Adam Po.VIch zog mich von der Frau zurück, die ich an der Küchenkante genommen hatte, und zog meine Hose wieder hoch. „Zieh dich an und verschwinde", zischte ich und schloss meinen Gürtel. „Gibt es keine zweite Runde, Herr Medici?" Sie griff nach ihrem Kleid, doch ich schnappte meine Waffe von der Kante und zielte auf sie. „Verpiss dich, sonst siehst du die Sonne nie wieder", drohte ich. Sie zog hastig ihr Kleid an und rannte aus dem Haus.
„Amor, wieso Amor?" murmelte ich, als ich mein Whiskeyglas leertrank. „Adam? Bist du da?" hörte ich Skye fragen. „Ja, Skye, ich bin noch da", antwortete ich, während sie zusammen mit Lorenzo mein Wohnzimmer betrat. Lorenzo nahm mir die Whiskeyflasche aus der Hand. „Adam, das muss aufhören", sagte er. „Du hast mir nichts zu sagen. Geht einfach", erwiderte ich und setzte mich auf meinen Sessel, während ich aus dem Fenster starrte.
„Zoe würde dich nicht so sehen wollen, Adam. Du zerstörst nur dein Leben. Du musst endlich Frieden mit dir selbst finden. Es ist schon fast acht Monate her, und jeden Tag betrinkst du dich Tag und Nacht. So kann es nicht weitergehen", sagte Lorenzo. Ich blickte zu Skye und stand wütend auf. „Zoe wollte mich gar nicht sehen. Sie ist mit dem Glauben gestorben, dass ich ihr und ihrer Familie weh tun wollte. Skye, ich habe die Frau verloren, die mir beigebracht hat, was Liebe ist. Ich werde nie Frieden mit mir selbst finden, denn es ist meine Schuld – nur meine."
Ava Po.V
Ich rief Matteo, Alessio und Elena zu mir nach Hause. Wir setzten uns ins Wohnzimmer und schwiegen. „Mama, wieso hast du uns hergerufen?" fragte Matteo und brach die Stille. „Es sind fast acht Monate vergangen. Ich wollte wirklich in Italien bleiben, weil es Zoe hier so gefallen hat. Doch ich halte es hier nicht mehr aus. Ich bin alleine, also will ich nach Amerika zurückkehren. Aber ich möchte, dass ihr alle mitkommt und das Leben hier hinterlasst." Ich sah, wie sich Tränen in Elenas Augen sammelten. „Wir alle müssen weiterleben, egal wie sehr es weh tut. Wir müssen nach Amerika, dorthin gehört unsere Familie – meine Brüder, deine Eltern, Alessio, und ich will auch mit meiner Tochter Elena dort sein. Du gehörst definitiv zur Familie, ebenso wie mein Sohn Matteo." Elena brach in Tränen aus. Ich stand auf, ging zu ihr und nahm sie in die Arme. „Du hast recht, wir müssen zurück. Wir gehen zurück, was auch immer dich glücklich macht, Mama." Ich nickte dankbar Matteo zu, der stolz versuchte, seine Tränen zurückzuhalten. Alessio starrte auf den Boden und sagte kein Wort. Ich war mir sicher, dass er dagegen war.
„Ich bleibe hier. Zoe liebte Sizilien. Der Mann, den sie liebt, ist hier. Ihr letzter Atemzug war in dieser Stadt, hier wollte sie sein. Ich lasse sie nicht alleine zurück. Adam braucht jemanden hier. Egal, was passiert ist, ich würde genau dasselbe tun, wenn es um meine Frau ginge. Er hat das Richtige getan. Ich bleibe bei ihm und jage Hugo. Es ist mir egal, ob ich dabei sterbe." Ich schüttelte den Kopf. „Sag das nie wieder! Ich kann keine Toten mehr sehen. Ich kann keinen mehr begraben. Alessio, Zoe würde das nicht wollen! Sie ist jetzt glücklich, es geht ihr gut mit Ash und Isaac da oben. Also lass es sein." Meine Stimme wurde lauter, doch Alessio war unbeeindruckt. „Ava, ich diskutiere das nicht. Wollt ihr gehen? Dann geht bitte. Ich bleibe hier." Er stand auf und verließ das Haus. „Mama, lass ihn. Er weiß, was er tut. Ich buche dir den Jet nach Amerika. Wir kommen nach", sagte Matteo. Ich nickte leicht. „Passt auf euch auf. Elena, ich überlasse dir meine Jungs."
Alessio Po.V
Ich verließ das Haus von Ava, stieg in mein Auto und fuhr zurück zu meiner Wohnung. Dort holte ich mir ein Glas Whiskey und setzte mich im Dunkeln hin. Es dauerte nicht lange, bis ich die Tür auf- und wieder zuschlagen hörte. Ich spürte Elenas Hände auf meinen Schultern und beugte meinen Kopf etwas nach hinten. „Alessio, trink nicht", flüsterte sie und setzte sich neben mich. „Nur ein Glas, Baby. Ich muss runterkommen", antwortete ich und nahm einen Schluck.
„Sie fehlt mir, Elena. Verdammte Scheiße, sie war mein kleines Mädchen. Sie sollte nicht sterben – nicht so. Sie hat es nicht verdient, Elena, nicht sie", sagte ich. Elena legte ihre Hand um mich und zog mich zu sich. Ich legte meinen Kopf auf ihre Oberschenkel. „Sie fehlt mir auch, Baby. Aber Ava hat recht. Wir müssen langsam abschließen. Zoe ist weg, Alessio. Sie ist von uns gegangen." Ich spürte eine Träne auf meiner Wange und sah zu ihr hoch. „Das werde ich erst tun, nachdem Hugo unter der Erde begraben ist", sagte ich entschlossen. Elena rollte die Augen und atmete schwer aus. „Ich kann dich nicht verlieren, Alessio", sagte sie mit einer zerbrechlichen Stimme. „Du fliegst mit Ava nach Amerika zu meinen Eltern, und ich komme nach. Das verspreche ich." Sie schüttelte den Kopf. „Ich will, dass unser Baby mit seinem Vater aufwächst." Als sie das sagte, weiteten sich meine Augen. „D-Du bist schwanger?" fragte ich sie. Sie nickte schwach lächelnd. „Ich komme zurück zu euch, das verspreche ich. Unser Baby wird mit seinem Vater an deiner Seite geboren und mit ihm aufwachsen. Doch ich muss erstmal etwas für Zoe erledigen." Ich legte meine Hände auf ihre Wangen, zog sie leicht zu mir herunter und gab ihr einen Kuss. „Ich liebe dich."
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Amor✔️
RomansaWurde überarbeitet! Ich habe schon immer das perfekte Leben geführt. Ich habe die halbe Welt mit meinen Freunden bereist und unzähligen Spaß gehabt. Doch alles hat sich verändert, als die Wahrheit ans Licht kam - als ich in seinen Augen die Realität...