"Ich muss es ihr sagen," dachte er.
"Was sagen?" fragte Y/N laut, sie hatte seine Gedanken klar und deutlich wahrgenommen.
"Hallo, wo seid ihr denn?" rief jemand laut. Es war Harry.
"Ginny, ich habe dir doch gesagt, dass das eine dumme Idee war. Was ist, wenn etwas passiert ist?" fuhr Harry Ginny an.
"Ach, hör auf, Harry. Was soll denn schon passieren?" Die Stimmen kamen näher.
"Du weißt doch ganz genau, dass Y/N... Oh," Ginny stockte, als sie Draco und Y/N im Zimmer stehen sah.
"Dann gehe ich mal," sagte Draco, und Y/N stimmte ihm zu.
"Das war echt mies von dir, Ginny"
Y/N warf ihr einen wütenden Blick zu.
Harry kam auch herein und murmelte kurz: "Oh je."
Draco ging an Harry vorbei und drohte: "Tu das nie wieder!" Er zeigte auf Ginny. Draco folgte seinem Blick und schüttelte den Kopf. Dann sah er kurz zu Y/N und verließ den Raum.
"Ich werde zurück nach Amerika gehen," informierte Y/N die beiden und verschwand mit einem Apparieren. Diesmal hatte es geklappt. Sonst wäre es peinlich geworden.
"Aber Y/N," versuchte Ginny sie aufzuhalten, aber ohne Erfolg. Sie war schon weg.
Harry warf Ginny einen "Ich-hab's-dir-doch-gesagt"-Blick zu. "Ja, ja," murmelte sie nur und ging. Harry seufzte laut auf und folgte ihr.
...
Draco lief in seinem Schlafzimmer auf und ab. Er fuhr sich durch die Haare und dachte an ihren Duft. Die Weasleys und Potter waren zur denkbar ungünstigsten Zeit zurückgekehrt. Er hatte ihr gerade sagen wollen, dass er keine Beziehung mit Astoria führte. Vor allem wollte er ihr ihren Ring zurückgeben. Y/N hatte einen Schlussstrich gezogen. Draco fragte sich dennoch, wie der Satz der Weasley geendet wäre.
Seine Mutter klopfte an seiner Tür.
"Ja," sagte er knapp und blieb stehen.
"Draco, mein Lieber. Wo bist du gewesen?" fragte seine Mutter.
"Ich musste etwas erledigen," sagte er knapp und wich der Frage aus.
"Wirst du zum Abendessen zu Hause sein?" fragte Narzissa, und Draco nickte. Seine Mutter fühlte sich immer einsamer. Als Draco eine eigene Villa gekauft und eingerichtet hatte, dachte sie, er würde sie verlassen. Doch Draco war öfter im Manor als in seiner Villa. Genau aus diesem Grund, um seine Mutter nicht ganz allein zu lassen.
Sie wollte das Manor nicht verlassen. Deshalb kam er so oft er konnte zu ihr. Manchmal schlief er in seiner Villa. Zwischen seiner Firma, seiner Villa und dem Malfoy Manor pendelte er also hin und her.
Als seine Mutter gerade gehen wollte, wurde sie von seiner Stimme aufgehalten.
"Ich stimme der Hochzeit mit Astoria zu," sagte er kurz.
Narcissa hatte ihn oft danach gefragt und immer geschwärmt, wie toll Astoria sei. Vor allem, weil sie aus ihren Reihen kam, obwohl das inzwischen keine Rolle mehr spielte. Narcissa ließ ab und zu durchblicken, dass sie Draco's Hochzeit vor ihrem Tod miterleben und vor allem Großmutter werden wollte.
"Das freut mich sehr, mein Junge," lächelte Narcissa glücklich. Dann verließ sie das Zimmer.
Draco fuhr sich über das Gesicht. Er mochte Astoria. Sie war schön, und sie hatten viel Spaß zusammen. Also, warum nicht?
Draco ging zu seinem Bett und holte eine Schachtel hervor. Dann ging er in das Arbeitszimmer, das er sich im Manor eingerichtet hatte.
Er zog die Schreibtischschublade auf und nahm ein Pergament heraus. Dann öffnete er das Tintenfass und tauchte die Feder in die Tinte. Bevor er anfing zu schreiben, hielt er inne und sah zur Schachtel. Er legte die Feder nieder und zog die Schachtel zu sich. Draco öffnete sie und holte eine weitere Schachtel heraus. Es war die Feder. Dazu nahm er den Ring aus seiner Hose und legte ihn zu der Feder. Er schrieb einen kurzen Brief und faltete ihn so zusammen, dass er in die Schachtel passte.
Er verschloss die Schachtel sorgfältig und ging zum Fenster. Er pfiff kurz, und kurz darauf kam eine Eule angeflogen. Er band die kleine Schachtel an ihr Bein und sie flog davon.
Y/N war gerade aus der Dusche gekommen, als eine Eule durch das offene Fenster flog.
"Oh, wer bist du denn, du hübsches Ding?" fragte sie und nahm das kleine Päckchen entgegen.
Y/N wollte ihr etwas Wasser anbieten, aber die Eule verschwand sofort wieder aus dem Fenster.
Y/N wickelte sich ihren Bademantel etwas fester um und setzte sich mit dem Päckchen auf das Bett. Sie öffnete das Päckchen und nahm das zusammengefaltete Pergament heraus. Y/N entdeckte die kleinere Schachtel, und sie kam ihr bekannt vor. Sie faltete das Pergament auf und las.[..Für deine Zukunft wünsche ich dir
alles Gute. Ich werde keinen Kontakt
jeglicher Art zu dir suchen.
Die Gelegenheit dir den Ring
persönlich zugeben habe ich immer
wieder verpasst.
Damit du weißt,dass ich es ernst
meine, habe ich meine Feder
dazugelegt.
Ich habe nach 6 Jahren endlich
verstanden,dass ich nach vorn sehen
muss. Ohne dich.
Leb wohl und mach es gut!
-Draco Malfoy..]Y/N runzelte die Stirn und öffnete die Schachtel. Er hatte nicht gelogen. Die Feder und der Ring waren in der kleinen Schachtel. Sie nahm den Ring heraus, und ihr schossen Tränen in die Augen. Den Ring hatte sie von ihren Eltern bekommen. "Er hatte ihn die ganze Zeit?" fragte sie sich laut. Sie dachte an die Zeit zurück in Hogwarts. Selbst während der Schlacht war er für sie da, in dem kleinen Raum des Geheimgangs. Sie hatte ihm Unrecht getan. Das war ihr jetzt klar geworden. Sie nahm die Feder und legte sie zu ihrer Feder. Sie las den Brief erneut und blieb bei den Worten "Ohne dich" hängen. Sie dachte an die Umarmung im Grimmauldplatz zurück. Es hatte sich so gut angefühlt. Draco wollte sie dazu ermutigen, wieder nach London zu ziehen. Konnte sie das? Einfach so?
Y/N zog sich an und ging zum Friedhof, um das Grab ihrer Eltern zu besuchen. Obwohl sie erst vor einigen Wochen hier gewesen war, sah das Grab frisch aus. Jemand hatte ihren Blumenstrauß wieder aufgefrischt und einen weiteren Blumenstrauß niedergelegt.
Y/N setzte sich auf ihren gewohnten Platz und erzählte ihren Eltern von ihren Gedanken, Sorgen und Ängsten. Nachdem sie von den letzten Geschehnissen und dem Brief erzählt hatte, stellte sie sich eine Frage.
"Was soll ich jetzt tun, Mama?"
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Draco Malfoy x Reader / Gedanken*
Fanfiction(Y/NN = dein Nachname) Y/N (your Name/ dein Name)ist aus verschiedenen Gründen zuhause unterrichtet worden, bis ihre Eltern zusammen mit Dumbledore entschieden haben, dass sie nach Hogwarts gehst. Dort ist sie im 5.Jahrgang mit Harry,Ron,Hermine un...