Draco lag in seinem Bett und machte sich einige Gedanken. Er musste an die Ferien zurückdenken. Voldemort hatte sich im Malfoy Manor niedergelassen. Nachdem sein Vater bei seiner letzten Mission, Potter dem Lord zu übergeben, versagt hatte, hatte dieser Draco zu sich beordert. Er hatte von ihm eine Aufgabe bekommen, um das Ansehen seines Vaters wieder reinzuwaschen. Er musste Dumbledore töten.
Komischerweise hatte ihm Voldemort die Wahl gelassen. Er sollte sich entscheiden, ob er das dunkle Mal vor oder nach seiner Aufgabe bekommen wollte. Sein Vater hatte ihm zuvor eingeredet, vor der Rückkehr nach Hogwarts ein Mitglied in den Kreisen von Voldemort zu werden und damit der jüngste Todesser seiner Zeit zu werden. Draco hatte einige Tage Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Voldemort würde seine Familie inklusive ihm umbringen, sollte er es nicht schaffen, Dumbledore umzubringen.
Der Gedanke, ein Todesser zu werden, widerte ihn an. Er hatte schlaflose Nächte im Manor und ging seine Optionen immer und immer wieder durch. Als der Tag der Abreise nach Hogwarts da war, wartete Voldemort bereits im großen Salon auf ihn.
"Sag mir, wie hast du dich entschieden?", fragte Voldemort.
Draco war sich sicher, das dunkle Mal vor der Abreise anzunehmen. Dracos Eltern standen ihm zur Seite.
"Los, mein Junge", sagte sein Vater.
Narzissa, seine Mutter, sagte gar nichts. Sie war sichtlich sehr angespannt. Plötzlich kam Draco y/N in den Sinn. Wie sie ihn angelächelt hatte. Er fragte sich immer wieder aufs Neue, was sie ihm im Hogwarts Express sagen wollte. Er dachte an ihr Lächeln und den Kuss vor einigen Wochen.
"Ich habe mich entschieden, Sir", sagte er mit fester Stimme und voller Respekt.
"Sprich", forderte Voldemort.
"Ich möchte in Hogwarts nicht auffallen. Es wäre ein Risiko, wenn jemand das dunkle Mal auf meinem Arm entdecken würde. Daher sehe ich es als angemessen, das dunkle Mal nach meiner Aufgabe zu bekommen", sprach er und schluckte leicht, als er auf eine Antwort wartete.
"Nun gut. So sei es", sagte Voldemort. "Ich hoffe sehr, dass du mich nicht enttäuschen wirst."
"Nein, Sir. Das werde ich nicht", sagte Draco und verbeugte sich etwas.
Draco war nicht dumm. Er wusste, dass seine Familie und er im Falle seines Versagens nicht mehr am Leben sein würden. Wieso also mit dem dunklen Mal sterben? Draco setzte sich auf und fuhr sich mit den Händen durch die Haare. Er hatte bisher keine Ahnung, wie er es anstellen sollte, Dumbledore umzubringen. Da er nun wusste, dass y/N eine, wie es scheint, sehr gute Legilimentorin war, konnte er dies vielleicht zu seinem Vorteil nutzen. Er selbst war gut, aber nicht annähernd so gut, wie y/N es war. Außerdem war es schwer, seine Gedanken mittels Okklumentik konstant verschlossen zu halten. Draco würde seinen Zauberstab darauf verwetten, dass niemand in den Kopf von y/N ohne Weiteres reinkommen würde. Er hatte es schließlich vor nicht so langer Zeit versucht. Beim Kuss. Er dachte, sie würde so abgelenkt sein, dass er ohne Weiteres reinsehen könnte. Aber er stieß auf mehrere Betonmauern. Diese würden wahrscheinlich niemandem nachgeben, egal was er versuchen würde. Es sei denn, sie würde ihm freiwillig anbieten, einen Blick reinzuwerfen.
Wenn Draco ehrlich zu sich war, war er von ihr mehr als beeindruckt. Auch der Kuss war beeindruckend. So ein Gefühl hatte er noch nie zuvor gespürt. Er hatte in seiner Schulzeit bereits mehrere Mädchen geküsst, aber mit niemandem war es so wie mit y/N. Er nahm sich den Krug auf dem Nachttisch, der mit Wasser gefüllt war, und trank einen großen Schluck direkt aus ihm. Dann legte er sich wieder hin und versuchte, einzuschlafen. Es gelang ihm nach einigen Minuten.
...
"Ich sag's euch", hörte y/N Harry flüstern, als sie in die große Halle an den Gryffindortisch kam. Sie setzte sich und fragte: "Was ist denn hier los?"
Hermine drehte sich zu y/N um und sagte: "Harry ist der Auffassung, dass Malfoy ein Todesser sei", dabei flüsterte sie das Wort "Todesser" so leise, dass nur sie es hören konnte.
"Wie kommst du darauf?", wollte y/N verwundert von Harry wissen.
Dieser zuckte mit den Schultern: "Er benimmt sich nach den Ferien komisch."
Automatisch sahen alle rüber zum Slytherintisch, wo sich der blonde Malfoyjunge gerade eine Tasse Kaffee einschenkte.
"Nicht so auffällig", zischte Ginny und die meisten sahen weg.
Malfoy hatte es natürlich mitbekommen und sah jetzt mit zusammengezogenen Augenbrauen zu den Gryffindors rüber. Y/N hielt seinem Blick stand. Es war eine komische Situation, wenn man bedachte, was gestern Abend in ihrem Zimmer passiert war. Aber y/N wollte nicht schwach vor ihm sein. Das würde sie niemals. Nicht vor Draco. Draco wandte seinen Blick ab, als sein Freund Blaise Zabini mit ihm sprach.
"Okay, okay", sagte Harry und sah y/N mit aufgerissenen Augen an. "Was bei Merlins Unterhose war das?"
"Das würde ich auch gerne wissen", kam es von Hermine.
"Er ist ein Idiot. Das ist alles", sagte y/N und lud sich Pancakes und frische Beeren auf ihren Teller.
"Was hat er gemacht?", fragte Ron und verschlang sein Toast.
"Nur dumme Bemerkungen. Das ist alles", antwortete y/N, um irgendwas zu antworten. Denn sie wusste, dass ihre Freunde nicht locker lassen würden, bis sie eine Antwort hatten.
"Soll ich mal mit ihm reden?", fragte Ron.
Hermine lachte: "Und was willst du ihm sagen?"
"Hey, was soll das denn heißen? Denkst du, ich könnte es nicht mit Malfoy aufnehmen?", fragte Ron empört.
"Doch, natürlich. Aber iss erst mal auf", machte sich Ginny lustig.
Harry und y/N mussten ebenfalls lachen. So war das Thema zum Glück von y/N gewechselt worden. Allerdings war das Thema Draco für y/N noch lange nicht beendet.
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Draco Malfoy x Reader / Gedanken*
Fanfiction(Y/NN = dein Nachname) Y/N (your Name/ dein Name)ist aus verschiedenen Gründen zuhause unterrichtet worden, bis ihre Eltern zusammen mit Dumbledore entschieden haben, dass sie nach Hogwarts gehst. Dort ist sie im 5.Jahrgang mit Harry,Ron,Hermine un...