♡ Kapitel 26 ♡

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"Take a breath and try to think straight 'cause there's so much pressure on my fuckin' brain" god save me, but don't drown me out - Yungblud


...

"Ich hab Chris schon so lange nicht gesehen, Papa. Meinst du, er weiß überhaupt noch, wie ich aussehe?"

Ich lachte. "Ich bin mir sicher, er erinnert sich noch ganz gut an dich."

Mein Blick fiel auf Louis, der ein wenig nervös zu sein schien. Er war immer nervös, wenn er Menschen begegnete, die er noch nicht kannte. Ich ging zu ihm hinüber und strich ihm liebevoll über den Unterarm. "Du kannst immer hoch in mein Schlafzimmer gehen, wenn du dich unwohl fühlst, das weißt du, oder?" Er nickte und lächelte mich dankbar an. "Und mach dir bitte keinen Kopf wegen Liam. Wenn er dir doof kommt, mische ich mich ein, okay?"

Plötzlich sprang Valerie von hinten auf Louis' Rücken und schlang ihre Ärmchen um seinen Hals. "Dürfen Louis und ich schon ins Wohnzimmer gehen und aussuchen, was wir für Spiele spielen?"

"Ja, klar. Abmarsch ihr zwei", grinste ich.

"Du bist mein Pferd, Lou, okay? Kannst du mit mir ins Wohnzimmer galoppieren? So wie gestern? Bitte, bitte, bitte!"

"Okay, aber gut festhalten." Er hielt ihre Beine fest, damit sie nicht von seinem Rücken rutschte, ehe er sich in Bewegung setzte und in einer galoppähnlichen Gangart in Richtung Wohnzimmer hüpfte. Valerie lachte laut und rief immer wieder "schneller! schneller!".

Ich schüttelte grinsend den Kopf und wollte ihnen gerade hinterher gehen, als es plötzlich an der Haustür klingelte. Ich ging hinüber und öffnete sie. Liam stand vor mir und zog mich zur Begrüßung in eine Umarmung. "Hi", lächelte er und auch ich lächelte. "Wie geht es Louis?"

"Es geht ihm gut."

"Geht er immer noch zur Therapie?"

Ich nickte. "Aber sprich ihn bitte nicht darauf an. Manchmal wühlt es ihn auf und er ist sowieso schon nervös, weil du, Tamino und Chris heute Abend kommen."

"Ja, ist doch klar." Liam lächelte.

"Oh übrigens hat Louis gesagt, er würde gerne mehr Zeit mit dir verbringen, damit du ihn besser kennen lernen kannst." Liam sah mich ein wenig verwirrt an, anscheinend nicht sicher, woher Louis plötzliches Interesse für ihn zu kommen schien. "Er hat immer noch das Gefühl, du würdest ihn nicht mögen."

Liam seufzte. "Es ist nicht so, dass ich ihn nicht mag. Ich kenne ihn einfach nicht besonders gut. Und ich weiß auch, dass ich am Anfang scheiße zu ihm war und das tut mir auch immer noch leid. Aber das heißt nicht, dass ich ihn nicht mögen würde."

"Ja ich weiß." Ich nickte langsam. "Sei einfach nett zu ihm heute, dann denkt er auch nicht mehr, du könntest ihn nicht leiden."

"Ja klar." Liam grinste und knuffte mir freundschaftlich gegen die Schulter. "Mach dir nicht so viele Gedanken, Harry. Wir werden uns heute Abend alle vertragen, das wird schon werden."

Ich zog eine Augenbraue hoch. "Die letzten Spieleabende liefen nicht so gut. Außerdem seid du und Tamino doch auch nicht gerade die besten Freunde."

Er seufzte. "Das mit Tamino hab ich dir doch schon im Krankenhaus erklärt gehabt und das hat sich jetzt ja sowieso erledigt. Apropos... ist das mit dir und Louis jetzt eigentlich etwas geworden? Wenn ich fragen darf..."

Ich spürte, wie ich errötete und kratzte mir verlegen am Hinterkopf, während ich versuchte, in meinem Kopf die richtigen Worten zusammen zu sortieren. Doch Liam war schneller als ich und sah mich wissend an. "Also ja." Er lächelte. "Das freut mich Harry, ehrlich. Du hast es verdient, mit jemandem an deiner Seite glücklich zu sein."

Strong - Larry StylinsonWo Geschichten leben. Entdecke jetzt