15. Kapitel (Albus)

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„Albus, ich..." Gellert legte seine kühle Hand an meine glühende Wange und wischte meine Tränen mit seinem Daumen weg. Ich sah ihm mit verschwimmter Sicht in die Augen. Bevor ich noch etwas sagen konnte, drückte er seine Lippen auf meine. Ich brauchte kurz, aber erwiderte schließlich den Kuss. Die Gefühle, die dadurch ausgelöst und verstärkt wurden waren unbegreiflich. Erst war dieser noch sanft, jedoch wurde er immer intensiver, bis wir uns nach einer Weile nach Luft ringend lösten. „Ich bin so froh, dass ich dich kennengelernt habe!" Mit diesen Worten schlang ich meine Arme so ruckartig um ihn, dass er nun mit dem Rücken auf der Couch lag und ich auf ihm. Mein Kopf lag auf seiner Brust, weshalb ich seinen rasenden Herzschlag in der Stille hören konnte. Seine Hände wanderten zu meinem Rücken und drückten mich sanft näher an ihn. Eine weile lagen wir Schweigend so da und genossen die nähe zueinander.

„Ich sollte mich langsam auf den Heimweg machen", bemerkte ich, wollte aber eigentlich noch nicht aufstehen.

„Was ist, wenn ich dich nicht gehen lasse?", fragte er mich mit einer müden, aber belustigten Stimme.

„Tja, es wird dir nichts anderes übrig bleiben." Ich versuchte mich mit meinen Armen hochdrücken, was jedoch nicht wirklich funktionierte, da Gellert seinen Griff verfestigt hatte und er nunmal etwas stärker als ich war. „Gellert!", mahnte ich ihn, legte mein Kinn auf seine Brust und sah zu ihm auf. „Lass mich los, oder ich... ich"

„Was willst du denn machen, Liebling?", neckte er mich weiter. Leicht errötet, wegen seinem neuen Spitznamen für mich und beleidigt, weil ich wusste, dass ich vermutlich keine Chance gegen Gellert hatte, legte ich meinen Kopf wieder schräg auf seine Brust. „Dachte ich mir", lachte er, wobei sein Oberkörper bebte.

„Du bist so-"

„Gutaussehend, unwiderstehlich, Charmant...", beendete er meinen Satz amüsiert.

„Hey, fahr dein Ego mal wieder etwas runter!", lachte ich.

„Lass uns doch einfach noch ein wenig so liegen bleiben", entschärfte er nun seine vorherigen Worte.

„Wir sehen uns doch morgen wieder", bemerkte ich.

„Trotzdem!" Er wollte einfach nicht nachlassen.

„Na gut, aber nur ein paar Minuten. Mehr nicht!" Ich schüttelte Lächelnd meinen Kopf und hing meinen Gedanken nach. Ich, Albus Dumbledore war mit einem Jungen zusammen. Waren wir überhaupt zusammen? Was sollten wir sonst sein?

Nach einer Weile bemerkte ich wie meine Augenlider immer schwerer wurden. „Ich bin müde", murmelte ich in Gellerts Brust.

„Dann schlaf. Ich wecke dich früh genug, damit dein Bruder nicht bemerkt, dass du weg warst", versicherte er mir.

Ich nickte und erzitterte kurz darauf. „Mir ist kalt!"

„Ich würde ja eine Decke holen, aber das geht schlecht, wenn du auf mir liegst", erklärte Gellert, woraufhin ich angestrengt aufstand und er eine Decke aus einer kleinen Kiste holte und kurz ausschüttelte. „Leg dich hin", wies er mir. Ich legte mich auf die Seite auf die schmale Couch und breitete mit halb geschlossenen Augen meine Arme einladend aus. Gellert legte die Decke über mich und kuschelte sich anschließend an mich. Er versuchte sich in meiner Umarmung zu mir zu drehen. „Schlaf gut", hauchte er und gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn, weshalb ich den Griff noch mehr verfestigte und meinen Kopf halb auf seinem Hals, halb auf seiner Brust platzierte.

„Schlaf auch gut", erwiderte ich im Halbschlaf.

Ich bemerkte wie sich etwas neben mir bewegte, also versuchte ich meine Augen zu öffnen. Nachdem ich mir den Schlaf aus den Augen gerieben hatte, sah ich mich um. Als erstes fiel mein Blick auf Gellert, der vor mir stand und mich vermutlich gerade wecken wollte.

Serendipity (Grindeldore FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt