Draco saß in seinem Büro und hatte noch einiges zu erledigen. Er hielt kurz inne, als er an Y/N dachte. Sie war brillant. Y/N hatte es geschafft, einen Trank zu brauen, der ihm einen Neuanfang schenkte. Gut, der Hauptgrund war die Strafe in Askaban, die so niedrig für ihn ausgefallen war, weil Harry Potter und seine Freunde für ihn ausgesagt hatten. Draco knöpfte seinen Ärmel auf und schob ihn etwas nach oben. „Bemerkenswert“, murmelte er, als er seinen Unterarm betrachtete. Es war so, als ob da nie etwas gewesen wäre. Kein dunkler Lord und kein dunkles Mal. Draco hatte zuvor immer Albträume gehabt. Sie waren so schlimm, dass er schweißgebadet wach geworden war. Seit er den Trank eingenommen hatte und alle Narben schmerzhaft verschwunden waren, waren auch die Albträume verschwunden.
Nachdem er sich wieder auf seine Arbeit konzentriert hatte, fiel ihm auf, dass die Konkurrenz zwischen den O’Malleys und ihm nun beendet war. Mit einer kleinen Spende ging es langsam wieder mit Perfect Pharmaceutical bergauf. Er hatte neue Partner in Aussicht. Draco beendete den Arbeitstag und besuchte seine Mutter.
...
Y/N arbeitete mit Anna zusammen an einem neuen Projekt. Kingsley wollte das Können von Anna überprüfen. Deshalb hielt sich Y/N etwas im Hintergrund. Y/N blätterte in dem Antrag und versuchte einen geeigneten Namen für den Trank zu finden. Plötzlich flatterte eine Memo herein.
Y/N hatte Besuch. „Anna, ich bin gleich zurück“, informierte sie Anna, die kurz zur Bestätigung nickte. Y/N verließ das Labor und begab sich in die Eingangshalle des Ministeriums. „Neville?“, fragte sie, als sie ihn sah. Er stand mit dem Rücken zu ihr und verlagerte sein Gewicht vom linken auf sein rechtes Bein. Er drehte sich um, als er sie hörte. „Y/N“, begrüßte er sie, lächelte breit und fiel ihr um den Hals. „Oh“, kam es überrascht von ihr. Er drückte sie fest und sie hörte ihn sagen: „Ich kann dir gar nicht genug danken.“ Er löste sich von ihr und sah sie an. Sie erkannte Tränen in seinen Augen. Er weinte. Neville Longbottom stand vor ihr in der Eingangshalle des Ministeriums und weinte. Lächelnd? „Was meinst du denn?“, fragte sie. „Du hast meinen Eltern geholfen“, erklärte er mit einer gebrochenen Stimme. „Psst“, meinte sie und legte ihren Zeigefinger auf ihre Lippen. Neville sah sie fragend an. „Was ist denn mit ihr los? Warum macht sie ein Geheimnis draus?“, dachte Neville. „Komm mit“, meinte sie leise und zog ihn zur Seite. „Hab ich etwas Falsches gemacht?“, wollte er verwirrt wissen. „Nein, nein, nein.“, schüttelte sie den Kopf. „Harry hat mir erzählt...“, fing er an. Y/N unterbrach ihn leise. „Bitte erzähl es niemanden weiter. Das habe ich sehr gerne gemacht.“ „Y/N, was?“, fragte Neville immer verwirrter. „Du hat meine Eltern gerettet. Warum kann ich mich nicht richtig bei dir bedanken?“, dachte er. „Warte auf eine Eule. Dann werden wir uns treffen und reden“, bat sie ihn. „Okay“, willigte er ein. „Bis dann“, verabschiedete er sich immer noch verwirrt. Dann ging Neville. „Das war knapp“, atmete Y/N durch. Dann ging sie wieder in ihr Labor.
...
Draco floh vom Manor aus nach Hause. Seiner Mutter ging es gut. Draco schaute jeden Tag bei ihr vorbei. Natürlich hatte sie mitbekommen, dass Draco nun mit
Y/N zusammen war. Sie war erfreut. Nun wollte Narzissa Y/N gerne kennenlernen. Draco wusste, dass es nun soweit war. Er würde Y/N seiner Mutter vorstellen.
Draco löste seine Krawatte und knöpfte sein Hemd auf. Er fuhr sich durch die Haare. Er war angespannt von den letzten Wochen. Als Draco sich gerade ausziehen wollte, um unter die Dusche zu gehen, erschien sein Hauself. „Mr. Draco, Sir. Es hat sich Besuch angekündigt, Sir“, quietschte der Elf und verbeugte sich tief. „Wer?“, wollte Draco wissen. „Miss Greengrass, Sir“, antwortete der Elf. Draco atmete genervt aus. „Alles klar. Danke, Honky“, bedankte sich Draco und fing an, sein Hemd wieder zuzuknöpfen. Die Krawatte ließ er allerdings liegen. Draco ging zum großen Salon und ließ sich ein Scotch bringen.
Er trank aus seinem Glas und dann flammte der Kamin auf. Astoria trat aus dem Kamin. Sie strich sich die Asche von den Schultern und strich den Rock glatt. Dann sah sie auf und lächelte. „Hallo, Draco.“ Draco hob sein Glas etwas an und sagte: „Astoria“ und trank einen weiteren Schluck.
„Geht’s dir so mies, dass du jetzt schon trinken musst?“, fragte sie und sah sich um.
„Was willst du, Astoria?“, fragte er und stellte sein leeres Glas hin.
Astoria setzte sich auf die Couch und schlug ihre Beine übereinander. Draco sah sie fragend an.
„Greengrass, raus mit der Sprache.“
Draco wurde ungeduldig. Astoria funkelte ihn an und stand auf. Sie schwang die Hüften und ging auf Draco zu. Dieser verdrehte die Augen und verschränkte die Arme vor der Brust zusammen. „Komm zum Punkt.“
„Dich wird bestimmt interessieren, dass im Ministerium die Runde macht, dass es einen besonderen Trank gibt, der schwarze Magie heilen kann“, erklärte Astoria und strich mit ihrem Zeigefinger leicht über seine Brust.
Draco verzog eine seiner Augenbrauen. „Wovon redest du da?“, wollte er wissen. Wie konnte das mit dem Trank so schnell die Runde machen? Er durfte sich jetzt nichts anmerken lassen.
„Wenn ich der Chef einer großen Pharmaindustrie wäre, würde ich wissen wollen, ob da etwas dran ist“, sagte sie.
„Von wem hast du das?“, wollte er ernst wissen.
„Ich würde deine Freundin fragen“, grinste sie hinterhältig und drehte sich um.
In dem Moment kam Y/N rein.
„Oh, hallo“, begrüßte Y/N Astoria überrascht. „Und Tschüss“, sagte Astoria. „Was Draco nur an der findet? Ich werde ihn mir schon zurückholen.“ Sie griff in das Flohpulver, stellte sich in den Kamin und zwinkerte Draco zu und verschwand.
„Okay?“, fragte sie langgezogen.
„Das war cringe“
„So ist sie eben“, winkte Draco ab und ging auf Y/N zu.
„Astoria war gerade hier, um mir zu sagen, dass im Ministerium rumgeht, dass es einen Trank gegen schwarze Magie gibt“, erklärte er.
„Jetzt bin ich gespannt“, dachte Draco.
Y/N schüttelte ihren Kopf.
In letzter Zeit las sie die Gedanken von allem und jedem. Sie hatte vor einigen Tagen ihren Ring abgenommen. Y/N wollte sich wieder mehr der Legilimentik widmen. Sie war etwas aus der Übung.
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Draco Malfoy x Reader / Gedanken*
Fanfiction(Y/NN = dein Nachname) Y/N (your Name/ dein Name)ist aus verschiedenen Gründen zuhause unterrichtet worden, bis ihre Eltern zusammen mit Dumbledore entschieden haben, dass sie nach Hogwarts gehst. Dort ist sie im 5.Jahrgang mit Harry,Ron,Hermine un...