Kapitel 28 🌷

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Y/N wachte wieder auf. Sie befand sich im Krankenflügel. Sie sah sich um und erkannte niemanden. Plötzlich erinnerte sie sich an die Geschehnisse der heutigen Nacht. Y/N fiel aus dem Bett, als sie zu schnell aufspringen wollte. Sie stand wieder auf und rannte aus dem Krankenflügel. Sie rannte aus dem Schloss, als sie Lichter in den Himmel steigen sah. Y/N wusste sofort, was dies zu bedeuten hatte. Sie brach in Tränen aus und rannte dorthin. Die Schüler und die Lehrkräfte bildeten einen Kreis um Dumbledore herum. Sie hielten alle die Zauberstäbe hoch und die Lichter schossen aus ihnen in den Himmel.

...

Die Beerdigung von Dumbledore war nun vorbei. Ganz Hogwarts war am Boden zerstört. McGonagall hatte seinen Posten als Leiterin der Hogwarts-Schule übernommen. Y/N hatte Harry und den anderen von den Vorkommnissen auf dem Astronomieturm erzählt. Sie hatte alles erzählt. Ron und Harry konnten es nicht glauben und waren zunächst etwas sauer auf Y/N, aber die Wut legte sich nach einer ausführlichen Erklärung. Hermine war etwas eingeschnappt, weil Y/N ihr nichts erzählt hatte, aber sie hatte es schlussendlich verstanden, wieso Y/N es verschwiegen hatte. Y/N konnte allerdings eine Frage nicht beantworten. Hermine hatte sie nämlich gefragt, ob sie Draco Malfoy liebte.

Der letzte Schultag brach an. Harry, Ron, Hermine und Y/N saßen gedankenverloren in der großen Halle. Das letzte Mal für dieses Schuljahr. McGonagall hatte eine rührende Rede gehalten. Einige Schüler, wenn nicht sogar alle, hatten angefangen zu weinen. Harry brach das Schweigen und sagte leise: "Ich werde nächstes Schuljahr nicht nach Hogwarts zurückkehren." Er sah zwischen all seinen Freunden hin und her. Hermines Mundwinkel zuckten etwas. Sie fuhr sich über das Gesicht und wischte die Tränen weg. Dann legte sie ihre Hand auf Harrys und meinte: "Wir werden dich nicht alleine gehen lassen." Alle anderen nickten zustimmend. "Wir sind ein Team, und wenn du denkst, dass du uns loswirst, hast du dich geschnitten", meinte Ron. Dann sahen die drei zu Y/N und sahen sie fragend an. "Ich bin natürlich auch dabei. Ich werde euch niemals im Stich lassen", meinte sie, und Harry lächelte dankbar.
Es wurde Zeit, und die Schüler machten sich langsam auf den Weg zum Hogwarts-Express. Harry hatte vorher mit McGonagall gesprochen und ihr seine Entscheidung mitgeteilt. Sie war damit einverstanden und wünschte ihm und seinen Freunden viel Glück.
Im Abteil der Gryffindors herrschte eine bedrückende Stille. Hermine las ein Buch, und Y/N sah einfach aus dem Fenster. Harry hatte das Medaillon in der Hand, welches er mit Dumbledore geholt hatte. Es stellte sich als eine Fälschung heraus, und er fand einen kleinen Zettel darin. Er las sich den Zettel immer und immer wieder durch. Es waren allerdings nur drei einzelne Buchstaben darin: "R.A.B."
Als der Hogwarts-Express auf dem Gleis 9 ¾ einfuhr, verabschiedeten sich die Freunde vorerst voneinander. Hermine würde zu ihren Eltern fahren, Harry zu den Verwandten. Ron ging nach Hause in den Fuchsbau, und Y/N würde erst einmal abwarten müssen, denn durch den Brief wusste sie nicht, wo ihre Eltern momentan wohnten. Als sie ihre Eltern traf, apparierten diese zusammen mit ihrer Tochter in eine neue Wohnung. Y/N sah sich um, als sich ihr Kopf nicht mehr drehte. Daran würde Y/N sich noch gewöhnen müssen. "Wo sind wir hier?", fragte sie, als sie die Inneneinrichtung ihrer eigentlichen Wohnung sah. "Wir haben uns entschieden, in Muggel-London diese Wohnung zu kaufen", fing ihre Mutter an. "Wir haben diese Wohnung mit mehreren Zaubern gesichert und verborgen", ergänzte ihr Vater. Ihre Mutter setzte sich auf die große Couch und klopfte neben sich. Y/N setzte sich, und auch ihr Vater setzte sich ihnen gegenüber auf einen Sessel. "Mein Schatz", fing ihre Mutter an. "Wir haben von Professor Snape gehört, was passiert ist", sprach ihr Vater. Y/N schossen sofort die Tränen in die Augen. "Ich konnte Dumbledore nicht retten. Es ging alles so schnell", weinte sie. Sie fühlte sich schuldig und sie konnte nicht mehr schlafen, denn immer, wenn sie ihre Augen schloss, sah sie immer wieder, wie Snape den Fluch auf Dumbledore schoss. Ihre Mutter legte ihren Arm um sie und drückte sie an sich. "Nein, nein, mein Schätzchen", sprach ihre Mutter auf sie ein. Ihr Vater stand auf und kniete sich vor seine Tochter. "Du hast nichts falsch gemacht, hörst du?", sprach ihr Vater sanft auf sie ein. "Mein Liebling, Dumbledore hat uns vor seinem Tod einen Brief geschrieben. Er hatte uns die Situation geschildert und er wusste bereits, dass du dabei sein würdest", erklärte ihr Vater und strich ihr über die Knie. "Wirklich?", fragte sie mit gebrochener Stimme. "Er hat uns gebeten, dir mitzuteilen, dass er immer sehr stolz auf dich sein wird", meinte ihre Mutter. "Y/N, Dumbledore hat dich in seinen Gedanken gelassen, um den jungen Malfoy vor einem großen Fehler zu schützen", fing ihre Mutter an. "Er wusste, dass der Junge nicht damit leben könnte, nicht als Mörder", sagte ihr Vater. "Den Rest hast du selbst von Dumbledore gehört", sagte ihre Mutter und lächelte sanft. "Wir sind so unfassbar stolz auf dich", sagte ihre Mutter und gab ihr einen Kuss auf die Schläfe. "Du weißt, dass jetzt schwere Zeiten auf uns zukommen. Voldemort ist stärker denn je und er hat bereits das Ministerium unter seiner Kontrolle. Wir müssen jetzt sehr vorsichtig sein", sagte ihr Vater. Y/N nickte. "Habt ihr einen Plan?", wollte sie wissen. Ihr Vater sah kurz zu ihrer Mutter, diese nickte kurz, und ihr Vater setzte sich neben sie. "Wir werden mit dem Orden alles versuchen, um einen Weg zu finden, um Voldemort zu Fall zu bringen", erklärte ihr Vater. "Ich muss auch mit euch reden", fing sie an und erzählte ihren Eltern von ihrem Plan...

Draco Malfoy x Reader / Gedanken*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt