Einige Tage zuvor...
Draco stand in der Reihe zwischen seinem Vater und seiner Mutter.
"Wir haben Informationen erhalten, dass Harry Potter und seine Freunde sich bei den Weasleys aufhalten. Kümmert euch darum, aber der Junge muss am Leben bleiben. Die andere Hälfte kümmert sich um das Ministerium. Tötet jeden, der mich in Frage stellt", gab Voldemort seinen Todessern die Aufgabe.
Bellatrix meldete sich zu Wort.
"Sollen die anderen sterben,
My Lord?"
"Was mit den anderen passiert, ist mir egal. Ich will den Jungen, und zwar lebendig", sagte Voldemort und verließ den Salon, stets begleitet von seiner Schlange Nagini.
Die Todesser bewegten sich erst, als der dunkle Lord endgültig aus dem Salon gegangen war.
Bellatrix kam auf ihren Neffen zu und lachte auf:
"Na, Draco. Bist du bereit, später ein bisschen Chaos zu verbreiten?"
"Bella", rollte Narzissa mit den Augen.
"Was denn, Schwesterherz? Hast du etwa Angst um das kleine Baby?", höhnte Bellatrix.
"Treib es nicht zu weit, liebe Schwägerin. Du willst mich doch nicht etwa zum Feind haben", drohte Dracos Vater.
"Ich habe keine Angst", mischte sich Draco ein und zog somit die Aufmerksamkeit auf sich.
Bellatrix lachte amüsiert auf.
Narzissa legte ihre Hand auf die Schulter ihres Sohnes.
"Ich bin dabei", sprach er mit fester Stimme.
"Hervorragend", sagte Bellatrix. „Wo willst du denn mitmachen? Im Ministerium oder bei Potter?"
"Bei Potter. Dann kann ich mich bei einigen Mitschülern rächen", grinste Draco hinterhältig.
Er widerte sich selbst an. Draco wusste, dass er dieses Spiel mitspielen musste.
Also musste er zu Harry und vor allem hoffte er, Y/N wiederzusehen.
Seit er Hogwarts verlassen hatte, musste er sehr oft an sie denken. Vor allem an den Moment, als sie ihm das letzte Mal in die Augen sah und ihre Hand auf seine Wange gelegt hatte.
Draco hatte versucht, so lange wie möglich, das dunkle Mal hinauszuzögern.
Voldemort hatte sich von Snape überzeugen lassen, dass Snape die Beherrschung gegenüber Dumbledore verloren hatte und Draco deshalb Dumbledore nicht umgebracht hatte.
Außerdem war Snape sein Patenonkel, und es war verständlich, dass er ihn beschützen würde.
"Dann erwarte ich dich in zwei Stunden aufbruchbereit", sagte Bellatrix und verschwand.
"Du musst das nicht tun", sagte Narzissa an ihren Sohn gewandt.
"Doch, Mutter. Ich muss", sagte er und drückte kurz ihre Hand.
"Entschuldige mich bitte", sagte Draco und ging in sein Zimmer.
Draco bekam auf dem Weg zu seinem Zimmer mit, wann die ersten Todesser das Ministerium stürmen wollten.
Draco wartete eine gewisse Zeit ab.
Einer der Elfen richtete Draco aus, dass Bellatrix ihn in 10 Minuten sehen möchte und er bis dahin fertig sein sollte.
Draco fuhr sich über sein Gesicht.
Er dachte nach. Die Todesser würden alles in Schutt und Asche hinterlassen.
Dann fiel ihm die Feder ein.
Er suchte sie in der Schublade aber fand sie nicht.
Dann sah er im Kleiderschrank nach, aber auch dort fand er sie nicht.
Als Letztes sah er im Badezimmer zwischen den Handtüchern nach.
"Ja", freute er sich, als er sie fand.
Er holte sie raus. "Was soll ich jetzt schreiben, damit sie es ernst nimmt?", fragte er sich selbst.
Dann schrieb er drauf los, denn er hatte keine Zeit mehr.
"Ich weiß, dass du mich hasst, aber falls du im Fuchsbau bist, musst du sofort von da verschwinden."
"Hoffentlich hört sie darauf", sagte er laut und versteckte die Feder wieder.
Dann nahm er seine Maske und verließ sein Zimmer.
Unten im Salon warteten bereits einige Todesser auf ihn. Darunter auch seine Tante.
"Dann wollen wir sie mal vernichten", sagte Bellatrix und lachte gestört drauf los.
Draco spannte sich an.
Die Todesser stiegen auf das Lachen von ihr ein.
Dann ging es los, und sie apparierten nacheinander.
Draco atmete tief ein und aus und apparierte schließlich.
Er kam in der Nähe des Fuchsbaues an. Auf einem Berg.
Man sah von hier aus das große weiße Partyzelt.
Dracos Herz fing an zu rasen.
Einerseits hoffte er, dass Y/N seine Warnung ernst genommen hatte und nicht mehr hier war. Andererseits wollte er sie sehen. Sehen, ob es ihr gut ging.
Die Todesser flogen in ihrer rauchigen Gestalt los.
Draco folgte ihnen und sah sich von oben erst mal um.
Einer der Todesser feuerte einen Fluch auf das Zelt, und das Zelt flog auseinander.
Einige Menschen flogen ebenfalls aus dem Zelt.
Viele von ihnen waren kurz darauf verschwunden. Sie waren disappariert.
Draco sah Harry. Er schüttelte den Kopf. "Nein, nein, nein", sagte er leise.
Wenn Harry, Hermine und Ron hier waren, würde Y/N auch nicht weit sein.
Er suchte nach ihr und sah sie schließlich.
Doch nicht weit von ihr entfernt erschien Bellatrix. Draco setzte die Maske auf, dann flog er in seiner rauchigen Gestalt so schnell er konnte und behielt dabei seine verrückte Tante im Auge.
Er fixierte Y/N, die gerade in ihre Richtung lief.
Bellatrix hob ihren Zauberstab, und Draco flog mit voller Kraft auf Y/N zu.
Schließlich bremste er kurz ab, denn er wollte nicht so heftig mit ihr zusammenstoßen, sodass er ihr weh tat.
Kurz danach lag er über ihr.
"Danke", sagte sie dankbar, bevor sie Draco ansah.
"Runter von mir", schrie sie und versuchte, sich zu wehren, aber Draco hielt sie an den Handgelenken fest und sie wurde von seinem Körpergewicht in den Rasen gedrückt. Dieser Körperkontakt machte ihn irre.
Würde sie seine Stimme erkennen?
Würde sie spüren, dass er hier war?
"Ich tue dir nichts", sagte Draco und überlegte, seine Stimme zu verstellen, aber er tat es nicht. Er wollte sehen, wie Y/N auf ihn reagierte. Denn eins wurde ihm klar. Er vermisste sie. Als sie nichts sagte und ihn nur musterte, sprach er weiter.
"Ich habe dir gesagt, dass ich dich beschützen werde. Allerdings hatte ich erwartet, dass du meine Warnung ernster nehmen würdest."
Sie starrte ihn regungslos an.
"Ich habe keine Warnung erhalten", ertönte ihre Stimme. Draco war nicht entgangen, dass der Rhythmus ihres Atmens sich verändert hatte.
Das konnte nicht sein. Draco war sich sicher, dass nur er allein den Zauber aufheben konnte.
"Ich konnte den Zauber brechen", sprach sie weiter, während Draco sie einfach nur ansah.
"Jetzt lass mich los oder willst du mich umbringen. Du bist doch einer von den Todessern, oder nicht?", fragte sie. Es tat weh. Glaubte sie das wirklich?
Draco nahm die Maske ab und beugte sich zu ihr runter.
"Du weißt, dass ich dir niemals wehtun würde, oder?", sprach er eindringlich.
Die Todesser kämpften mit den Ordensmitgliedern.
Es tobte ein Kampf um die beiden herum, aber niemand achtete auf Draco und Y/N.
Y/N überging seine Frage und meinte: "Beweise es und lass mich gehen."
Er sah ihr tief in die Augen. Sie war so wunderschön. Er verlor sich für einen kurzen Moment in ihren Augen. Doch dann ließ er von ihr ab und stand auf.
Pass auf dich auf", sagte er mit rauer Stimme, dabei war er sich ebenfalls sicher, dass sie gut auf sich selbst aufpassen konnte. Er sah sie mit einem intensiven Blick an, bevor er zu schwarzem Nebel wurde.
Er griff einige der Todesser aus einer gewissen Entfernung an, die versuchten, ihr wehzutun. Natürlich tat er das unbemerkt.
Aus einer sicheren Entfernung beobachtete er sie und sah, wie sie mit Harry, Ron und Hermine disapparierten.
Sie hatte es geschafft.
Seine Arbeit hier war getan.

DU LIEST GERADE
Draco Malfoy x Reader / Gedanken*
Fanfiction(Y/NN = dein Nachname) Y/N (your Name/ dein Name)ist aus verschiedenen Gründen zuhause unterrichtet worden, bis ihre Eltern zusammen mit Dumbledore entschieden haben, dass sie nach Hogwarts gehst. Dort ist sie im 5.Jahrgang mit Harry,Ron,Hermine un...