Prolog

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"Sieh dir das Mal an Hope, dein Freund trägt jetzt auch eine Kutte von den Sons!", sagte mein bester Freund Juan besser bekannt als Juice. Ich drehte mich ruckartig um und meine langen braunen Haare schlugen gegen das Gesicht meines besten Freundes. Erschrocken schaute ich in die Richtung in die auch er schaute und erkannte ihn, meinen Freund Jackson besser gesagt Jax. Er trug sie wirklich. Sein noch zierlicher Körper wurde von der Kutte der Sons geziert und mir wurde schlecht.

Er hatte mir versprochen das er ihnen nie beitreten würde, für mich. Sein Vater war mit Gründer, aber Jax wusste das ich es nie könnte, ich würde diese Seite und das was sie mit sich brachte nie akzeptieren. Mein Erzeuger war der Anführer der Mayans und ich weiß was er regelmäßig mit meiner Mutter machte. Jax würde irgendwann genauso werden und das machte mir Angst. Er verschonte selbst mich nie, nur weil er seinen Schwanz vor 12 Jahren im Suff nicht bei sich behalten konnte. 

Jax und sein bester Freund kamen auf uns zu, aber nicht alleine. Sie hatten mal wieder zwei Weiber im Schlepptau, Donna und Tara. Donna war mir egal, sie wollte etwas von Opie. Bei Tara war es jedoch anders, sie wollte was von Jax und akzeptierte mich nie. Ihr Pech das ich mit ihm zusammen war, aber da er jetzt zu den Sons gehört wurde das alles wieder schwieriger. 

Ich ignorierte Jax den gesamten Schultag und das schien ihm nicht zu gefallen. Nach Sport sprintete ich zu meinem Fahrrad und fuhr schnell nach hause. Dort angekommen, warf ich es in den Vorgarten und rannte ohne zu überlegen und auf mein Umfeld zu achten ins Haus. Aber das ich hier gerade den größten Fehler meines Lebens machte wusste ich erst, als ich meine Mutter schreien hörte. Er war wieder da. Nicht schon wieder, aber es sollte sich ändern. Ich nahm die Vase die im Flur stand und ging damit leise in die Stube, was ich dort sah lies mich stocken. Die Stube war verwüstet und meine Mutter lag auf dem Boden, sie blutete. 

Er stand über ihr und richtete sein Messer auf sie. Jetzt reichte es mir, mit all meinem Mut ging ich auf ihn zu und warf ihm so doll ich konnte die Vase gegen seinen Kopf. "Hope! Lauf!", schrie meine Mutter, aber ich blieb stehen, als sein wütender Blick mich traf. Angst machte sich in mir breit, als er mich am Hals packte und gegen die Wand warf. Mit einem Krachen kam ich auf dem Schrank zum liegen, aber das sollte nicht das Ende seiner Wut gegen uns sein. Mit schnellen Schritten, blieb er vor mir stehen hob mich hoch und wischte mit meinem Gesicht über den Schrank. Scherben drückten sich in mein Gesicht und hinterließen Wunden. Er hob mich wieder hoch und drückte mich dieses mal auf die Fensterbank. Mein Kiefer knallte unsanft auf und ich schmeckte Blut, ich hatte mir auf die Zunge gebissen.

"Lass sie in Ruhe!", schrie meine Mutter doch er hörte nicht auf. Durch das Fenster sah ich wie Jax gerade in die Einfahrt lief und zu unserer Tür. Ich schrie um mein Leben aber er hörte mich nicht. Als es klopfte hielt er mir den Mund zu. Ich schrie trotzdem gegen seine Hand und biss zu, aber es brachte nichts, er lies nicht locker. "JAXXXX!", schrie meine Mutter. Tränen liefen über meine Wange als ich sah wie er ging und die Rose fallen lies. Er war hier und hatte mich nicht gehört. Doch dann ging alles ganz schnell. 

Mein Erzeuger lies von mir ab, zog seine Waffe und zielte auf mich. Meine Mutter sammelte alle Kraft die sie noch hatte und sprang zwischen mich und den Lauf der Waffe. Ein Schuss. Ein Schrei. Meine Mutter ging zu Boden, Blut verlies ihren Kopf und verteilte sich auf dem Boden. Ich starrte sie an, unfähig etwas zu sagen oder mich zu bewegen. "Sie wollte es so Hope!", hörte ich seinen spanischen Akzent und dann warf er ein Feuerzeug auf die Flüssigkeit am Boden, alles fing an zu brennen. Er lachte und ging aus dem Haus und die Tür schloss sich, für immer.

Two Sides (Sons of Anarchy)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt