Mit einem lauten Schuss verschwand das Gewicht von meinem Rücken, ein letztes Mal rissen die Finger über die blutige Wunde.
Schwarzes Blut spritzte auf mich.
Ich japste nach Luft, das heiße Blut ließ mich gefühlt kochen.
Hinter mir kreischte der Crank grässlich auf, wurde dabei aber leiser. Vermutlich haute er also ab.
Jorge kam zu mir gerannt. Vor mir fiel er auf die Knie, und riss mich am Arm hoch.
"Aufstehen, na los! Wir müssen hier weg!"
, befahl er, klang aber nicht wütend, sondern viel mehr besorgt.
Wenn das so leicht wäre, der Scheiss tut weh!
Bei der kleinsten Bewegung musste ich schon keuchen.
"Chica, na los!"
, erklang er wieder, dicht an meinem Ohr.
Ich presste die Zähne zusammen.
Komm schon, Yelena, du bist schonmal gestorben, also kannst du auch ein paar Kratzer ab!
Meine Hand krallte sich in Jorges Mantel, und mit der Hilfe von Jorge - Eigentlich mit meiner Hilfe, er übernahm den Großteil - kam ich schließlich auf die Beine, die mir aber gleich wieder weg knicken wollten.
"Ach fuck", knurrte ich heiser, und stützte mich an dem großen Mann ab.
Dieser hielt mich sicher auf den Beinen, sah sich dabei aber meinen Rücken an.
"Und, wie siehts aus?"
"Es ist nicht tief, du überlebst es"
Ob das jetzt eine so positive Nachricht war, ließ sich abstreiten.
Dafür blieb aber keine Zeit, denn vor meinen nebeligen Augen kamen nun mehrere Männer in den Raum gerannt, Pistolen und Gewehre in ihren Händen.
Stolpernd blieben sie stehen.
"Was ist-", begann der vorderste, als er mich, Blut überströmt, und Jorge, hinter mir, sah.
"Cranks! Aus dem Tunnel, sie müssen auch schon in den anderen Abschnitten sein", keifte Jorge, ohne den Merkwürdigen Anblick zu reflektieren. "Bringt die Viecher um, und schafft alle hier raus!"
Die Antwort blieb aus, vermutlich nickten sie, das bekam ich aber nicht mit, da der Nebel vor meiner Iris immer dichter wurde, und nur noch Schemen offenbarte.
Die Männer rannten jedoch los, sie verschwanden im dem dunklen Loch aus dem ich kam. Nicht viel später fielen die ersten Schüsse.
"Yelena?"
Ich blinzelte hektisch, aber dennoch verbesserte sich meine Sicht nicht.
Der Griff um mich verstärkte sich.
"Augen offen behalten, klar?", trichterte Jorge mir ein, und schüttelte mich vorsichtig, bis ich nickte.
"Ich bring dich hier raus, aber du musst dich bewegen. Tragen werde ich dich ganz sicher nicht"Liebenswürdig.
Erneut nickte ich, um mitzuteilen, dass ich verstanden hatte.
Das reichte ihm wohl, der Mann setzte sich in Bewegung und zog meine Wenigkeit stolpernd hinter sich her.
Ich klammerte mich an ihn, ließ zu das er mich durch die verschiedenen Räume und Tunnel zog.
Immer wieder knallte es, woher es kam konnte ich nicht sagen, durch die Höhlen hallte es so stark, dass das Echo es unmöglich machte einen Herkunftsort zu bestimmen.
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Breathe while you still can |¦| Maze Runner
أدب الهواةPhase 2 beginnt; Sie sind raus aus dem Labyrinth und haben das erste Mal die Ausmaße des Brandvirus gesehen. Während Yelena, die hingegen aller Erwartungen noch am leben ist, Stück für Stück merkt wie heimtückisch die Welt auf sie lauert, wächst das...