Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
꧁---𝐒𝐡𝐞𝐫𝐥𝐨𝐜𝐤 𝐇𝐨𝐥𝐦𝐞𝐬---꧂
Die feinen Sonnenstrahlen, die durch den Schlitz zwischen den dicken Vorhängen fallen, kitzeln meine Haut und lassen mich sanfter als unter normalen Umständen aus dem Schlaf erwachen.
Blinzelnd gewöhnen sich meine Augen an das blendende Licht, während mich ein angenehmer Schauer durchzieht, als ich einen mir nur allzu bekannten Duft einatme. Sobald ich mich nach rechts drehe und meinen Kopf auf Scherlocks breiter Brust ablege, entflieht meiner Kehle ein wohliges Seufzen.
Nur ein kurzer Blick in sein Gesicht genügt, um zu verstehen, dass er die ruhigen Morgenstunden wohl mal wieder ausnutzt, um seinen Gedanken nachzugehen. Und da ich nur allzu gut weiß, dass man ihn dabei lieber nicht stören sollte, belasse ich es einfach dabei, seinem stetigen Herzschlag zu lauschen und hin und wieder kleine Kreise auf der Haut seines Bauches zu zeichnen.
Minuten vergehen, in denen wir einfach nur daliegen und den Moment passieren lassen. In unserem durchaus hektischen Leben kommt es nicht gerade oft vor, dass wir Zeit für solch einen Augenblick finden. Aber so sind wir eben; immer auf der Suche nach einem neuen Projekt und unersättlich in unserem Wesen. Wahrscheinlich ist es auch das einzige, das uns verbindet. Ansonsten sind wir wohl doch recht unterschiedlich. Er spielt Violine, ich Klavier; er lebt in einer Wohnung bestehend aus Chaos und ich in einer, die glatt eine neu gemietete sein könnte; er ist in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen und hatte eine erstklassige Erziehung, ich habe mir alles selber beigebracht und habe meine Eltern nie kennengelernt. Ich könnte wahrscheinlich noch Stunden so weitermachen; aber dennoch liegen wir hier. Nebeneinander in seinem Bett und genießen die Nähe des jeweils anderen.
Seitdem sich unsere Fälle zum ersten Mal überkreuzt haben, konnten wir nicht mehr die Finger voneinander lassen. Und irgendwann kam es wohl so, dass wir zu einer Art Paar geworden sind. Zwar keines, das man irgendwo händchenhaltend im Park oder auf der Straße beobachten könnte, jedoch eines, das in dem jeweils anderen endlich eine Person gefunden hat, die einen blind versteht und nicht für seine Ecken und Kanten verurteilt oder versucht einen zu ändern.
Seine Berührung jagt mir eine Gänsehaut ein, als sich seine große Hand auf meinen Rücken legt und immer wieder auf und ab fährt.
„Seit wann bist du denn eine Frühaufsteherin, Darling?", dringt seine tiefe Stimme, die noch etwas rau vom Schlafen ist, an meine Ohren. Sofort hebe ich meinen Kopf und treffe auf seine blauen Augen, die mich wie immer intensiv mustern.
„Seitdem ich mit dir zusammen wohne", gebe ich mürrisch wieder. Und da hätten wir schon wieder einen Punkt gefunden, in dem wir uns unterscheiden; er ist wortwörtlich der frühe Vogel und ich wohl irgendeine Fledermaus, die am liebsten erst gegen Nachmittag aus dem Bett kriechen würde,
Sein Brustkorb vibriert unter mir, als ein tiefes Lachen seine Kehle verlässt. Als Reaktion boxe ich ihn spielerisch in den Bauch; wobei mir meine Geste wohl selber mehr wehgetan hat, als ihm. Schließlich sind seine vermaledeiten Bauchmuskeln so hart, dass man sich daran Zähne ausschlagen könnte.