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Olivia
Montag 07/07/1986

Eddie's Wecker klingelt. Ich schrecke auf. Eddie stöhnt neben mir. „Bitte schalt ihn aus". Ich schalte den Wecker aus und reibe mir übers Gesicht. Ich gähne und stehe auf. Ich gehe rüber in die Küche und setze Kaffee auf. Ich hole mir eine Schüssel aus dem Schrank und nehme mir Milch und Cornflakes. Ich schütte die Cornflakes in die Schale, danach die Milch. Dann hole ich mir eine Tasse aus dem Schrank und schenke mir Kaffee ein. Ich esse mein Frühstück und trinke meinen Kaffee. Dann gehe ich ins Bad und stelle die Dusche an. Ich ziehe Eddie's Shirt und meine Unterwäsche aus und stelle mich unter die Dusche. Ich reibe mir meinen Nacken. Die Erinnerung an Neil spukte immer noch meinem Kopf herum. Ich seufze. Warum konnte ich nicht einfach glücklich sein und diesen ganzen Scheiß einfach hinter mir lassen. Ich war nicht besser als meine Mum. Ich konnte einfach nicht loslassen und flüchtete mich lieber in Drogen als mich meinen Problemen zu stellen. So verschieden wie ich immer dachte waren wir anscheinend doch nicht. Ich stelle die Dusche ab und greife nach einem Handtuch. Ich wickele es mir um und eins wickele ich um meine Haare. Ich gehe zurück in Eddie's Zimmer und und ziehe meine Klamotten an. Er war wieder eingeschlafen. Ich lächle. Dann gehe ich zurück in die Küche und suche nach einem Zettel und einem Stift. Ich schreibe Eddie eine Nachricht.

„Wir treffen uns heute Abend wieder hier
Kuss Liv"

Ich lege die Nachricht auf seinen Nachtisch. Dann gehe ich zurück ins Bad und nehme das Handtuch von meinem Kopf. Ich richte meine Haare ein bisschen und dann gehe ich zur Haustür. Ich ziehe meine Schuhe an und mache mich dann auf den Weg nach Hause. Dort angekommen gehe ich schnell in mein Zimmer. Ich ziehe mich um.

Dann gehe ich schnell ins Bad und putze mir meine Zähne

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Dann gehe ich schnell ins Bad und putze mir meine Zähne. Als ich fertig bin verlasse ich das Bad und gehe schnell zu Max Zimmer. Ich öffne leise die Tür. Sie liegt in ihrem Bett und schläft. Lucas liegt auf dem Boden und schläft ebenfalls. Schlaues Mädchen. Ich lächele. Dann schließe ich die Tür wieder und gehe zur Haustür. Ich nehme meine Tasche und verlasse das Haus. Ich mache mich auf den Weg zur Arbeit. Es war erst halb Acht und die Sonne dröhnte. Ich binde mir meine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Ich mache mich auf den Weg zum nächsten Supermarkt und besorge ein Paar Snacks und Slushy's für Steve, Robin und mich.

„Morgen Livy", Robin grinst mich an. „Jetzt fang du nicht auch noch damit an" sage ich und stelle die Slushy's und die Snacks auf dem Tresen ab. Sie lacht und nimmt sich einen Slushy. Ich gehe um den Tresen herum. „Wie war dein Date mit Vicky ?", ich wackele mit den Augenbrauen und ziehe am Strohalm des Slushy's. „Es war gut" grinst sie. „Ist sie immer noch mit ihrem Freund zusammen?", frage ich sie. Sie seufzt und nickt dann. „Sie sagt sie will sich trennen aber sie weiß nicht wie". Ich nicke. „Ich versuche einfach für sie da zu sein", sie zuckt mit den Schultern. „Das ist das beste was du tun kannst" sage ich und beiße in einen Donut. „Ja das denke ich auch".
„Wie gehts dir ?", sie sieht mich an und trinkt von ihrem Slushy. „Mir gehts gut". „Hast du mit deiner Mum gesprochen ?". Ich schüttele den Kopf. „Seit ein paar Tagen schon nicht mehr", sage ich und zucke mit den Schultern. „Vielleicht ist es besser, wenn ihr ein bisschen Abstand haltet" sagt sie. Ich nicke. „Wie gehts Max?", fragt sie mich. „Naja ich schätze ganz gut". Robin nickt. „Sie redet nicht viel über das was passiert ist, ich will ihr einfach Zeit geben bis sie bereit ist darüber zu sprechen" sage ich. Robin nickt. Steve betritt die Videothek. „Morgen Stevie", sage ich. Er sieht mich an. „So wie du mir so ich dir", grinse ich. Er nimmt sich einen Slushy. „War schon was los heute ?" fragt er uns. Robin und ich sehen uns an. „Es ist viertel nach Acht und wir sind in Hawkins war das eine Ernst gemeinte Frage", Robin sieht ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Ja das stimmt wohl". Ich gehe rüber zu meiner Tasche. „Lust auf ein bisschen mehr Spannung?", grinse ich. Die beiden Nicken. Wir gehen hinter die Videothek und wir zünden uns die Joints an. „Also Livy erzählst du uns endlich von deinem geheimen Lover?", Steve grinst und zieht dann an seinem Joint. „Was für ein Lover ?", ich sehe ihn an. „Na der Typ der dich offensichtlich Vögelt". Robin hustet. „Ich bitte dich Steve" sage ich und ziehe an dem Joint. „Es ist Eddie oder ?", er grinst. Ich verdrehe die Augen. „Was habt ihr nur immer mit Eddie und mir" sage ich. „Naja ihr würdet schon ein süßes Pärchen abgeben" sagt Robin. Sie tritt ihren Joint mit dem Fuß aus. „Zwischen mir und Eddie läuft nichts", sage ich. „Na klar", lacht Steve. „Wir sind nur Freunde", sage ich. „Wer's glaubt", Steve grinst. Ich trete meinen Joint aus. Steve tut es ebenfalls. Wir gehen wieder zurück in die Videothek. „Gott ich liebe diese Klimaanlage", sagt Robin. Wir setzen uns hinter den Tresen ich stelle die Donuts auf den Boden vor uns und nehme meinen Slushy. „Du kommst am Mittwoch doch auch zu Steves Party oder ?", Robin sieht mich an und beißt in einen Donut. „Klar" sage ich. „Sie bringt Eddie mit", grinst Steve. Ich verpasse ihm einen Schlag gegen den Arm. „Autsch!". „Heulsuse", sage ich. „Echt ich dachte Eddie wäre nicht so der Party Typ", Robin schlürft an ihrem Slushy. „Für unsere Livy macht er wohl eine Ausnahme", grinst Steve. „Halt die Klappe oder ich schlage dich erneut und diesmal nicht gegen den Arm", sage ich. „Sexy", grinst er. „Ist das dann etwa ein Date?", Robin wackelt mir ihren Augenbrauen. Ich verdrehe die Augen. „Ihr seid schlimmer als Max und ich dachte die wäre neugierig". „Wenn du uns endlich sagen würdest was da zwischen euch beiden läuft dann würden wir dich nicht mehr so ausquetschen", grinst Steve. Ich seufze. „Na schön, wir sind Zusammen", sage ich und trinke von meinem Slushy. Robin und Steve grinsen. „Du schuldest mir zehn Mäuse", grinst Robin. „Habt ihr etwa gewettet ?", frage ich die beiden. „Jap ich meine es war nur eine Frage der Zeit", grinst Steve. „Ihr beiden", lache ich und schüttele den Kopf. „Also Steve wie läufts denn so mit Nancy?", ich sehe ihn an. „Was soll da schon laufen", er trinkt von seinem Slushy. „Oh man", Robin verdreht die Augen. „Sie steht halt einfach immer noch auf dich, das ist so offensichtlich", sagt sie. Ich nicke. „Nein, nein sie ist über mich hinweg". „Natürlich deswegen landet ihr auch immer wieder im Bett, wenn ihr mal einen über den Durst getrunken habt", sage ich. Robin und ich sehen uns an. „Und ich dachte unser Liebesleben wäre kompliziert", ich zeige zuerst auf Robin und dann auf mich. „Was ist an eurem Liebesleben bitte kompliziert?", Steve sieht uns. „Ich bitte dich, ich bin lesbisch in den Achtzigern und sie ist mit dem Stadtfreak zusammen und hat nen miesen Mutter komplex", sie sieht mich entschuldigend an. Ich zucke mit den Schultern. Unrecht hatte sie nicht. „Okay ihr habt gewonnen". „Du solltest mit ihr reden", sage ich. Er sieht mich an. „Ich meine dazu müsste sie aufhören mich zu ignorieren, wenn wir nicht betrunken sind", sagt Steve. Ich kaue auf meinem Strohalm rum. „Liebe ist schon seltsam", sagt Robin. „Amen", sage ich. „Macht Eddie dich wenigstens Glücklich?", Steve sieht mich an. Ich lächele. „Ja sogar sehr". „Na wenigstens etwas", grinst Robin.
Ich lächele und nehme mir noch einen Donut. Die Tür der Videothek öffnet sich. Ich sehe Steve an. „Du bist dran Harrington". „Verdammt". Er steht auf und kümmert sich um den Kunden. Robin und ich grinsen uns an. „Was machst du heute Abend ?" fragt sie mich. „Ich gehe mit Eddie zu seinem DnD Club", sage ich. „Echt jetzt ?", sie lacht. Ich zucke mit den Schultern. Steve kommt zurück. Er setzt sich wieder auf den Boden. „Gott das war anstrengend", sagt er. Das Telefon klingelt. Er stöhnt. „Ich mach das", sagt Robin und steht auf. Sie hebt ab. „Family Video sie sprechen mir Robin was kann ich für sie - wow, wow Max beruhig dich". Ich sehe auf. „Liv", ich stehe vom Boden auf. Robin reicht mir den Hörer. „Max?". Sie weint. Ich höre lautes rumpeln im Hintergrund. „Liv du musst sofort nach Hause kommen bitte". Ich höre lautes Lallen im Hintergrund. Ich schließe die Augen. „Mum ist total betrunken, sie zerlegt das ganze Haus bitte ich brauch deine Hilfe Liv", sie schluchzt. „Ich bin auf dem Weg", mein Verstand ist sofort klar. „Bitte beeil dich bevor sie wieder abhaut und noch was passiert". „Ich komme so schnell ich kann okay". „Bis gleich, Mum! Mum hör schon auf", ist das letzte was ich höre dann legt sie den Hörer auf. „Ich muss los Leute das ist ein Notfall". „Geh nur", sagt Steve der mittlerweile auch aufgestanden war. Ich nehme mir meine Tasche und laufe los nach Hause. Ich renne, obwohl es heiß war. Als ich zu Hause ankomme öffne ich die Tür. Mum steht im Wohnzimmer. Ich kann Max nirgendwo sehen. Vermutlich hatte sie sich in ihrem Zimmer versteckt. „Oh du hast mir gerade noch gefehlt Olivia", sie setzt die Flasche in ihrer Hand wieder an ihren Mund und trinkt. „Beruhige dich Mum", sage ich ruhig. „Sag mir nicht ständig was ich tun soll", lallt sie. „Mum du hast Max einen verdammten Schrecken eingejagt", sage ich und gehe ein stück auf sie zu. „Ist mir doch egal" sagt sie. „Mum bitte stell die Flasche weg", ich sehe sie flehend an. „Das bist doch nicht du Mum". „Was weißt du schon Olivia", sie trinkt erneut. „Ich bin deine Tochter Mum". „Ach bist du das ja ?", sie lacht. „Fühlt sich nicht so an". Ich schlucke. „Hör zu Mum ich weiß ich habe mich schrecklich verhalten es tut mir leid", sage ich und mache wieder einen Schritt auf sie zu. Sie geht einen Schritt zurück. „Natürlich tut es dir leid", lacht sie. „Dir tut immer alles leid doch es ändert sich nie etwas". „Mum ich weiß es ist viel Mist passiert aber wir bekommen das schon wieder hin, wir sind doch eine Familie". Sie lacht laut auf. „Familie", sie trinkt einen Schluck. „Ich habe keine Familie mehr", sie setzt sich auf die Couch und trinkt erneut. „Was redest du da Mum, Max und ich sind deine Familie", ich sehe sie an. Gott sie ist ein Häufchen Elend. „Nein Olivia, Neil und Billy waren meine Familie", sie sieht mich an. Ihr Blick ist so leer und kalt das ich eine Gänsehaut bekomme. „Mum wir sind deine Töchter, wieso sagst du sowas". „Weißt du Olivia, du, deine Schwester und dein Vater ihr wart mal alles für mich", sagt sie. „Und dann hat dein Dad diese kleine Schlampe gevögelt", sie lacht. Ich sehe wie Max aus ihrem Zimmer kommt. Ich schüttele den Kopf und deute ihr an das sie zurück in ihr Zimmer gehen soll. Tränen laufen über ihre Wangen. Ich wusste das meine Mutter es nicht so meinte, der Alkohol sprach aus ihr. Doch was sie da sagte tat weh und tief in meinem inneren wusste ich das sie vielleicht einige Sachen die sie sagte ernst meinte. „Ich habe deinem Vater alles gegeben was ich hatte, ich habe euch alles gegeben was ich hatte!", schreit sie. Ich konnte mich gerade noch rechtzeitig ducken denn sie warf die leere Vodka Flasche durch den Raum. „Mum!", rufe ich. Sie steht auf und wankt in die Küche sie kann sich kaum noch auf den Beinen halten. „Mum bitte", ich sehe sie flehend an. Sie sieht mich nur mit ihrem leeren Blick an und öffnet die nächste Flasche. „Weißt du Olivia", sie kommt wieder zurück ins Wohnzimmer. „Ich hätte mehr von dir erwartet als das du dich mit dem Munson Jungen einlässt". „Halt ihn daraus Mum das geht dich nichts an", sage ich. Sie lacht und nimmt einen großen Schluck aus der Flasche. „Gott verdammt du lässt dich also wirklich von ihm Vögeln". „Mum!". „Spiel dich nicht so auf", sie schüttelt lachend den Kopf. „Glaub mir Olivia er ist genauso wie dein Vater, genauso wie Neil, irgendwann wird er dein Untergang sein", sie trinkt von der Flasche. Ich spüre wie Tränen in meinen Augen aufsteigen. „Er ist nicht wie Dad und schon gar nicht wie Neil", sage ich. „Ach Olivia red dir das nur immer wieder ein aber kommt nicht heulend angerannt, wenn er dir doch das Herz bricht". „Was weißt du schon!", sage ich. „Wieso Olivia nur weil ich mir Arschlöcher ausgesucht habe? Denkst du denn wirklich sie wären immer so gewesen". „Mum warum bist du nur so". „Weil das leben nun mal beschissen schwierig ist Olivia du wirst es noch früh genug erfahren", sie setzt die Flasche wieder an ihre Lippen. „Du bist genau wie ich in deinem Alter Olivia". „Ich bin nicht wie du", sage ich. „Glaub mir Olivia du bist genau wie ich, du versuchst so verzweifelt geliebt zu werden und doch am Ende wirst du wieder nur enttäuscht und das jedes Mal immer und immer wieder". „Nur weil das Leben hart zu dir war heißt das nicht das ich nicht glücklich sein darf" sage ich. „Gott bist du wirklich so naiv", sie lacht. „Mum bitte". „Warte nur ab bis er das Interesse an dir verliert Olivia". Ich drehe mich um. Ich kann mir das nicht länger anhören. „Warte nur ab Liv irgendwann wirst du so enden wie ich und glaub mir dieser Junge wird dir den Todesstoß verpassen Schätzchen es ist nur eine Frage der Zeit!" ruft sie und lacht dann. Ich Knalle meine Zimmertür zu. Tränen laufen über meine Wangen. Ich spürte wie eine Panikattacke auf mich zu kam. Mein Atem ging immer schneller und mein Herz raste. Tränen liefen immer schneller über meine Wangen. Ich wusste sie hatte recht vielleicht nicht mit Eddie ich wusste das er anders war. Ich öffnete das Fenster. Ich musste so schnell wie möglich hier weg. Ich kletterte durch das Fenster. „Liv!" ich höre Max doch ich drehte mich nicht um. Ich konnte nicht. Ich wollte nicht. Ich rannte. Ich rannte einfach und ich blieb nicht stehen. Irgendwann kam ich beim Skull Rock an. Mein Atem ging schnell. Ich ließ mich auf den Boden sinken. Ich zog meine Knie an meine Brust. Ich wollte schreien. Ich wollte irgendwas kaputt machen. Meine Mutter konnte nichts dazu. Sie war krank. Doch tief in meinem Inneren wusste ich das sie recht hatte. Irgendwann würde ich wahrscheinlich so enden wie sie. Tränen liefen unkontrolliert über meine Wangen. Ich schrie. Dieser ganze verdammte Schmerz. Diese verdammte Stadt. Meine Gottverdammte Mutter. Ich konnte nicht mehr. Ich wollte ihr doch nur helfen und alles was sie tat war mich immer und immer wieder zu verletzen und mich wegzustoßen. Es war ihr vollkommen egal wie Max und ich uns fühlten. Ich wusste nicht was ich tun soll. Es war nicht das erste mal gewesen das sie so ausgerastet war. Es war auch nicht das erste mal das sie schreckliche Sachen zu mir und Max sagte. Doch dieses Mal war es noch schlimmer als sonst. Vielleicht einfach, weil meine Mutter mir doch wichtiger war als ich es zugeben wollte. Ich wusste das ich eigentlich mit Eddie verabredet war, doch ich fühlte mich nicht danach ihn zu sehen geschweige denn irgendwo hinzugehen. Ich saß einfach nur da. Allein. Ich wusste das sich Max, Robin, Steve und Eddie vermutlich sorgen um mich machten, doch es war mir egal. Ich stehe langsam auf und mache mich auf den Weg in die Stadt. Ich gehe in den nächst besten Schnapsladen den ich finden konnte und besorgte mir eine Flasche Vodka. Dann machte ich mich wieder auf den Weg zum Skull Rock. Ich öffnete die Flasche und trank. Ein leises Lachen verließ meinen Mund. „Sieht so aus als ob du recht hättest Mum", ich setze die Flasche an meine Lippen. Ich laufe einfach durch Hawkins und komme irgendwann wieder am Steinbruch an. „Tja da wären wir wohl wieder". Ich hatte auf keinen Fall die Absicht zu springen. Ich setze mich einfach nur an den Rand der Klippe und trank von der Flasche. Ich wollte einfach nichts mehr spüren. Nichts mehr hören, nichts mehr sehen. Früher oder später wirst du so enden wie ich Olivia und dieser Junge wird dir den Todesstoß geben Schätzchen es ist nur eine Frage der Zeit, hallt es durch meinen Kopf. Erneut liefen Tränen über meine Wangen. Warum bin ich nicht einfach in Kalifornien geblieben?. Weil Max mich brauchte. Ich lache und setze die Flasche wieder an meine Lippen. Wer brauchte mich schon. Max mit Sicherheit nicht. Sie war so viel stärker als ich so viel besser. Meine Mutter hatte recht ich war kein Stück besser als sie. „Liv", ich drehe mich um. Steve kommt auf mich zu. „Was willst du denn hier ?", sage ich und drehe mich wieder um. Er setzt sich neben mich. „Max hat mich angerufen".
„War ja klar", ich setze die Flasche wieder an und trinke. „Was ist passiert?", er sieht mich an, doch ich starre nur in die Ferne. „Ich will nicht drüber reden" sage ich. Er zuckt mit den Schultern und nimmt mir die Flasche weg und trinkt ebenfalls einen Schluck. „Wolltest du springen?" er reicht mir die Flasche zurück. „Nein" sage ich. „Ich wollte einfach nur allein sein". „Verstehe ich", mir laufen immer noch Tränen über die Wangen. „Du bist nicht allein Liv, du kannst mit uns reden", er sieht mich an. „Ich weiß", ich trinke einen Schluck und spüre wie es meinen Schmerz ein wenig lindert. „Warum kommst du dann nicht zu uns Liv?". „Ihr könnt mir nicht helfen" sage ich. „Ich weiß aber wir können dir zuhören". Ich lache. „Ich will euch nicht belasten Steve", sage ich. „Das tust du nicht Liv wir sind deine Freunde okay", er legt einen Arm um mich. „Aber das-", er zeigt auf die Flasche. „Das ist nicht Lösung Livy". Ich schüttele lachend den Kopf und trinke noch einen Schluck. „Ich weiß Steve". „Ich kann dich gut verstehen okay", ich lache wieder. „Nein, nein das kannst du nicht", sage ich. „Ich weiß wie es ist eine kaputte Familie zu haben Liv". „Meine Familie ist nicht kaputt, sie ist zertrümmert in tausend verdammte Teile", ich trinke wieder einen Schluck. „Und irgendwie habe ich die verdammte Ehre sie wieder zusammenzukleben in dem ich den Zorn von meiner betrunkenen Mutter, die Schläge von meinem Ex-Arschlochstiefvater und die Depressionen meines Dads abfange und sie von Max fern halte". „Neil hat dich geschlagen Liv?", Steve sieht mich an. Ich lache. „Nicht nur mich, Billy auch und wer weiß vielleicht auch meine Mutter", sage ich und trinke erneut aus der Flasche. „Weißt du Billy war eigentlich ein Netter Kerl", sage ich. „Aber ?". „Gott verdammt ich habe ihn so dafür gehasst das er niemals eingegriffen hat", ich schüttele den Kopf. „Aber ich kann ihn verstehen, er hatte nur Angst vor seinem Vater". „Vielleicht hätte ich einfach die Klappe halten sollen", sage ich und trinke den letzten Schluck aus meiner Flasche. Steve sieht mich fragend an. „Vielleicht hätte er dann aufgehört mich zu schlagen". „Es ist nicht deine Schuld Liv er ist einfach ein Arschloch". „Dein Wort in Gottes Ohr", sage ich. „Max hat es nicht verdient so aufzuwachsen", murmele ich. „Ich hätte bei ihr bleiben sollen, hätte einfach alles ertragen sollen aber nein", ich atme zittrig aus. „Ich bin vor meinen Problemen weggerannt so wie ich es schon immer getan habe". Erneut liefen Tränen über meine Wangen. Steve nimmt mich ein wenig fester in den Arm. „Aber ich konnte einfach nicht mehr, ständig diese Schläge, dieses Anschreien, ständig diese Ausreden in der Schule". „Liv irgendwann hat jeder seine Grenze mal erreicht okay? Es ist nicht deine Schuld". Ich seufze. Ich merkte wie der Alkohol meinen Schmerz linderte. Steve steht auf. „Komm Liv ich bring dich zu Eddie", er reicht mir seine Hand und ich nehme sie. Er hilft mir aufzustehen. Alles dreht sich. Ich sacke ein wenig gegen Steve zusammen. „Okay Livy komm". Er hilft mir in sein Auto zu steigen. „Steve?". „Ja ?". „Wenn du jemals jemandem von alle den Sachen erzählst die ich dir erzählt habe werde ich dich eigenhändig diese Klippe runterstoßen hast du mich verstanden?". Er lacht. „Keine Sorge Livy das bleibt unter uns". Er steigt auf der Fahrerseite ein. Ich lehne meinen Kopf gegen die Fensterscheibe. Du bist so naiv Olivia. Irgendwann halten wir an. Steve öffnet die Tür zur Beifahrerseite. Er hilft mir auszusteigen. Er bringt mich zu Eddie's Trailer. Er klopft an die Tür. Eddie öffnet sie. „Ich hab sie gefunden", sagt Steve. „Gott sei Dank". Eddie legt einen Arm um meine Hüfte. „Sie hat eine ganze Flasche Vodka getrunken ich denke sie braucht erstmal ein Nickerchen", sagt Steve. Eddie nickt. „Danke Steve". „Hey sie ist meine Freundin, wenn sie mich braucht bin ich für sie da", sagt Steve. Ich lächele. „Wir sehen uns Livy". „Nenn mich nicht immer so", jammere ich. Eddie schließt die Tür. Er hebt mich hoch und trägt mich zu seinem Bett rüber. Er legt mich darauf ab. „Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt Darling". „Es tut mir leid Eddie". „Ist schon okay", er wischt meine Tränen von meiner Wange. „Kannst du mich einfach nur halten bitte". „Natürlich". Er legt sich neben mich. Ich kuschele mich an ihn. „Bitte verlasse mich nicht Eddie". „Das werde ich nicht Liv versprochen", das ist das letzte was ich höre bevor ich einschlafe.

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Hidden Love - An Eddie Munson Fanfiction Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt