Adam Po.VIch saß im Auto, und tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf. Ich wusste nicht, was ich tun würde, falls ich sie sehen sollte. Würde ich sie wegstoßen oder sie umarmen? Würde ich mir anhören, was sie zu sagen hat, oder würde ich gleich wieder verschwinden? Verdammtes Chaos, was mache ich, falls sie doch noch lebt?
„Alessio, dreh um", sagte ich, und er sah mich kurz an. „Was? Nein!", antwortete er, während er weiterfuhr. „Doch, wir machen es anders. Ich will erst Federico treffen, bitte." Er drückte auf die Bremse und sah mich an. Ich flehte ihn förmlich an. „Okay", zischte er schließlich und drehte um. Wir fuhren zurück nach Hause. Ich ließ Alessio und Matteo zurück, stieg in meinen Mercedes und fuhr wieder los, ohne genau zu wissen, wohin. Ich holte mein Handy heraus und rief Federico an.
**F:** „Adam, hey, was für eine Überraschung."
**A:** „Ich habe an dich gedacht. Wann kommst du nach Sizilien?"
**F:** „Bin gerade zu Hause angekommen."
**A:** „Gut, ich komme vorbei. Wir müssen über Hugo reden."
Ohne auf eine Antwort zu warten, legte ich auf und fuhr los. Als ich vor seiner Haustür parkte, klopfte mein Herz wie verrückt. Ich marschierte zur Eingangstür, klopfte, und Federico öffnete. Er umarmte mich, doch ich schubste ihn zurück und sah ihn ernst an. „Wo ist Zoe?"
Seine Augen weiteten sich. „Was für Zoe? Bist du betrunken?" fragte er mich. Ich zog meine Waffe und drückte sie gegen seinen Kopf. „Wo ist Zoe? Antworte, sonst drücke ich ab!"
Federico nickte schnell. „Sie hatte einen guten Grund", flüsterte er.
„Das ist mir egal!", schrie ich und zielte weiterhin. „Sie ist im Haus, das du gebaut hast." Ich ließ meine Waffe fallen und spürte, wie mir die Tränen hochstiegen. „Wag es ja nicht, sie zu informieren!", zischte ich und ging.
**Etwas später**
Ich parkte vor dem Haus, das ich für Zoe und mich hatte bauen lassen, und stieg aus. Ich atmete tief ein und öffnete die Tür mit meinem eigenen Schlüssel. Ihr Parfüm lag noch in der Luft. Ich trat ins Wohnzimmer, sah aus dem Fenster und bemerkte, wie sie auf dem Balkon saß. Ich öffnete leise die Balkontür und trat hinaus. Verdammt nochmal, sie ist am Leben. Es ist sie.
„Zoe?"
Sie drehte sich schlagartig um und sah mich geschockt an. Ich war kurz davor, zu explodieren. „Adam", flüsterte sie leise.
„Wieso?!" rief ich plötzlich und ging näher auf sie zu.
„Ich musste", antwortete sie leise.
„Es gibt keinen guten Grund, seinen Tod vorzutäuschen, Zoe, keinen einzigen! Wieso? Weißt du, was wir ein Jahr lang durchgemacht haben? Ich erinnere mich an keinen einzigen Tag, an dem ich nüchtern war, keinen Tag ohne Selbstmordgedanken. Dein Bruder war am Ende, Alessio auch, deine Mutter, Elena, wir alle waren am Ende. Und du warst überglücklich in Cannes – mit wem? Federico? Du bist billig, wirklich billig", zischte ich.
„Du hast keine Ahnung", entgegnete sie.
„Na dann, informiere mich, Zoe! Versuch es zu erklären, versuch es!" rief ich außer mir und packte ihren Arm.
„Adam, ich habe einen Sohn", sagte sie.
Ich wollte etwas sagen, doch ich konnte kein Wort herausbringen. Es war einfach nicht möglich.
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Amor✔️
RomanceWurde überarbeitet! Ich habe schon immer das perfekte Leben geführt. Ich habe die halbe Welt mit meinen Freunden bereist und unzähligen Spaß gehabt. Doch alles hat sich verändert, als die Wahrheit ans Licht kam - als ich in seinen Augen die Realität...