|| Serendipity = etwas gutes finden, ohne danach gesucht zu haben
Warum tat ich das überhaupt? Ich wusste doch eh schon, was ich sehen würde, wenn ich in den Spiegel Nerhegeb schaute. Manche sollen sogar durchgedreht sein, weil sie zu oft und zu lange in diesen gesehen hatten, das war mir jedoch herzlich egal, denn ich musste ihn sehen. Mit der immer noch malerischen Phiole des Blutpackts in meiner rechten Hand, sah ich ihm nach einem Monat - der sich wie Jahre anfühlte - direkt in seine verschieden farbigen Augen. Wunderschön und geheimnisvoll wie er es immer war, stand er vor mir. Er war in einem langen schwarzen Mantel gekleidet, sein helles Auge strahlte wie der Himmel im Tageslicht, während das andere so dunkel war wie der Raum, der mich umgab. Seine blonden Haare, die über die Jahre aus unerklärlichen Gründen immer weißer wurden, waren elegant nach oben gestylt. Er war ein wahrliches Wunder.
Trotz der beinahe sieben Jahre, die ich gezwungen war, ohne ihn zu Leben, wusste ich genau wie er aussah - ein Segen oder eher ein Fluch? Diese Jahre fühlten sich wie eine Ewigkeit an, gefüllt mit Liebeskummer und nie endenden Qualen.
Ein stechender Schmerz breitet sich in meiner Brust aus und meine Knie wurden wackelig. Um einen unangenehmen Sturz zu vermieden, ließ ich mich langsam auf dem kalten Boden nieder, weshalb ich schließlich vor meinem „Ex-Freund" kniete. Warum musste er mich nur verlassen? Womit hatte ich das verdient?
Die Rede war natürlich von der Liebe meines Lebens... Gellert Grindelwald. In meinen strahlend blauen Augen bildeten sich Tränen, die langsam ihren weg an meiner Wange nach unten lifen. Ich versuchte alles zurück zu halten, herunter zu schlucken. Bloß mein Schluchzen drang durch die endlose Stille, die meine Gedanken wieder und wieder wiederholte, wie ein niemals Endendes Echo, das versuchte mich zu brechen. Ich wollte schreien, die Macht über die Wut meiner unterdrückten Gefühle zurück gewinnen, jedoch schien ich keine Kontrolle mehr über mich selbst zu haben. Mit meiner zitternden Hand griff ich nach seiner Hand, als wäre er wirklich hier und lehnte meine heiße Stirn an den eiskalten Spiegel, um mich daran zu erinnern, dass es nicht real war. Es war das Spiegelbild meiner Träume und nichts weiter. Nur eine Erinnerung an mich. Mein gesamtes Herz begehrte Gellert und der Hunger nach seiner Nähe übertraf alles, woran ich Glaubte.
Alles fühlte sich so surreal an. Die Körperlichen Beschwerden, die mich jeden Tag heimsuchten waren mein einziger Anhaltspunkt. Diese waren der Beweis, dass ich noch lebte. Die inneren Schmerzen jedoch ließen mich mit den Gedanken an den Tod spielen. Allerdings war das erste, das Gellert mir beigebracht hatte, dass man niemals Aufgeben sollte, egal wie groß die Versuchung ist den "einfachen" Weg zu nehmen. Außerdem konnte ich mein Versprechen an ihn nicht brechen...
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Serendipity (Grindeldore FF)
Fiksi PenggemarAlbus POV Jedes mal, wenn sich unsere Blicke kreuzten, schien die Zeit still zu stehen. Die Momente der Stille, waren geprägt von meinen Herzschlägen und meinen Sinnlosen Gedanken. Ich verlor mich in seinen besonderen Augen, die mich in ein Paradis...