Kapitel 47: Ein unerwarteter Verbündeter

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Die Zeit verging schnell, während wir in Sarahs gemütlichem Wohnzimmer saßen, das von einem warmen Licht durchflutet wurde. Sie hatte mir eine Tasse Tee angeboten, und ich nahm sie dankbar entgegen. Es war beruhigend, die vertraute Stimme meiner Kindheitsfreundin zu hören, während wir uns über unsere vergangenen Tage austauschten.

„Es ist verrückt, wie schnell die Zeit vergangen ist," sagte Sarah mit einem Lächeln. „Ich kann mich noch genau erinnern, wie wir als Kinder die Nachmittage im Park verbracht haben. Was ist nur mit uns passiert?"

Ich seufzte und lächelte zurück. „Das Leben kam dazwischen, oder? Aber ich bin froh, dass wir uns wiedersehen. Ich habe dich wirklich vermisst."

Sarah sah mich an, ihre Augen spiegelten eine Mischung aus Nostalgie und Verständnis wider. „Ich habe dich auch vermisst. Es war seltsam, wie wir uns einfach aus den Augen verloren haben. Ich war wirklich überrascht, als ich von den Vampiren hörte. Es klingt wie aus einem Buch."

„Es ist surreal," gestand ich. „Ich hätte nie gedacht, dass ich in so eine Geschichte hineingezogen werde."

Als wir uns über die Ereignisse der letzten Wochen unterhielten, bemerkte ich, wie schnell wir uns wieder nahe kamen. Es war, als ob die Zeit keine Rolle spielte. Unsere Verbindung war so stark wie damals, und wir konnten uns in die Augen schauen und uns gegenseitig verstehen.

Schließlich mussten wir uns von Sarah verabschieden. Wir tauschten unsere Telefonnummern aus, und ich versprach, mich bald zu melden. „Lass uns nicht wieder so lange warten, okay?" sagte ich, als wir uns umarmten.

„Versprochen," erwiderte sie. „Und wenn du jemals Hilfe brauchst, weißt du, wo ich bin."

Als ich schließlich mit Carlisle nach Hause fuhr, fühlte ich mich ermutigt. Es war ein schöner Tag, und die Sonne schien warm auf die Landschaft. Zu Hause angekommen, bemerkte ich die intime Stimmung im Raum, als die Tür hinter uns ins Schloss fiel.

„Es ist schön, wieder allein zu sein," sagte Carlisle leise und lächelte mich an. „Ich habe die Zeit mit Sarah genossen, aber ich vermisse immer die Momente nur mit dir."

Ich spürte ein warmes Kribbeln in meinem Bauch, als ich ihm in die Augen sah. „Ich auch. Es fühlt sich einfach richtig an, Zeit nur mit dir zu verbringen."

Carlisle trat näher und legte seine Hände sanft auf meine Schultern. „Was möchtest du tun?"

„Vielleicht könnten wir einfach etwas Zeit draußen verbringen. Ich mag es, an meinem Lieblingsplatz im Wald zu sein," schlug ich vor.

„Klingt nach einem perfekten Plan," antwortete er.

Wir machten uns auf den Weg, und bald fanden wir uns auf der vertrauten Lichtung wieder, umgeben von hohen Bäumen und dem sanften Rascheln der Blätter im Wind. Der Himmel war klar, und ich konnte die Vögel hören, die über uns flogen. Wir setzten uns auf den weichen Rasen und ließen uns zurückfallen, das Gesicht der Sonne zugewandt.

„Du weißt, ich habe über die Hochzeit nachgedacht," begann ich, während ich die Wolken beobachtete.

„Oh, wirklich?" fragte Carlisle neugierig. „Was hast du im Sinn?"

Ich setzte mich auf und sah ihn an. „Nun, ich habe beschlossen, dass ich kein traditionelles weißes Kleid tragen möchte. Es ist einfach nicht ich. Ich denke eher an Schwarz oder vielleicht Dunkelgrün."

Carlisles Augen leuchteten auf. „Schwarz? Das klingt spannend und einzigartig! Grün würde dir auch stehen, besonders bei deiner Haarfarbe."

„Ja, ich dachte, dass die Farben besser zu mir passen würden. Es sollte etwas sein, das unsere Persönlichkeit widerspiegelt, nicht nur eine Tradition," erklärte ich enthusiastisch.

Wir redeten weiter über Details, von Blumenarrangements bis hin zu dem Ort, an dem wir die Zeremonie abhalten wollten. Es war berauschend, die Vorfreude auf das zu teilen, was einmal sein könnte.

Plötzlich hielt Carlisle inne und sah in die Bäume hinter uns. „Fjella," sagte er leise, „ich habe das Gefühl, dass uns jemand beobachtet."

Ich drehte mich um, die Anspannung in der Luft spürend, und dann trat ein Vampir aus den Schatten. Er war hochgewachsen, mit einem markanten Gesicht und einer Aura, die sowohl bedrohlich als auch faszinierend war. Ich fühlte ein seltsames Ziehen in mir, als ich ihn ansah.

„Wer bist du?" fragte Carlisle, seine Stimme fest und beschützend.

Der Vampir trat näher, sein Blick auf mich gerichtet. „Ich bin George Russell. Ich bin hier, um dir zu helfen, Fjella."

„Warum solltest du mir helfen?" fragte ich skeptisch und beobachtete seine Bewegungen.

George lächelte sanft, aber ich konnte die Ernsthaftigkeit in seinen Augen sehen. „Weil ich weiß, wie es ist, in deiner Lage zu sein. Ich habe die Bedrohung gesehen, die von Jane und Aro ausgeht. Du bist in Gefahr, und ich konnte nicht einfach zusehen, wie dir etwas zustößt."

Carlisle stellte sich schützend vor mich. „Was weißt du über meine Verlobte?"

„Genug, um zu wissen, dass sie wichtig ist. Wichtig nicht nur für dich, sondern auch für das Gleichgewicht zwischen den Vampiren und den Menschen. Es gibt mehr, als du denkst, und ich wollte sicherstellen, dass sie in Sicherheit ist. Die Volturi sehen in dir ein potenzielles Risiko und eine Bedrohung."

„Und du denkst, du kannst uns helfen?" fragte Carlisle, seine Augen bereits scharf auf George gerichtet.

„Ja, ich kenne einige Wege, die ihr nutzen könnt, um euch vor ihnen zu verstecken, aber ich kann das nicht alleine tun. Ihr müsst mir vertrauen."

Ich sah zwischen den beiden hin und her. George schien aufrichtig besorgt zu sein, und ich wusste, dass die Zeit drängte. „Was müssen wir tun?" fragte ich, mein Herz schlug schneller.

George nickte. „Zuerst müsst ihr mehr über die Volturi erfahren. Sie haben eine Strategie, und ich kann euch dabei helfen, sie zu durchschauen. Aber das Risiko ist hoch, und ihr müsst bereit sein, die Konsequenzen zu tragen."

Carlisle und ich schauten uns an, und ich spürte, dass wir gemeinsam die Entscheidung treffen mussten. Es war klar, dass wir uns der Wahrheit stellen mussten, um uns und die Menschen, die wir liebten, zu schützen.

Bis(s) in die Ewigkeit Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt