Story 37, Teil 3/4 - Turnier

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Nachdem Weihnachten vorbei war, durften wir das Schloss noch für ein paar Tage verlassen, also beschloss ich, mit Venia, Sebbi und Runa nach Paris zu reisen und Oma Vivi, und die anderen zu besuchen. Sie empfingen unsere Ladies mit offenen Armen und wirklich herzlich. Sie wussten, dass ich beim trimagischen Turnier mitmache, und trotz, dass Alexandre ein Freund eines Freundes von meiner Cousine Larena, also Onkel Louis Tochter, ist, feuerten sie mich an und gaben mir so ziemliche alle Glücksbringer mit, die sie besaßen. 

Die zweite Aufgabe des Turniers rückte immer näher. 

Irgendetwas schien diese Aufgabe mit Graphörnern zu tun zu haben, zumindest war es das, was Alexandre mir erzählte. Liana war weiterhin nicht besonders kontaktfreudig, und ihr strenger Blick wurde nach ihrer Niederlage bei der ersten Aufgabe nur noch schlimmer. 

Und dann kam der 24. Februar. Das schottische Hochland war zugeschneit, was aber nicht schlimmer war, da die Aufgabe wohl sowieso an der Küste stattfand. 

Mit Portschlüsseln wurden die ganzen Zuschauer, und zuvor noch wir Teilnehmer, an ein ruhiges Küstengebiet geportet. 

"Schön, Sie drei gesund und munter wiederzusehen. Die heutige Aufgabe, werden sie gleichzeitig, jedoch getrennt voneinander bewältigen. Wir haben Sie in den letzten Wochen beobachtet, und konnten herausfinden, welche Menschen Ihnen besonders Nahe stehen. 

Genau diese Menschen, gilt es zu suchen und sie wieder zurück zu bringen. Wir haben die hier ansässigen Tiere verzaubert, sodass sie denken, dass es sich bei den Personen um ihre Kinder handelt. Dementsprechend, werden sie sie beschützen. 

Es gibt keine Zeitbegrenzung. 

Es gibt nur eine einzige Regel. Sie dürfen nicht apparieren oder Ihren Besen verwenden. Und selbst wenn Sie es versuchen, wird es nicht funktionieren. Das gesamte Gebiet ist so verzaubert, dass beides nicht möglich ist. 

Dementsprechend, handeln sie weise und setzen Sie Ihre Prioritäten. Ich wünsche Ihnen und ihren Liebsten viel Glück.", sagte der Mann vom Ministerium, dessen Name ich immer wieder vergaß. 

Was? Unsere Liebsten? Zum ersten Mal sah ich in Lianas Augen einen Anflug von Panik. Auch Alexandre war sehr blass und ich merkte, wie ich zu zittern begann. Krank, es ist einfach nur krank, unsere Freunde hier reinzuziehen, dachte ich mir, als ich merkte, wie mir fürchterlich schlecht wurde. 

Wir stellten uns an die Startlinie. Und wurden Richtungen vorgegeben, und so rannten wir beim Startschuss in die vorgegebenen Richtungen. 

Ich rannte und rannte, und sah einfach nichts. Plötzlich hörte ich in weiter Entfernung lautes Getrampel. Scheinbar waren wirklich Graphörner Teil der Aufgabe.

Ich musste reinrennen, mir Venia oder wer auch immer dort war, schnappen und so schnell wie möglich wieder zurück rennen.

Graphörner sind so ziemlich die gefährlichsten Biester, die es in Schottland gibt. Für ihre Größe und ihr Gewicht, sind sie unerwartet schnell und wendig. Zudem sind sie sehr robust und nicht weniger stark. 

Ich rannte immer weiter in Richtung des Getrampels, bis ich plötzlich einen lauten Schrei wahrnahm. Das war weder Venias, noch Sebbis Schrei. Das klang viel mehr nach Papa. 

Ich sprintete weiter, immer weiter. Ein Graphorn kam auf mich zu, doch ich wich ihm aus und rannte weiter zu dem Graphorn Nest, oder wie auch immer die Viecher sich vermehrten. 

Jedoch blieb ich plötzlich stehen. Ich sah nicht nur Papas rotblondes Haar, sondern auch Venias hellblonde Mähne. Sie beide lagen gefesselt und geknebelt am Boden, einige Meter voneinander entfernt. 

Zauberhafte Sommersprossen - KurzgeschichtenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt