Sie musste dann wirklich eingeschlafen sein, denn als sie wieder mal völlig Plan- und Orientierungslos erwachte, lag sie natürlich wieder in diesem modernen und echt großen Bett... und zwar im Haus der Werwölfe. Und als sie dann diesmal die Decke zurück schlug, beschloss sie diesen Tieren nun ein für alle mal die Meinung zu sagen und sich diese ständige hin- und herentführerrei auch nicht mehr länger gefallen zu lassen.
Doch als erstes musste sie leider feststellen, dass sie nun eine elektronische Fußfessel am Bein trug.
What????
Na ganz toll.
-Nicht!Waren die Monster jetzt vielleicht auch noch irre geworden, oder was? Wollten sie gerne sterben?
- Ja?
Sollte sie sich also gleich noch mal die Bratpfanne holen und diese Hunde diesmal richtig totschlagen!?
Oh... diese elenden Mistköter...!Celine kletterte aus dem Bett, nur um dann abrupt innezuhalten, den nun erst bemerkte sie auch noch die Tropfinfusion, welche wiederum mit einem Verband an ihrem Handgelenk fixiert worden war.
Ihr Zorn wurde immer größer und Größer.Was bildeten die sich eigentlich noch alles ein? Jetzt einfach komplett alles über sie bestimmen zu dürfen...
Auch welche Art von Medikamente sie nun ab sofort haben sollte oder ob sie das verfluchte Scheißzeug überhaupt noch wollte.
Die gingen hier absolut über alle Grenzen. Keine freie Meinung mehr, nichts zu sagen, nichts zu wollen. Und jetzt auch noch eine Gefangene?
Hastig wickelte sie sich den Verband ab, warf ihn zu Boden und wollte sich gerade mal wieder die Nadel ziehen, als die Tür aufging und Rain mit einem Tablett, dass er auf der linken Hand balancierte, hereinkam... stutzend bei ihrem Anblick.
„Oh, du bist schon wieder wach? - He ... Was machst du denn da, Cel?"
Er bewegte sich mal wieder schneller, als sie schauen konnte, umklammerte im nächsten Augenblick auch schon ihre Hand, um sie daran zu hindern sich die Strippe zu ziehen
„Das lässt du schön bleiben, Mate!", knurrte er sie wieder mal giftig- weil-rotäugig an.
Doch war er gerade gehörig im Nachteil.
Denn er hielt das Tablett und ihre rechte Hand gefangen und sie war zum Glück Beidhänderin!
Ihre linke Faust krachte also gegen seine Nase, und sie nahm auch rasch noch den Suppenteller vom nun wackelnden Tablet, um ihm das heisse Zeug auch noch mitten ins Gesicht zu schütten, doch die Schale wurde ihr so schnell wieder abgenommen, dass sie kaum Begriff, was geschah, und im nächsten Augenblick wurde sie von zwei Armen umfasst, so hart wie Stahlklammern.
Night war da.
Oh Wow ... völlig unmöglich sich daraus nun zu befreien.
„Ihr verfluchten Tiere... lasst mich gehen! Das hier ist Freiheitsberaubung!!! Mann ey... ich bring euch um! Nur für diesen Scheiß mit der Polizei vor meinem Wohhnhaus, klar? Und was fällt euch überhaupt ein mich einfach wieder in eurer blödes Schicksenhaus zu schaffen?! Und mich auch noch dabei zu betäuben und Fussfesseln anzulegen...
Das könnt ihr so was von Haken, ihr elenden Mistköter... Arschlöcher... Egomanen...!", schlug sie mit dem Kopf nach hinten und trat mit den Füßen nach vorne aus, gegen Rain der sie nun mit einem grimmigen Lächeln und blutender Nase betrachtete.
„Kein bisschen zahmer geworden!", kommentierte er dann aber fast schon stolz aussehend und Night der sie umfasst hielt kicherte nun fast schon...
Nicht sein Ernst, oder!?
„Du magst also lieber blutige Nasen als heiße Küsse, das müssen wir uns unbedingt merken, aber nun... zurück ins Bett, Miss Cel!", warf Night sie nun mit Schwung auf die Kissen, das sie kurz die Orientierung verlor, schon war er wieder über ihr und drehte sie in den Kissen zu sich um, - oh Mann war der Stark.
Cel schrie unwillkürlich kreischend auf und klatschte ihm ihre Hand ins Gesicht, bevor er erneut ihre Handgelenke eingefangen bekam und in die Kissen drückte, dabei aber erneut bedrohlich aufknurrend, wie ein sehr, sehr böser Höllenhund.
„So... hab ich dich! Du beruhigst dich jetzt wieder, Celine, und dann sprechen wir wie zivilisierte Menschen darüber, was wir nun tun können, um es dir in den nächsten Tagen und Wochen so angenehm wie nur irgendmöglich zu machen.
Aber wehe dir, du versuchst dich noch mal umzubringen, indem du den Infusionsschlauch aus deinen Adern entfernst! Dann schnallen wir dich mit deinen Händen und Füßen an das Bett, bis du wieder brav bist und schwörst den Scheiß zu lassen!", drohte er ihr nun so ernsthaft, dass Cel prompt wieder erbleichte.Sofort runzelte er die Stirn.
„Hey... was ist? Warum dieser Blick? Du solltest inzwischen wissen, dass wir dir nichts antun werden. Wir sind auch nicht wie dieser kranke Arsch, dass wir dich befummeln oder vergewaltigen, während du bewusstlos bist.
Du bist jetzt unser Ein und Alles, unsere Mate... , unser Leben, Cel!", versicherte er ihr unwillkürlich, doch da zog Rain ihn von ihr herunter und schubste ihn leise knurrend bei Seite.
„Night, echt! Du und deine Drohungen... erinnerst du dich bitte mal daran, warum sie so abgedreht ist? Sie war nicht bewusstlos, oder vielleicht auch nur nicht mehr, sonst hätte sie sich doch gar nicht daran erinnert, dass dieser Arsch ihr etwas angetan hat. Also schlussfolgere ich, hat dieser Sack genau das mit ihr gemacht, was du ihr gerade angedroht hast! - ... Also Spinnst du?", herrschte er Night an, nur um sich nur sofort wieder erstarrend zu ihr auf das Bett zu setze, um dann äußerst Schuldbewusst drein zu blicken, derweil Rain sich die gebrochene Nase seufzend und knackend wieder einrichtete.
Dann schniefte er kurz hart und wischte sich mit dem Ärmel das Blut von Mund und Nase ab.„Hör nicht auf den fiesen Night! Wenn er dich festbindet, mache ich dich sofort wieder los, meine feurige Amazone!", grinste er sie nun tatsächlich auch noch verschmitzt und beinahe flirtend schnurrend an.
What a...?
„Lasst mich endlich BEIDE in Ruhe! Warum kapiert ihr das nicht, dass ich nun mal nicht eure Frau sein will? Ich kann es auch nicht sein, ich bin todkrank...!"
Rain nickte nur ernsthaft.
„Ja, das weiß ich doch, meine Schöne. Jetzt bist du das noch, und deshalb müssen wir nun auch gut auf dich aufpassen, okay? Also bleib im Bett, nimm deine Medikamente, reg dich nicht auf.
Und dann wird alles gut und du bald ganz gesund!
Und wenn du dich dann beim nächsten Vollmond zum ersten Mal verwandelst, verspreche dir, dass wir bei dir sind und dir da durchhelfen.
Schließlich bist du unsere Mate! Der beste Teil unserer beider Seelen.
Und darum haben wir nun auch auf dem Heimweg beschlossen, dass wir dich nicht mehr ganz so sehr bedrängen werden, obwohl du natürlich wunderbar auf uns reagierst.
Weißt du, das ist unsere Seelenverbindung.
Die Mondgöttin hat uns einander bereits angegeben. Egal, ob wir nun schon eine Zeremonie hatten oder nicht. Uns Werwölfen ist das auch im Grunde gar nicht so wichtig, doch euch Menschen vermutlich schon. Das haben wir allerdings kurz mal vergessen, weil wir uns einfach so sehr darüber freuten, dich gefunden zu haben.
Und was diesen Arzt betrifft, der dir all das angetan hat, weshalb du nun so heftig auf männliche Wesen reagieren musst ... der Bastard wird noch dafür bezahlen! Keine Sorge."
„So ist es... vielleicht hängen wir ihn ja in Honig getunkt direkt über einen Ameisenhaufen...", schlug Night ernsthaft grollend vor... und verschränkte mit einer gehobenen Braue nun nachdenklich die Arme vor der Brust.
Rain aber schnalzte nur missbilligend mit der Zunge. „Und was, wenn er außer ein perverser Sadist, auch noch ein Masochist ist?
Nein, ich bin dafür, ihn mit seinem Gemächt an einem Baum zu nageln und dann nur 20 Sekunden Zeit zu lassen, sich selbst davon ab zu reißen, bevor wir die Treibjagd auf ihn eröffnen.", grinste er grimmig und eindeutig blutdurstig.
Oh Mann...
Night guckte kurz nachdenklich drein und nickte schließlich.
„Hast recht. Er eignet, sich sicher noch als Beute- Opfer, für eine Blutspur Verfolgung der Jung- Wächter, die nach wild gewordenen Werwölfen spüren lernen sollen. Und wenn sie ihn gestellt und verschnürt haben, können sie ihn ja zu Grenzwächter Ivan bringen. Er mag ihn sicher auch noch entmannt..."
Rain wandte aufmerkend den Kopf zu ihm hin.
„Woah... Du bist ja echt fies, weißt du das?", fragte er ihn bewundernd.
Night winkte nur grummelig ab.
„Nein, eigentlich denke ich nur praktisch. Denn seit mit diesem schwulen Menschenmann aus dem Ort Schluss ist, den Ivan fast rund um die Uhr durch den Wald gevögelt hat, wenn er nicht gerade auf Wacht war, bläst er nun Trübsal.
Ich befürchte noch, er wird zum Monster, wenn das so weitergeht. Deshalb halte ich es durchaus für angemessen hier zu intervenieren. Und dieses Arschloch hat ja immerhin noch ein Loch in das Ivan seinen großen Prinzen stecken kann..."
Rain überdachte sein Worte kurz bevor er sich wieder zu der nun hörbar fassungslos schnappatmenden Cel umdrehte.„Also ich glaube, da hat unsere liebe Mate nun aber doch ein Mitspracherecht, Night. Auch wenn mir deine Art gefällt, sollten wir sie da besser mit einbeziehen!
Also... was wäre dir lieber, Kleines? Sollen wir den Depp, der dir im Krankenhaus was schlimmes angetan hat, gleich umbringen, sobald er hier ankommt oder sollen wir ihn lieber nur seine eigene Medizin kosten lassen und ihn nach einer netten Schwanz-Behandlung einem durchaus ab und an etwas notgeilen Schwulen Werwolf schenken, der ihn dann auch mal so richtig hart durchnimmt, bis er die Engelein singen hört und winselnd vor dir auf den Knien rutschend um Gnade bettelt?", fragte er Celine nun ernsthaft-interessiert, die nun aber wirklich den Mund nicht mehr zubekam.
Denn...
Bitte, WAS wollten diese Werwölfe mit dem perversen Arschloch aus dem Krankenhaus tun?

DU LIEST GERADE
Wolfsbraut - Im Bann der Alpha
WerewolfAls die junge Celine nach dem Tod ihrer Großmutter den alten Hof im Wald, nahe der Holmersandberge erbt ist sie zuerst nur froh und dankbar für diese Zuflucht, denn sie selbst leidet schon seit ihrer Geburt unter einer letztlich tödlichen Krankheit...