aus der Klasse, als Snape die Stunde beendete.
Ron griff nach Y/Ns Arm, als sie vorangegangen war.
"Wir müssen reden", sagte er und ließ sie los.
Sie gingen so vorsichtig wie möglich in den Raum der Wünsche.
"Ich hab gestern an deine Tür geklopft", fing Hermine an, als die Tür hinter ihnen verschwand.
"Ja, entschuldige. Ich hatte einen Schallschutzzauber auf die Tür gelegt", antwortete sie wahrheitsgemäß.
"Wieso? Ist etwas passiert?", wollte Harry wissen. "Du bist heute auch beinahe zu spät zu Zaubertränke gekommen, und das sieht dir gar nicht ähnlich", merkte Ron an.
"Nein, alles ist gut. Manchmal brauche ich einfach meine Zeit für mich", erklärte Y/N.
"Ihr müsst verstehen, dass ich zuvor immer alleine war, und die Schule ist schon eine ziemliche Umstellung."
"Das kann ich sehr gut nachvollziehen, nur dass es bei mir umgekehrt ist. Ich bin froh, wenn ich von den Dursleys wegkomme", meinte Harry.
"Hier." Hermine streckte eine Hand aus, in der sich eine Münze befand.
"Was ist das?", fragte Y/N und nahm die Münze Hermine ab.
"Ich habe jedem Mitglied der D.A. eine Münze gegeben, die ich zuvor mit einem Proteus-Zauber belegt habe. Mit einem weiteren Zauber verändern sich die Zahlen auf der Münze zu der Uhrzeit, in der wir uns hier treffen können.
Wenn das geschieht, wird die Münze warm. So merken wir, wenn jemand ein Treffen vorschlagen möchte", erklärte Hermine fachmännisch.
"Genial", lobte Y/N.
"So ist Hermine", schwärmte Ron.
Hermine wurde etwas rot.
Um der peinlichen Situation zu entfliehen, sagte Harry: "Wie dem auch sei. Wir müssen uns vor Umbridge in Acht nehmen."
"Alles klar", meinte Y/N, und sie verließen den Raum der Wünsche wieder, nachdem sie sichergestellt hatte, dass die Luft rein war.
Sie hatten bemerkt, dass der Raum ihnen den Ausgang immer an einer anderen Stelle im Schloss öffnete.
Einige Wochen vergingen, und die Mitglieder der D.A. schafften es öfters, im Raum der Wünsche zu trainieren.
Y/N hatte es erfolgreich geschafft, Draco aus dem Weg zu gehen.
Nachdem er an ihrem Fenster geklopft hatte, hatte er Ruhe gegeben.
Er wurde allerdings immer lästiger in Sachen Umbridge.
Überall, wo es Probleme und Stress gab, war er meistens zuerst an Ort und Stelle. Oder besser noch: War er oder einer seiner Gorillas der Grund dafür.
Umbridge hatte unzählige Schüler einzeln in ihr Büro bestellt und hatte Fragen gestellt.
Sie hatte einen Verdacht, aber sie brauchte Beweise.
Als Dumbledore davon erfuhr, war er außer sich vor Wut.
Er wies Umbridge zurecht.
Kurz darauf bekam Hogwarts Besuch vom Zaubereiminister persönlich.
Fudge stärkte Umbridge den Rücken, und so wurden immer mehr Aktivitäten und Ähnliches verboten.
"Aber atmen dürfen wir noch?", fragte Harry bei der Ankündigung in der großen Halle.
Worauf ihm Umbridge zum Nachsitzen verdonnerte.
Später im Gemeinschaftsraum saßen die Gryffindors zusammen und unterhielten sich.
"Wieso lässt das Dumbledore zu?", wollte Neville wissen.
"Keine Ahnung", antwortete Harry ratlos.
"Wir müssen etwas unternehmen", sagte Y/N, und jetzt meldeten sich die Weasley-Zwillinge zu Wort.
"Wir arbeiten dran", sagten Fred und George synchron.
Alle Köpfe drehten sich automatisch zu ihnen.
"Und an was?", fragte Ron.
"Das ist noch ein Geheimnis", sagte Fred. "Aber es wird ein Feuerwerk", versicherte George.
"Ich bin eigentlich gegen eure Streiche", fing Hermine an.
"Aber dieses Mal habt ihr meine volle Unterstützung."
Fred und George grinsten breit.

Draco Malfoy x Reader / Gedanken*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt