Ich fühlte mich schwach. So schwach wie solange nicht mehr. Ich wollte mich bewegen, aufstehen, meine Augen öffnen doch es ging nicht.
Es war als würde mich ein Sog nach unten ziehen. Meine Kraft ausrauben.
Doch ich konnte nicht ruhen. Ich hatte eine Aufgabe und diese musste ich erst erledigen. Komme was wolle.
Ein Handy klingelte. Nein, mein Handy klingelte. Warum klingelte mein Handy? Ich werde nie angerufen.
"Nein sie ist immer noch nicht wach" ertönte eine Stimme.
"Was soll ich denn machen? Sie ist einfach umgekippt und sieht aus als hätte sie tagelang die Nächte durchgemacht."
"Mach ihr verdammtes Handy aus. Das nervt so langsam. Wer ruft sie denn bitteschön an. Sie kennt hier niemanden außer uns."
Das stimmt. Keiner hatte hier meine Nummer. Naja nicht ganz und zwar nur der, dem das Handy normalerweise gehörte.
Verdammt.
Sofort riss ich die Augen auf und sprang auf. Die Übelkeit und den Schwindel ließ ich völlig außer acht.
"Mein Handy schnell" rief ich aufgebracht. Jedoch hörte keiner in dem Raum auf mich, sodass ich es letztendlich selbst aus meiner Tasche holen musste.
Einen verpassten Anruf von Jungkook, doch da war eine weitere Nachricht auf KakaoTalk.
'Hallo Chaeyoung. Vermisst du jemanden? Die Zeit wird langsam knapp und ich ungeduldig. Komm in einer Stunde dorthin wo alles angefangen hat. Du weißt wo du mich findest.'
Das war nicht von Jungkook, auch wenn es von seinem Handy geschrieben wurde.
"Hobeom dieser Mistkerl" fluchte ich vor mich hin.
*~*~
"Sicher dass du mit willst? Du siehst aus als hätte dich ein Laster überfahren... Der dann umgekehrt ist, weil er es bemerkt hatte und dich aus versehen nochmal erwischt hat" meinte Tae besorgt.
Doch ich ignorierte seine Aussage mit einem Augenrollen.
"Anstatt mir zu sagen wie scheiße ich aussehe, sollte jemand lieber einen Plan vorschlagen.""Einen Plan? Du bist ja die Beste" lachte Jimin. "Wir sind diejenigen die keine Ahnung haben was hier vorgeht."
"Wir finden Hobeom, lenken ihn ab, befreien Jungkook und verschwinden von diesem Irrenhaus. Noch Fragen? Nein? Super" murrte ich, legte meine Stirn gegen die kalte Autoscheibe und beobachtete immer wieder die vorbeiziehenden Häuser. Denn auch wenn ich es nicht zugeben wollte, ich hatte selbst keine Ahnung wie wir das anstellen sollten. Wir waren zwar zu siebt und er alleine. Trotzdem wussten wir nicht wie viel er bereits herausgefunden hatte und was er sonst noch plante.
Und dann war noch dieses winzige Detail, dass ich den Comic wieder in die richtige Richtung biegen musste. Ich meine es konnte nicht so bleiben. Der Manager ist verrückt geworden und besessen davon in eine andere Welt zu gelangen. Nicht zu vergessen, dass einer der Member verschwunden war.
"Ah oh mein Gott, was ist denn jetzt los? Du flackerst. Wie kann eine Person flackern?" schrie Jin förmlich.
Seufzend wandte ich mich zu ihm: "Ja, das ist leider nichts neues, dass meine Hand flackert."
"Ähm naja nicht nur deine Hand. Dein ganzer Körper verschwindet immer wieder" antwortete Jin daraufhin.
"Was!" schrie ich auf. "Nein, nein, nein!"
So erschreckend die Erkenntnis auch war, so bewusste war es mir bereits vorher, dass dies eintreten wird. Es war nun einmal eine Frage der Zeit, bis es passierte und nun war es soweit.
Das Auto hielt an. Vor mir erstreckt sich das Gebäude, in welchem sich das Büro meines Vaters versteckte.
Dort wo alles angefangen und letztendlich auch alles enden wird.
Lass es hinter uns bringen.
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Worlds Apart: Welcome to the World of Bangtan
FanficChaeyoung ist auf der Suche nach ihrem Vater, den sie nur noch dunkel aus Kindheitserinnerungen kennt, da er eines Tages plötzlich verschwand. Niemand wusste was damals wirklich geschah. Als sie Jahre später einem Signal aus dem alten Büro ihres Vat...