„Nichts, nur über Schminke und Frauendinge," log ich gekonnt.
„Aha," antwortete Amo und verschränkte seine Hände hinter seinem Kopf.
„Boah Junge, guck nicht so," sagte ich rot.
„Was, wenn nicht?" fragte er.
„Dann hau ich dir eine rein," sagte ich provokant.
„Ach so, versuch doch," grinste Amo.
„Ich nehm dich auseinander," sagte ich, überzeugt von mir selbst.
Als ich gerade auf ihn zukam und zuschlagen wollte, nahm Amo mich auf seinen Rücken und lachte wie ein sterbender Esel.
„Nicht schon wieder, Junge." Gerade als Amo antworten wollte, kam Haaland rein.
„Session oder was?" sagte er lachend.
„Halt dein Maul, Haalando."
„Wie lange bist du da schon?" fragte Haaland grinsend.
„Schon viel zu lange," sagte ich seufzend, immer noch auf Amos Rücken.
„Willst du runter?" fragte Amo.
„Nein, lass mich hier," sagte ich scherzhaft.
„Na gut," sagte Amo und drehte sich mit mir im Kreis, bis mir schwindelig wurde.
„Okay, okay, ich will runter," sagte ich lachend.
Amo ließ mich vorsichtig runter und wir setzten uns auf das Sofa. Haaland setzte sich ebenfalls zu uns.
„Was habt ihr heute noch vor?" fragte Haaland.
„Keine Ahnung," sagte ich. „Ich wollte vielleicht noch ein bisschen spazieren gehen, wenn das okay ist."
„Natürlich," sagte Amo. „Aber diesmal sagst du mir bitte Bescheid, bevor du einfach abhaust."
„Versprochen," sagte ich und lächelte ihn an.
Haaland beobachtete uns mit einem neugierigen Blick. „Ihr zwei seid schon ein seltsames Paar," bemerk.
,,WIR SIND KEIN PAAR HAALANDO JUNGE."sagte ich.
„Sorry, dass ich gefragt habe", sagte Haaland schnell grinsend und hob die Hände.
Amo lächelte amüsiert und zwinkerte mir zu. „Aber wir könnten ein großartiges Paar sein, oder nicht, Soraya?"
Ich spürte, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg, und ich stammelte: „Äh, könnten wir vielleicht... aber..." Ich brach ab, unsicher, wie ich weitermachen sollte.
Haaland unterbrach uns: „Okay, ich gehe schon. Keine Sorge, ich werde eure Liebesgeschichte nicht weiter stören." Er erhob sich grinsend und ging zur Tür. „Viel Spaß beim Spaziergang, Soraya. Amo, sei nett zu ihr!"
Amo und ich lachten, als Haaland den Raum verließ. Dann wandte ich mich wieder an Amo. „Also, wie sieht es aus? Wollen wir los?"
Amo nickte. „Ja, lass uns gehen." Er stand auf und streckte mir eine Hand entgegen, die ich grinsend annahm.
Gemeinsam verließen wir die Villa und gingen hinaus in die warme Abendluft. Während wir den Weg entlang schlenderten, fühlte ich mich leicht und glücklich. Es war schön, einfach nur mit Amo zusammen zu sein, ohne die schweren Gedanken und Sorgen der letzten Tage.
„Soraya," begann Amo sanft, als wir durch einen Park spazierten, „ich weiß, dass das alles ziemlich verrückt und turbulent ist. Aber ich möchte, dass du weißt, dass ich hier bin, um dich zu unterstützen. Egal, was du entscheidest."
Ich lächelte dankbar und drückte seine Hand. „Danke, Amo. Das bedeutet mir viel."
Wir gingen eine Weile schweigend weiter, genossen einfach die Nähe des anderen. Die Sterne leuchteten am Himmel, und ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so entspannt und glücklich gewesen war.
Als wir schließlich zum Haus zurückkehrten, fühlte ich mich ruhig und erfüllt. Amo begleitete mich noch bis zur Tür.
„Danke für den Spaziergang, Amo," sagte ich leise.
Er lächelte warm. „Jederzeit, Soraya."
Ich lächelte zurück und ging hinein, mit einem Gefühl der Dankbarkeit und Hoffnung für das, was noch kommen mochte.
Ich schloss leise die Tür hinter mir und lehnte mich einen Moment gegen sie, um die Stille und den Frieden des Hauses zu genießen. Die Ereignisse der letzten Tage wirbelten in meinem Kopf herum, aber jetzt fühlte ich mich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ruhig und zentriert.
Ich ging langsam durch den Flur, mein Herz noch immer warm von der Nähe zu Amo und den Gedanken an unsere gemeinsame Zeit. Doch ein Teil von mir war immer noch unsicher über meine Gefühle und die Zukunft. Konnte ich wirklich eine Beziehung mit Amo haben, nach allem, was passiert war?
Als ich mein Zimmer erreichte, setzte ich mich auf mein Bett und ließ alles noch einmal Revue passieren. Die Entführung, die Zeit in der Villa, Amos Fürsorge und Liebe, meine eigene Verwirrung über meine Gefühle - all das wirbelte in meinem Kopf herum.
Ein Klopfen an meiner Tür riss mich aus meinen Gedanken. Ich richtete mich auf und rief: "Ja?!"
Die Tür öffnete sich langsam, und Kauta trat ein. Sie lächelte sanft und setzte sich neben mich auf das Bett. "Hey Soraya, wie geht es dir? Ich habe dich heute nicht mehr gesehen."
Ich seufzte und schaute sie an. "Es ist... komisch, Kauta. Ich weiß einfach nicht, was ich fühlen soll oder was ich tun soll. Alles ist so verwirrend."
Kauta legte tröstend einen Arm um mich. "Es ist okay. Du musst dich nicht überstürzen. Gib dir Zeit, um deine Gefühle zu sortieren. Was auch immer du entscheidest, wir sind hier für dich."
Ich nickte langsam. "Danke, Kauta. Es bedeutet mir viel, dass du hier bist."
Wir saßen eine Weile still nebeneinander, und ich spürte, wie sich die Last auf meinen Schultern ein wenig erleichterte. Mit Kautas Unterstützung und Verständnis fühlte ich mich ein Stück weit weniger allein mit meinen Gedanken und Gefühlen.
Schließlich lächelte Kauta mich an. "Möchtest du über alles reden oder möchtest du einfach nur Gesellschaft?"
Ich lächelte zurück. "Ich denke, ein bisschen Gesellschaft wäre schön."
Wir unterhielten uns eine Weile über alltägliche Dinge, über Kautas Zeit mit Aymen und über meine Gedanken über Amo. Es tat gut, einfach nur mit meiner Freundin zu plaudern und ein wenig Normalität in mein Leben zurückzubringen.
Als es spät wurde, stand Kauta auf. "Ich sollte zurück zu Aymen gehen. Aber wenn du mich brauchst, bin ich nur einen Anruf entfernt, okay?"
Ich nickte dankbar. "Danke, Kauta. Du bist die Beste."
Sie lächelte und verließ mein Zimmer, und ich blieb allein zurück, immer noch tief in Gedanken versunken. Meine Gefühle waren immer noch eine verworrene Mischung aus Liebe, Angst und Unsicherheit, aber ich wusste, dass ich Zeit hatte, um alles zu sortieren.
Ich legte mich in mein Bett, schloss die Augen und atmete tief ein. Morgen würde ein neuer Tag sein, und ich würde sehen, wohin mich mein Herz und meine Entscheidungen führen würden. Bis dahin würde ich einfach ruhen und die Ruhe des Moments genießen.
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Habt Geduld leudissss.Ich möchte es so realistisch machen wie es geht,aber das heißt das sie ihm nicht sofort um den Hals fallen wird.
Ideen oder Kritik?
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Amo 2-Wenn nicht du,wer dann?
FanfictionSoraya, eine 19-jährige junge Frau, führt ein ganz normales Leben - zumindest glaubt sie das. Doch bald wird sich alles ändern. Wird sie ihr neues Leben akzeptieren können, und wie wird sie mit den Herausforderungen umgehen?