Brad POV
Dieser Arzt, Dean Walsh wie er sich vorgestellt hatte, blieb tatsächlich an meiner Seite und dieses Gefühl was sich in mir eingestellt hatte, seitdem ich ihn erstmals gesehen habe, war mir völlig unbekannt.
Unbestritten war dieser extrem dominante Mann, der gerade am Laptop neben mir saß, alles andere als hässlich. Älter als ich, ja. Fast 10 Jahre, wie ich rausgefunden hatte, aber das tat seiner Attraktivität absolut keinen Abbruch.
Seine einnehmende Art, diese Selbstverständlichkeit, wie er mich schon jetzt als „Seins" betrachtete, brachte mich auf der einen Seite extrem durcheinander, löste aber andererseits auch ein tiefes, zufriedenes Gefühl in mir aus. Vermutlich mein innerer Wolf, der nun endlich das bekommen könnte, was er immer gewollt und ich verschmäht hatte.
Nachdem ich mich in Harry verguckte, war meine Einstellung ein wenig anders geworden, aber dieses Gefühl wenn ich Harry ansah, war nicht vergleichbar mit dem, wenn ich diesem Dean in die Augen sah.
"Na, wie fühlst du dich?", er holte mich aus meinen Gedanken und ich fühlte kurz in mich hinein. Eigentlich ging es mir wieder gut. Mir taten ein wenig die Knochen weh, vom Herumliegen. Die Hand merkte ich eigentlich gar nicht mehr und auch sonst...
"Gut.", gab ich nur zurück, lächelte ihn etwas unsicher an. Auch eine Sache die ich nicht verstand. Trotz Omegagenen war ich eigentlich die Selbstsicherheit in Persona und nun war all das wie weggeblasen.
"Sehr schön. Ich werde gleich mal mit dem Oberarzt reden. Harry kommt erst heute Abend wieder zum Dienst, aber ich denke, ich kann dich bei den Werten auch heute Vormittag schon mitnehmen.", er nickte sich selbst zu und ich runzelte die Stirn.
"Wie mitnehmen?", fragte ich und er grinste, legte den Kopf schief.
"Ich muss dich doch kennenlernen, bevor ich dich mit zu mir ins Rudel nehme. Du wirst sicher auch noch einige Dinge hier klären müssen, bevor Du Deine Zelte hier abbrichst.", die Worte sickerten langsam in mein Bewusstsein und als ich die Tiefe der Worte begriff, schüttelte ich langsam den Kopf.
"Das, das geht mir zu schnell.", brachte ich heraus, fühlte aber wie ich unter den Augen des extrem dominanten Alphas kleiner wurde.
"Ich habe aber nicht Wochen Zeit, Brad. Meine Klink braucht mich. Deshalb müssen wir das alles leider ein wenig im Schnelldurchgang machen. Aber ich verspreche dir, wenn wir erst zu Hause sind..."
"Zuhause?", ich schüttelte erneut den Kopf. "Mein Zuhause ist hier und selbst wenn ich mich zu dir hingezogen fühle, ich werde die Küste nicht verlassen. Ich brauche das hier, ich liebe das Meer, ich...nein!", ich schluckte, als der Alpha vor mir die Augenbrauen runzelte, sich dann durchs Haar fuhr und ruhig ein und ausatmete.
"Brad.", sagte er ruhig, griff nach meiner Hand und auch wenn ich sie am liebsten entzogen hätte, hielt ich still.
"Wir haben doch noch gar nicht darüber gesprochen, wo ich herkomme, oder?", fragte er streng und tatsächlich hatte er Recht. Sein Akzent hatte mir keinen Aufschluss über den Bundesstaat gegeben, aus dem er kam und bisher war das auch kein Thema gewesen.
"Nein.", sagte ich kleinlaut und er grinste.
"Möchtest du denn wissen, wo mein Rudel ist?", fragte er nun und ich nickte langsam.
"Sehr schön.", seine Stimme wurde wieder weicher, seine Hände streichelten sanft über meine Haut und ich genoss die liebevollen Berührungen.
"Unser Rudel ist in der Nähe von Coos Bay und ich leite dort im Bay Area Hospital die Nephrologie. Sagt Dir Coos Bay etwas?"
Mir klappte der Mund auf und ich sah sein Schmunzeln. "Oregon. Touristenregion. Küstenstadt", murmelte ich nur und nun lächelte er breit.
"Ganz genau. Es ist zwar etwas kühler als hier, gern auch mal stürmischer, aber aufs Meer wirst du bei uns nicht verzichten müssen und ich bin mir sicher, dass du auch als Personaltrainer dort weiter wirst arbeiten können. Unsere Rudelmitglieder würden sich garantiert auch eine Luna mit Deiner Expertise freuen und vielleicht könntest du in unserer Rudelschule den Sportunterricht übernehmen.", erzählte er begeistert.
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Unwanted Leadership (Alpha/Omega) - Larry Stylinson AU
FanfictionAlpha sein verpflichtet, heißt es so schön, doch genau diese Verpflichtung hat er nicht gewollt. Nun aber wird Harry in diese Rolle gezwungen, soll Verantwortung übernehmen, sein Leben wie er es geplant hatte aufgeben. Doch seine Mutter hat einen P...