Kapitel 2: Neuanfang in Forks

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Vier Jahre Später

Vier Jahre sind vergangen, seitdem ich beschlossen hatte, mein Leben umzukrempeln. Damals hatte ich ein Angebot von meinem Vater erhalten, das alles veränderte. Er hatte sich entschieden, in Seattle zu bleiben, nachdem er dort glücklich und zufrieden ein neues Leben begonnen hatte. Er bot mir an, zu ihm zu ziehen, unter einer Bedingung: Er versprach, nicht wieder für längere Zeit zu verreisen, solange ich bei ihm war. Das war für mich Grund genug, meine Koffer zu packen und alles hinter mir zu lassen.

Mein Koffer stand bereit, das Flugticket fest in meiner Hand. Mein Vater, der wie immer alles bis ins kleinste Detail organisiert hatte, wartete auf mich in Seattle. Als ich das Flugzeug betrat, war mir bewusst, dass ich mein altes Leben endgültig hinter mir ließ. Nach einem langen, ermüdenden Flug landete ich in Seattle. Kaum war ich aus dem Flugzeug ausgestiegen, entdeckte ich meinen Vater. Freudestrahlend rannte ich auf ihn zu, und er schloss mich fest in seine Arme.

Unser Wiedersehen war voller Freude und Erleichterung. Nachdem wir mein Gepäck eingesammelt hatten, machten wir uns auf den Weg zu seinem Auto. Wir fuhren drei Stunden, und in dieser Zeit versuchten wir, die vier Jahre der Trennung irgendwie aufzuholen. Als wir schließlich vor seinem neuen Haus ankamen, war ich sprachlos. Es war kleiner als unser altes in Los Angeles, aber immer noch groß und beeindruckend. Vor dem Haus stand ein blauer Sportwagen, der sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog.

„Er gehört dir", sagte mein Vater mit einem Lächeln, als er meinen erstaunten Blick bemerkte. Ich konnte es kaum glauben. Der Wagen war zwar nicht der neueste, aber dennoch ein Traum. Ich fühlte mich, als wäre ich in einem völlig neuen Kapitel meines Lebens angekommen.

Ein paar Wochen später begann ich an der örtlichen High School, um meinen Abschluss nachzuholen, den ich damals hatte sausen lassen. Es war dort, wo ich zum ersten Mal die Cullens sah. Sie waren eine seltsame Gruppe von Schülern, die sofort alle Blicke auf sich zogen. Es waren fünf von ihnen: Edward, Alice, Jasper, Rosalie und Emmett. Sie sahen aus, als gehörten sie nicht in diese Welt - bleich, fast schon überirdisch schön, mit goldbraunen Augen, die zu glühen schienen.

Obwohl ich vieles über sie hörte, blieb ich auf Abstand. Niemand schien wirklich viel über sie zu wissen, und es schien, als wollten sie es auch so. Mein Vater erzählte mir ein wenig über ihren Adoptivvater, Dr. Carlisle Cullen, der in der Stadt als angesehener Arzt bekannt war, aber ich hatte ihn noch nie persönlich getroffen.

Dafür lernte ich Billy Black kennen, einen alten Freund meines Vaters. Er war ein freundlicher, älterer Mann, der im Rollstuhl saß und den Quileuten angehörte, einem indianischen Stamm, der in der Gegend lebte. Sein Sohn Jacob begleitete ihn oft. Jacob war das genaue Gegenteil der Cullens - braungebrannt, groß und muskulös. Er schien immer oben ohne herumzulaufen, und ich bemerkte ein großes Tattoo auf seinem rechten Arm.

Mit der Zeit lebte ich mich gut ein. Ein Jahr später hatte ich zwei enge Freunde gefunden und den für mich perfekten Ort entdeckt: eine kleine Lichtung tief im Wald, die mich magisch anzog. Hierhin zog ich mich oft zurück, um die Ruhe zu genießen. Es hieß, der Wald sei in zwei Hälften geteilt - eine gehörte den Quileuten, die andere den Cullens. Trotzdem kamen gelegentlich auch andere Menschen hierher, um spazieren zu gehen. Dieser Ort hatte etwas Geheimnisvolles an sich, und ich konnte es kaum erwarten, herauszufinden, was es war.

Das Abenteuer hatte gerade erst begonnen.

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