Kapitel 65 🌷

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Es war der nächste Tag. Der Tagesprophet lag auf dem Frühstückstisch. Die Schlagzeile "UNGLAUBLICH. Alice Longbottom nach Jahrzehnten geheilt" sprang ins Auge.
Y/N kam fertig für die Arbeit die Treppen herunter. Es roch wunderbar nach Kaffee. Als sie in das kleine Esszimmer trat, saß bereits Draco am Esstisch und las den Tagespropheten. Vor ihm stand eine halbvolle Tasse Kaffee.
"Guten Morgen", begrüßte sie Draco, der die Zeitung zusammenfaltete und auf den Tisch legte, als er sie sah.
"Guten Morgen, Liebes", erwiderte er. Y/N lief zu ihm, beugte sich zu ihm herunter und küsste ihn.
Draco musterte sie von Kopf bis Fuß, als sie nach dem Tagespropheten griff. Plötzlich fasste er sie am Handgelenk und zog sie auf seinen Schoß. Y/N schrie überrascht auf und lachte.
"Was soll das denn werden?", fragte sie und legte ihre Arme um seinen Nacken.
"Ich mag es nicht, ohne dich neben mir aufzuwachen. Das kommt in letzter Zeit öfter vor", sagte sie und strich ihm durch die Haare. Draco legte den Kopf etwas schief. Ein kleines Lächeln schlich sich auf seine Lippen, als Y/N ihn mit traurigen Augen ansah.
"Ich versuche mich zu bessern. Versprochen", schmunzelte er. Er gab ihr einen Kuss auf die Wange.
"Wo willst du eigentlich so früh schon hin?", fragte er dann.
Y/N trug einen schwarzen Bleistiftrock mit einer lilafarbenen Bluse. Darüber hatte sie den passenden schwarzen Blazer. Sie hatte etwas ihre Augen betont und trug schwarze Schuhe mit etwas Absatz.
"Wenn du es genau wissen willst", fing sie an, und Draco legte eine Hand auf ihren nackten Oberschenkel.
"Gehe ich zuerst in dein Labor", "Unser Labor", unterbrach er sie. Y/N lächelte. "Und dann ins Ministerium", erklärte sie weiter. Draco massierte ihren Oberschenkel leicht und wanderte mit seiner Hand sanft auf und ab. Y/N bekam eine Gänsehaut. Draco bemerkte es und es gefiel ihm.
"Und was hast du heute vor?", fragte sie, um ihn von seinen Berührungen abzulenken.
"Da du es jetzt angesprochen hast", sagte Draco und rief nach seiner Elfe. "Mein Aktenkoffer, bitte", bat er, und die Elfe verschwand. Sie tauchte einige Sekunden später wieder auf, mit dem Aktenkoffer in der Hand.
"Draco, was?", fragte Y/N gespannt.
"Wirst du gleich sehen", meinte er und öffnete den Aktenkoffer. Er holte einen Stapel Pergamente heraus und hielt ihn Y/N hin.
"Du bist gestern eingeschlafen, bevor ich dir den geänderten Antrag zeigen konnte", sagte Draco.
"Oh", meinte Y/N und nahm den Antrag an.
"Ich werde das später machen. Ich habe noch keinen Namen für den Trank", meinte sie und lächelte.
Draco nickte und küsste sie.
"Aber lass die nicht so lange auf sich warten."
"Okay", nickte sie und küsste ihn wieder, bevor sie in das Labor ging.
Sie arbeitete an dem Trank und führte weitere Schritte durch. Dann verließ sie das Labor und fuhr ins Ministerium.
Y/N hatte das Gefühl, angestarrt zu werden. Um sie herum redeten die Menschen. Sie wollte ins Büro von Kingsley. Dort angekommen, bat er sie herein, und Harry kam dazu.
Kingsley und Harry erklärten, was an dem Tag passiert war. Die amerikanische Ministerin wurde ihres Amtes enthoben, aufgrund von Selbstbereicherung, Intrigen und Verrat. Außerdem wurde sie für einige Zeit verurteilt. Im Laufe der Ermittlungen hatte sich herausgestellt, dass sie viel mehr Unrecht getan hatte.
James O'Malley wurde ebenfalls verurteilt. Im Gegensatz zur Ministerin war seine Verurteilung auf Bewährung ausgesetzt. Sein Vater war darüber alles andere als glücklich. Außerdem hatte sich herausgestellt, dass sein Vater seine Aktionen nicht befürwortete.
Kingsley hatte von Harry von ihrem Trank gehört. Harry hatte Frank Longbottom wie seiner Frau den Trank gegeben.
Y/N verließ Kingsleys Büro, und an ihrer Seite war Harry. Sie liefen nebeneinander her.
"Ist alles okay?", wollte er wissen.
"Ja, wieso?", Y/N war erstaunt über seine Frage.
"Ich meine zwischen dir und Malfoy", erklärte er.
"Ja. Wieso?", wiederholte sie sich.
Harry und Y/N warteten nun auf den Aufzug.
"Einfach nur so", meinte Harry und grinste. Harry stupste sie mit seiner Schulter leicht an und grinste breit.
"Was ist?", fragte sie und runzelte die Stirn.
"Du siehst glücklich aus", merkte Harry an. Y/N lächelte. "Ich bin glücklich."
Harry legte seinen Arm um sie und drückte sie an sich.
"Harry", quietschte sie. Die Fahrstuhltüren gingen auf.
"Ich weiß, dass du gut auf dich aufpassen kannst", fing Harry an, als er mit Y/N in den Fahrstuhl stieg.
"Jaa?", fragte sie langgezogen und betätigte den Knopf im Fahrstuhl. Der Fahrstuhl fuhr los.
"Man kann niemals wissen", meinte Harry und sah dabei ernst aus.
"Mach dich nicht lächerlich, Harry", erwiderte Y/N. "Was sollte Draco mir antun?" Der Fahrstuhl hielt an, und die Türen gingen auf.
"Man kann niemals wissen", meinte Harry und stieg aus.
Y/N stieg ebenfalls aus. Sie wollte Harry noch verabschieden, bevor sie in ihr Labor gehen würde.
"Komm doch mal zu Essen vorbei", schlug Harry vor.
"Ginny würde sich freuen."
"Ja, das werde ich mal machen. Lass uns einfach per Eule einen Termin ausmachen", nahm Y/N die Einladung an.
Sie verabschiedete sich von Harry und machte sich auf den Weg in ihr Labor.

Draco Malfoy x Reader / Gedanken*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt