„Hier, etwas zu trinken."
Skylar kam mit einem großen Glas Wasser und überreichte es mir. Dankend nahm ich es an und trank den gesamten Inhalt mit einem Mal leer. Nachdem ich zwei ganze Tage in dieser Zelle saß, war ich ziemlich dehydriert gewesen. Und einen riesigen Hunger hatte ich auch, doch ich wollte sie nicht zu sehr belästigen. Immerhin haben sie dank mir schon genug zu tun gehabt.
„Wie geht es Chase?", wollte ich nach einiger Zeit der Stille wissen und schaute sie an. Sie war die Einzige, die hier war. Oliver und Kaz versuchten ihm zu helfen, während Bree und Mr. Davenport nicht von seiner Seite wichen.
„Ich denke er schafft es, keine Sorge."
Ich nickte. Ziemlich zuversichtlich sah sie nicht aus.
Ich schaute auf mein Bein. Da sich alle um den Notfallpatienten kümmerten, hatte sich das noch keiner angesehen. Ich hatte ihnen vorgeschlagen einfach in ein Krankenhaus zu gehen, doch aus irgendeinem Grund bestanden sie darauf, mich hier zu behalten. Was der Grund dafür war, war mir rätselhaft. Erst recht nachdem sie mich quasi rausgeworfen hatten.
„Auch das bekommen sie hin. Kaz und Oliver haben viel dazu gelernt", lächelte Skylar mich sanft an und setzte sich neben mich auf die Wohnzimmercouch auf der wir uns befanden.
„Das bezweifle ich gar nicht. Ich verstehe nur den Grund nicht, warum sie es tun wollen."
Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten, wobei es keine richtige Antwort war, sondern ehr eine Ausrede.
„Die Beiden haben ihre Gründe."
Ich nickte einfach nur. Ich schätze, wenn ich mit diesen Menschen was zu tun haben wollte, dann musste ich akzeptieren, dass sie Geheimnisse vor mir hatten. Und da sie geheimnisvolle Kräfte haben, kann ich ihnen das auch nicht verübeln. Es ging wahrscheinlich um ihre eigene Sicherheit.
„Skylar?"
Sie schaute fragend zu mir.
„Wieso wolltet ihr mich loshaben?"
Ich wusste nicht, ob ich eine Antwort darauf bekommen würde, doch zu meiner Überraschung, ging das Mädchen neben mir auf die Frage ein und schien sogar ziemlich ehrlich dabei.
„Weißt du, wir haben mit vielen gefährlichen Personen zu tun, die uns oder jemand anderem schaden wollen, und die Ex-Freundin von Chase gehörte zu diesen Personen. Seither sind wir ziemlich vorsichtig geworden, was neue Freundschaften angeht."
Ich nickte erneut, fügte aber noch hinzu: „Kann ich verstehen."
Plötzlich hörte ich das Holz der Treppe knarzen. Kurz darauf sah ich wie Kaz die Treppe runter rannte.
Sofort hatte er unsere ganze Aufmerksamkeit, was ihm nicht entging. Breit grinsend wandte er sich an uns und verkündete die freudige Neuigkeit.
„Er ist aufgewacht. Ihm geht es gut!"
Ein breites Lächeln überzog mein Gesicht.
Ich war so froh darüber. Auch wenn Chase und ich vielleicht nicht den besten Start hatten, so sehr hasste ich ihn dann doch nicht. Ich freute mich, dass es ihm wieder einigermaßen gut ging und Besserung in Aussicht war.
„Ich schaue mal nach ihnen", sagte Skylar kurz und verschwand mit ihrer Supergeschwindigkeit in dem oberen Stockwerk.
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Zwischen Bionic und Superkräften
FanficJuna ist neu in Centium City. Da sie von nun an im Daventower wohnt, lernt sie direkt auch ihre neuen Nachbarn kennen. Eine Bande junger Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Kaum hatte sie sich mit Kaz angefreundet, hatte sie es mit Superschurke...