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꧁---𝐁𝐮𝐜𝐤𝐲 𝐁𝐚𝐫𝐧𝐞𝐬---꧂
Das Adrenalin in meinen Venen schießt mit der Geschwindigkeit eines Rennautos durch meinen Körper, wobei all meine Sinne maximal geschärft sind. Jedes noch so kleine Geräusch erscheint mir auf einmal wie ein Pistolenschuss und jeder noch so feine Luftzug entfacht ein Inferno auf meiner Haut.
Nervös wippt mein Bein auf und ab, während ich meine Zähne in meiner Unterlippe vergrabe und einen Punkt in der Ferne fixiere. Als ich meinen Kopf für eine Millisekunde zu Bucky, der neben mir auf der Rückbank des Autos sitzt drehe, spüre ich seinen Blick auf mir. Auch er strahlt Unbehagen und eine Spur der Angst aus, wobei er es wohl besser schafft zu verbergen, als ich.
Mit zitternder Unterlippe richte ich mich wieder dem Fenster zu und beobachte aufmerksam die bunten Lichter, der immer näher kommenden Stadt, wobei ich beiläufig bemerke, wie unser Auto nun von mehreren Motorrädern flankiert wird.
„Ist das normal Zemo?" höre ich meine Stimme irgendwo in der Ferne sprechen, wobei ich die dunklen Umrisse von besagtem Gesprächspartner und Sam vor mir erkenne. „Eine reine Sicherheitsmaßnahme" antwortet er in seinem typisch sokovischen Akzent, der mich immer wieder darauf hinweist, wer der Fahrer dieses Autos eigentlich ist.
Nervös fahren meine Finger meine Oberschenkel rauf und runter, wobei ich so fest zugreife, dass ich schon bald einen leichten Schmerz an der Haut spüre. Doch noch bevor ich meinen nervösen Tick beenden kann, kommt mir Bucky zuvor, dessen Hand die meine ergreift.
Als die Wärme seines Körpers auf meinen trifft, macht sich ein merkwürdig beruhigendes Gefühl in meiner Magengrube breit, welches mich fast vergessen lässt, was wir hier machen und welche Aufgabe uns noch bevorsteht. Sofort lege ich meinen Blick in seinen und ich spüre, wie er seine Hand kurz zudrückt, um mir seinen Beistand zu signalisieren, wobei mich seine Gegenwart tatsächlich etwas ruhiger werden lässt.
Bucky und mich verbindet jahrelanges Leid. Eine Zeit der ewigen Qualen und Ungewissheiten, in denen wir noch nicht einmal Herr unserer eigenen Sinne wahren. Wir kämpften Seite an Seite, gelenkt von den einfacheren Worten unserer Befehlshaber, wie Marionetten an einem unzerstörbarem Seil. Die Zeit, in der ich einfach nur eine leere Hülle meiner Selbst war, ist noch immer so präsent wie als wäre es erst gestern gewesen und ich trage meine Ängste noch immer fest an mich gehaftet mit mir herum. Jeden Abend werde ich von Neuem in ein anderes Leben katapultiert. Ein Leben ohne Entscheidungen und ohne die Macht, seinen eigenen Körper zu lenken und über sein eigenes Dasein zu entscheiden.
Und obwohl Bucky und ich während unserer Zeit bei Hydra nie miteinander geredet oder irgendwelche aufmunternden Gespräche von unsere Zellen aus geführt haben, fühlt es sich gut an, eine Person an seiner Seite zu haben, die einen stumm versteht. Die das selbe Leid erleben musste, mit den selben Ängsten zu kämpfen hat und sich noch immer nicht von ihrem vergangenen Ich trennen kann. Da ist etwas Unausgesprochenes zwischen uns, etwas Trostspendendes und Zuflucht Bietendes, was wir dem anderen mit nur einem Blick vermitteln können.