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**4 Monate später**

Zoe Po.V

„Hast du herausgefunden, wer mich damals angegriffen hat?" fragte ich Federico, als ich mich flüsternd an ihn näherte. „Ja, es war einer von Hugos Männern", antwortete er. Ich setzte mich geschockt zurück. „Wie hat er mich gefunden, Federico?! Verdammt nochmal, ich habe einen Sohn jetzt. Ich kann das alles nicht nochmal durchmachen", rief ich zitternd.

„Beruhig dich erstmal. Der Kleine schläft. Ich weiß wirklich nicht, was wir tun sollen, Zoe. Ihr seid in Gefahr. Er spielt wieder sein Spiel... Du musst wieder auftauchen, zu deiner Familie gehen, bevor Hugo es erfährt. Dann sehen wir weiter", erklärte Federico.

„Wie soll ich wieder vor meiner Familie auftauchen? Die werden einen Schock bekommen und mich hassen. Ich kann nicht einfach so mit Roman auftauchen", schüttelte ich den Kopf. Federico setzte sich neben mich und sah mich an. „Zoe, ich schaffe es nicht alleine, euch zu beschützen. Wir müssen zurück, damit ihr sicher seid." Er legte seine Hand auf meinen Oberschenkel, und ich versuchte, meinen Atem zu regulieren. Seit der Geburt von Roman hatte ich immer wieder Panikattacken: Angst, meinen Sohn zu verlieren, Angst, meiner Familie zu begegnen, Angst, Adam von seinem Sohn zu erzählen.

„Beruhig dich, tief ein- und ausatmen, Zoe", sagte Federico immer wieder. „Ich... ich kann nicht, Fede. Ich... ich krieg keine Luft." Ich spürte, wie seine Hände auf meine Schultern wanderten und er mich zu sich umdrehte. „Schon gut. Denk nur an Roman, der oben ruhig schläft. Er ist schon vier Monate alt und sieht dir so ähnlich. Er ist der schönste Junge." Ich legte meinen Kopf auf Fedes Schulter und schloss leicht die Augen. „Danke", antwortete ich, bevor ich mich beruhigte. Federico sah mich an und legte dann seine Lippen auf meine. Für einen kurzen Moment erwiderte ich den Kuss, zog mich jedoch schnell zurück. „Mach das nicht, Federico. Es gibt nur einen Mann in meinem Leben, der Anspruch auf mich hat, und das ist Adam. Es wird auch so bleiben, egal ob ich mit ihm zusammen bin oder nicht."

Er nickte und stand auf. „Ich sehe nach Roman und buche uns dann den nächsten Jet nach Sizilien."

Adam Po.V*

Heute ist der Tag, an dem wir alle Gerechtigkeit bekommen – Gerechtigkeit für jeden, den wir verloren haben. Heute werde ich Hugo mit 30 Kugeln durchlöchern, ohne auch nur einmal zu blinzeln. „Alessio, du gehst rechts ran. Matteo, du gehst links. Ich gehe durch die Eingangstür. Laut den Insidern sind nur drei Wachen da. Schaltet sie aus und dann wird es Zeit für Hugo", wies ich sie an. Beide nickten, wir teilten uns auf. Ich zog meine Waffe und schlich langsam durch die Tür. Ich sah mich nach links und rechts um und erschoss den ersten Wachen am Kopf. Ich ging durch einen Gang und öffnete die erste Tür. Hugo saß auf seinem Sessel mit einer Waffe vor ihm und starrte mich an. „Hat länger gedauert, als ich dachte", sagte er und lächelte.

Keine zwei Sekunden später kamen Alessio und Matteo ebenfalls herein. „Wollt ihr mich jetzt umbringen?" fragte Hugo und nahm seine Waffe in die Hand. „Der Teufel erwartet dich schon, Hugo", zischte ich und zielte mit meiner Waffe auf seinen Kopf. „Nein, was, wenn ich etwas habe, das ihr alle so gerne wollt?" Er grinste. Ich lachte. „Du hast schon alles bekommen. Es ist Zeit für dich." Er schüttelte den Kopf. „Zoe ist am Leben." Ich legte meine Waffe auf seinen Schreibtisch und schlug mit aller Kraft meine Hände darauf. „Hör auf mit den Spielchen!", rief ich, doch er lachte nur.

„Es ist kein Spielchen, Adam. Ich kann dir alles sagen, nur wenn mich heute keiner umbringt. Wir verschieben es für ein paar Tage", erklärte er. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. „Er blufft", flüsterte Matteo. „Nein, tue ich nicht. Zoe ist in Cannes mit Federico." Ich sah, wie Alessio auf Hugo zustürmte, ihn am Kragen packte und auf den Boden warf. „Hör auf mit den Spielchen! Was willst du noch? Du hast uns schon alles genommen", rief Alessio und schlug auf Hugo ein. „Tötet mich, und sie wird heute wirklich sterben." Hugo spuckte etwas Blut und stand auf. Er öffnete seinen Laptop und zeigte uns Bilder von Zoe und Federico.

„Was soll das?", fragte ich leise. „Die sind zusammen. Sie haben euch alle verarscht. In 30 Sekunden werden 20 meiner Männer hier reinmarschieren und euch drei abknallen. Ihr habt zwei Optionen: Entweder fahrt ihr zum Flughafen und erwartet dort Zoe und Federico, oder ihr wartet hier noch 20 Sekunden und ich töte euch." Ich sah zu Alessio und Matteo, die mir zunickten. „Wir sehen uns bald wieder, falls du lügst, Hugo. Versteck dich gut, denn ich komme für dich." Ich packte meine Waffe wieder und schoss ihm durchs Bein. Während er schrie, war ich schon auf dem Weg zum Auto.

„Er lügt! Zoe ist tot. Er lügt, es ist schon fast ein Jahr her!", rief Matteo und fuhr sich durchs Haar. Ich drehte mich zu ihm um. „Wenn es auch nur einen kleinen Hinweis gibt, dass Zoe lebt, werde ich ihn verfolgen. Es geht um Zoe, Matteo. Zoe", schrie ich und sah ihn ernst an. „Steigt ein." Alessio und ich stiegen ins Auto.

Amor✔️Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt