Kapitel 37 🌷

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"Harry, was machen wir jetzt?“, fragte Ron panisch.
Das Feuer hatte sie umzingelt.
Draco hatte sich unbewusst aus dem Instinkt heraus vor Y/N gestellt.
"Ich bin zu schön zum Verbrennen“, jammerte Blaise.
"Was ist das für ein Feuer? So etwas habe ich noch nie gesehen“, fragte Harry und sah automatisch zu Hermine.
"Ich weiß nicht immer alles“, entgegnete sie.
Alle Köpfe flogen überrascht zu ihr.
"Was ist?“, sagte sie und verzog ihr Gesicht.
Y/N sah sich etwas um und erblickte einige Besen.
Vier Stück, um genau zu sein.
"Wir müssen hier irgendwie raus“, sagte Ron wieder.
"Hier, fang!“, sagte Y/N und warf einen Besen zu Ron.
Ron fing ihn auf und grinste.
"Du bist ein Genie“, lobte Ron.
Blaise verteilte den Rest der Besen.
Harry und Blaise flogen alleine.
Während Y/N bei Draco hinten drauf saß und Hermine bei Ron.
Alle vier Besen schossen in Richtung der Tür, die wieder erschienen war.
Y/N klammerte sich fest an Draco und drückte ihr Gesicht an seinen Rücken.
Draco war angespannt.
Die Tür fing langsam an, sich zu schließen, aber die sechs Schüler schafften es locker, durch die Tür zu fliegen.
Dabei landeten sie allerdings etwas unsanft auf dem Boden, aber sie konnten sich sicher abrollen.
Das Diadem lag auf dem Boden, und Harry griff schnell danach.
Ron schrie: "Harry!“ und warf ihm einen Zahn vom Kiefer des Basiliskenskeletts aus der Kammer des Schreckens zu.
Harry zögerte keine Sekunde und stach mit dem Zahn auf das Diadem ein.
Es stieg ein Wirbel auf dem Diadem auf und wollte Harry angreifen.
Doch Ron reagierte schnell und trat das Diadem durch die Tür in das Feuer im Raum der Wünsche.
Dann schloss sich die Tür sofort.
Draco hatte seine Arme schützend um Y/N gelegt und war mit ihr zusammen in Deckung gegangen.
Hermine und Blaise waren ebenfalls in Deckung gegangen.
Langsam löste Draco seine Arme von Y/N und sah sie an.
Sie hatte einige Schrammen und Asche im Gesicht.
"Hey. Geht's dir gut?“, fragte er sanft.
Sie sah auf und lächelte leicht.
"Ja, danke, und dir?“, fragte sie nach.
Draco stand auf und half ihr auf.
"Draco? Alles gut?“, ertönte Blaise Stimme.
"Ja, bei dir?“, fragte Draco, und sie kamen aus der Deckung raus.
Draco und Harry nickten sich zu.
Hermine und Ron hielten sich an den Händen.
"Voldemort wollte aus irgendeinem Grund das Diadem haben“, sagte Draco in die Runde.
"Was bei Salazar war das?“, fragte Blaise.
"Das ist jetzt eine zu lange Geschichte, um sie zu erklären“, ging Harry darauf ein.
"Draco, hat Voldemort seine Schlange dabei?“, fragte Y/N.
"Ja, wieso?“, antwortete Draco.
"Sie ist der letzte Horkrux“, erklärte Harry.
"Hork-was?“, fragte Blaise, und Draco wusste auch nicht, wovon sie sprachen.
Hermine kramte in ihrer Tasche. Sie holte weitere Zähne raus und verteilte diese.
"Wir müssen die Schlange damit töten. Nur so kann Harry Voldemort töten“, sie hielt einen Zahn Draco hin.
Alle Blicke lagen auf ihm.
"Bist du dabei?“, fragte Ron.
Er nahm ihr den Zahn ab.
"Worauf du dich verlassen kannst“, meinte Draco, und Y/N lächelte.
Blaise nahm ebenfalls einen Zahn an und meinte: "Dann legen wir mal los.“
Plötzlich ertönte die Stimme von Voldemort.
Er hatte seine Todesser zurückgezogen und Harry eine Stunde Zeit gegeben, sich ihm im verbotenen Wald zu stellen, andernfalls würde er keine Gnade haben und jeden, der sich ihm in den Weg stellen würde, umbringen würde.
"Harry, nein!“, sagte Ron sofort.
"Ich habe keine Wahl. Am besten verhaltet ihr euch ruhig und unauffällig“, sagte Harry an Draco und Blaise gerichtet.
"Voldemort soll weiter denken, dass ihr auf seiner Seite steht. Sonst wird er euch umbringen“, sagte Harry.
"Du hast recht“, stimmte Draco zu.
"Passt gut auf euch auf“, sagte Draco, und Harry nickte.
Draco und Blaise apparierten aus dem Schloss.
Die anderen liefen zwischen den Trümmern bis zur großen Halle.
Dort waren alle versammelt.
Die Verletzten wurden geheilt.
Leider hatte der Kampf jetzt schon einige Opfer gefordert.
Schüler, Lehrer und einige Ordensmitglieder lagen umzingelt von ihren Freunden und Familienmitgliedern.
Sie trauerten und weinten.
Sie sahen bekannte Gesichter.
Bis sie auf die Weasleys trafen.
Sie standen um einige herum.
Als Harry, Ron, Hermine und Y/N näher kamen, sahen sie, um wen es handelte.
Sie erkannten ihren Professor Lupin und seine Frau Tonks. Sie lagen tot nebeneinander.
Als die Weasleys allerdings Y/N sahen, machten sie einen Schritt zur Seite und ermöglichten ihr einen Blick.
Y/N sah sie an und merkte, dass sie weinten. Molly und Ginny ganz besonders.
Als ihr Blick zwischen ihnen auf dem Boden fiel, riss sie ihre Augen auf und schlug ihre Hände über ihren Mund.
Sofort stiegen ihr die Tränen in die Augen. Sie stürzte nach vorne und beugte sich über ihren Vater.
"Nein, nein, nein“, weinte sie.
"Es tut uns so leid“, flüsterte Molly.
Sie sah auf, und ihr Blick traf direkt auf ihre Mutter.
Sie lag neben ihrem Vater, und beide hatten ihre Hände fest miteinander verschränkt.
"Nicht ihr beide!“, schrie sie schmerzhaft aus.
Sie sprang auf die andere Seite und legte ihr Gesicht auf die Brust ihrer Mutter. Sie weinte bitterlich.
Hermine fing bei diesem Anblick auch an zu weinen.
Sogar Harry und Ron hatten Tränen in den Augen.
Sie stand nach einer Weile auf und ging auf Harry zu.
Y/N wischte sich die Tränen weg und meinte: "Wenn du Voldemort nicht umbringst, werde ich es tun.“
"Beruhige dich, Liebes“, meinte Molly und legte ihren Arm mütterlich um sie.
Bei genauerem Hinsehen bemerkte Y/N, dass die Körper ihrer Eltern unversehrt waren.
Sie hatte demnach den Verdacht, dass sie mit dem Todesfluch getroffen wurden.
Y/N sah sich etwas um und konnte Harry, Ron und Hermine nicht mehr sehen.
Sie waren gegangen und hatten sie alleine in der großen Halle gelassen.
Wirklich alleine war sie nicht, denn alle anderen Weasleys waren für sie da und umarmten sie.
Y/N schwor sich, Rache zu nehmen.
Sie wusste zwar nicht, wer ihre Eltern umgebracht hatte, aber das würde sie noch herausfinden, sofern sie den Krieg überlebte.

Draco Malfoy x Reader / Gedanken*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt