>>Life is beautiful von Thirty Seconds To Mars<<
(Penny's Sicht)
Sam öffnete nur langsam Augen, doch es war genug, um mir die Tränen in die Augen zu treiben. Glück durchflutete mich bis in den kleinsten Winkel meines Körpers.
Ich war nach zwei Wochen entlassen worden und doch hatte ich noch weitere zwei Wochen Tag und Nacht an seinem Bett gesessen. Ich hatte alles miterlebt - wie sie ihm die Fäden gezogen hatten an Stirn und Schusswunden, wie gut diese verheilt waren und auch als sie einige Tage später das selbe mit seiner Hand gemacht hatten. Sie war bis heute geschient, aber die blauen Flecken und Schwellungen hatten sich nach und nach zurück gebildet und bis auf ein paar Narben war nichts mehr zu sehen. Die Ärzte hatten gute Arbeit geleistet. Hoffentlich würde das auch für dessen Bewegungsfähigkeit gelten.
Seit einer Woche hatten die Ärzte seine Medikamente nach und nach reduziert, hatten ihm andere Medikamente gegeben, damit das ihm einen Anreiz gab, um aufzuwachen. Aber es war nichts passiert. Es gab immer wieder Momente, in denen ich das Gefühl hatte, er drücke sanft meine Hand, die ich immer in seiner liegen hatte, und doch fragte ich mich oftmals, ob ich mir das vielleicht nur einbildete, weil es eben kaum spürbar war.
Doch jetzt war es keine Einbildung. Er wachte wirklich auf und ich konnte mich trotz der Tränen nicht davon abhalten, glücklich zu lächeln, während ich ihm mit meiner anderen Hand durch die Haare fuhr, geduldig darauf wartend, dass er erst einmal wach wurde und sich zurecht fand.
"Pen. Ist das wieder ein Traum?", fragte er mit rauher Stimme. Was er wohl die ganze Zeit geträumt hatte? Doch wir würden noch genug Zeit haben, das zu besprechen.
"Nein, Sam. Diesmal nicht", erwiderte ich ihm mit Tränen in den Augen und fuhr ihm weiter sanft durch die Haare. Ich musste gegen die Tränen anblinzeln, die meine Augen füllten.
"Jedes Mal, wenn ich dich küssen wollte, bist du verschwunden oder wurdest... Es war so schrecklich."
"Dann sollte ich das wieder gut machen, oder?", erwiderte ich ihm schmunzelnd und lehnte mich vor, um ihn zu küssen. Keiner von uns beiden verschwand und es war der schönste Kuss, den ich bisher von ihm bekommen hatte.
Die Schiene war seit ein paar Wochen ab und Sam hatte sichtlich Schwierigkeiten mit seiner Hand zu klettern. Ich begleitete ihn immer zur Physiotherapie und wir verbrachten zahllose Extra-Stunden beim Übungsturm, um es zu üben die Leine besser halten zu können, doch Sam konnte noch immer nicht seine Hand und dessen Kraft voll ausnutzen, da er die Finger nicht vollständig krümmen konnte. Er wollte so unbedingt wieder voll einsatzfähig sein, hielt Steele ihn bisher doch eher bei Kletter- und Helikoptereinsätzen zurück.
Und doch schien er zufrieden damit, ein wenig kürzer treten zu können, zumal Steele ihm seine Nachfolge angeboten hatte. Unser Hauptfeuerwehrmann sehnte sich nach dem Ruhestand und einem Mangel an verrückten Einsätzen. Ich hingegen war froh, wieder in Pontypandy sein und helfen zu können. Nur hier allein, wo alles schief zu gehen schien, fühlte es sich an, als wäre die Welt wirklich in Ordnung.
Ich war im 6. Monat, als Steele mir nahe legte, mich auf die Büroarbeit und leichteren Einsätze einzustellen. Kein Atemschutz, kein Tauchen, kein Klettern mehr. Meine Uniformen wurden langsam eng und so musste ich tatsächlich einlenken und mich mit den ruhigen Aufgaben zufrieden geben, wie Neptun oder andere Fahrzeuge zu fahren, die Atemschutzüberwachung zu übernehmen oder Berichte zu schreiben.
Ich war zufrieden damit. Die Schwangerschaft verlief gut und komplikationslos. Das Baby war gesund und Sam war der wohl stolzeste werdende Vater, den ich je gesehen hatte.
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Darkness falls - Dunkle Vergangenheit
FanficBis auf den üblichen Wahnsinn verlief es in Pontypandy bisher friedlich. Alles läuft wie gewohnt, bis auf Penny, die ihr Aussehen verändert. Niemand denkt darüber nach, bis sie eines Tages anfängt, sich seltsam zu benehmen. Niemand weiß von ihrer Ve...