Von Superhelden und Superschurken

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„Warte, ihr kennt euch?"
Verwirrt schauten wir Skylar und den Schurken an.
„Naja, nicht ganz."
„Skylar ist eine Freundin von Starling."
„Der erfundenen Superheldin?", wollte ich verwirrt wissen.
So langsam blickte ich nicht mehr durch:
„Ich sagte doch, sie existiert."
„Ich bitte um Aufklärung", warf Chase ein, woraufhin ich schnell nickte.
Auch ich würde gerne wissen, was Sache ist.
„Nun ja, ihr wisst ja, dass ich früher Portale erstellen konnte. Als ich jünger war habe ich diese Fähigkeit gerne ausgetestet und da kam es hin und wieder vor, dass ich in eine andere Dimension gesprungen bin."
Ein leises quieken ließ mich zu meinem Freund sehen, der Skylar nun ganz aufgeregt betrachtete.
„Eine andere Dimension? Eine andere Welt, in der Menschen wie wir leben? Ich wusste es, ich wusste es, ich wusste es."
Er freute sich so sehr, es war beinahe ein Wunder, dass er nicht auf und ab sprang.
„Jedenfalls habe ich dort Starling kennen gelernt. Wir sind ziemlich gute Freunde geworden."
„Das war also nicht deine erste Erde, auf der wir uns jetzt befinden?"
„Nein, aber ich war auch nicht lange dort. Damals hatte ich über diese Superkraft noch keine Kontrolle. Somit war es ehr Zufall, wenn ich dort gelandet bin."


„Du kennst ihn also?"
„Nicht Persönlich. Ich kenne seinen Namen."
Jackson grinste uns dämlich zu. Was genau er damit aussagen wollte, konnte ich nicht deuten.
„Chaos Schwester Havoc ist die Erzfeindin von Starling."
„So ist das also. Dann bin ich mir sicher, dass wir diesen Kerl hier deiner alten Freundin übergeben können."
„Ja, so einfach wird das dann doch nicht für euch"
Alle Augen richteten sich auf Chaos.
„Starling würde mich nicht verraten. Damit würdet ihr nichts erreichen."
Skylar zog die Augenbrauen in die Höhe.
„Ihr habt was miteinander?"
„Ist doch völlig egal, wie schicken wir Jackson zurück."
„Jake", unterbrach Chaos Chase. „Mein Name ist Jake. Jetzt, da ihr eh wisst, wer ich bin, brauche ich meine Identität auch nicht mehr zu verbergen."
Jake also... Dann wäre das jetzt auch geklärt.
„Ich kann keine Portale mehr erschaffen, seit wir auf Caldera waren und Scarlet mir die Fähigkeit entzogen hat."
Ich vergas immer wieder, dass dieses Mädchen auf einem anderen Planeten geboren war und sie offiziell ein Alien ist. Es war einfach merkwürdig sich das vorzustellen. Und erst hatte ich geglaubt, es wäre ein Scherz. Doch als Kaz mir versicherte, dass es stimmte, und ich von Chase erfuhr, dass sie bereits alle ihren Planeten besucht hatten, musste ich es glauben. Auch wenn es anfangs schwer war.
Allerdings leben wir in einer Welt mit Superhelden. Eigentlich sollte mich nichts mehr überraschen.
„Der Wurmlochtransporter!"
Verwirrt schaute ich zu Kaz. Was gab es denn noch alles, von dem ich noch nie gehört hatte?
„Habt ihr den noch? Oder ist er mit dem Mighty Med zerstört worden?", fragte Skylar.
Kaz zuckte mit den Schultern.
„Oliver wirds sicher Wissen."
Damit war die Sache abgeschlossen.


„Jetzt wartet doch mal. Ich dachte ihr lasst mich frei?"
„Wie es aussieht, hat sich der Deal gerade geändert."
„Irgendwie fühlt sich das falsch an", sagte ich leise.
Laut genug, um die Aufmerksamkeit von Chase zu bekommen.
„Was?"
„Eigentlich hat er doch nichts verbrochen? Wieso sollten wir ihn festhalten oder zurückschicken? Vielleicht will er ja hierbleiben."
„Ja, Juna hat Recht. Ich will tatsächlich hierbleiben."
„Aus welchem Grund?"
Chase war misstrauisch ihm gegenüber. Einerseits konnte ich ihn verstehen. Immerhin war er ein Superschurke.
Aber andererseits kam er mir ziemlich sympathisch rüber. So wirklich vorstellen, dass er etwas Böses tut, konnte ich mir nicht.
„Urlaub? Auch ein Schurke braucht mal Auszeit."
Er grinste uns breit an.
Chase seufzte.
„Eigentlich hat Juna recht. Rechtlich gesehen, dürfen wir ihn nicht festhalten."
„Danke, dann werde ich jetzt gehen."
Jake machte ein paar Schritte Richtung Tür.
„Ähm, könnte mir jemand sagen wie ich hier rauskomme?"
Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht unterdrücken.
„Schon gut, ich begleite dich."
Immerhin hatte ich eh nicht viel zu tun. Selbst trainieren fiel für mich aus. Und was sollte man sonst in einer Akademie anstellen, die genau dafür ausgelegt war. Mein Tag bestand aus Leuten auf die Nerven gehen oder ihnen Wortlos zuschauen. Da konnte ich wenigstens Fremdenführer spielen.
Ich wollte gerade loslaufen, da wurde meine Hand gepackt.
Sanft lächelte ich meinen Freund an, während ich ihm die Hand entzog.
„Mir passiert schon nichts. Hier sind über 50 bionische Menschen und Superhelden. Das hier ist wahrscheinlich der sicherste Ort der Welt."
Dagegen konnte er wohl nichts einwenden. Somit machte ich mich zusammen mit Jake auf den Weg zum Hydraloop.

Zwischen Bionic und SuperkräftenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt