Es viel mir schwer mich nicht in Monas Blick zu verlieren. Ihre Augen suchten mich förmlich und zogen mich automatisch in ihren Bann. Ich probierte mich schon gar nicht mehr dagegen zu wehren, denn eine Chance hatte ich sowieso nicht.
„Und was machst du am Wochenende?" fragte Sophia, ihre Stimme sanft, aber voller Interesse. Ich zuckte mit den Schultern, als würde die Antwort nicht viel mehr als eine flüchtige Bemerkung wert sein.
„Ich weiß nicht, Magan ist auf einer Fortbildung, also habe ich mal Ruhe", seufzte ich und versuchte, meine Erleichterung zu verbergen. Die Vorstellung, ein ganzes Wochenende ohne sie verbringen zu können, fühlte sich wie ein seltener Moment der Freiheit an - eine Gelegenheit, für einen kurzen Moment zu atmen und nicht immer im Schatten ihrer Präsenz zu stehen.
Monas Blick ruhte wie immer auf mir, ruhig und beobachtend. Sie stand mir gegenüber am Tresen, ihre Augen verfolgten jede Bewegung, als ich mich mit Sophia unterhielt. Ich konnte den Blick spüren, selbst ohne ihn direkt zu erwidern. Etwas in ihrem Blick hatte immer etwas durchdringendes, als wollte sie mich bis auf den Grund meiner Gedanken sehen.
Ich riss mich von diesem Blick los und wandte mich wieder an Sophia. „Und was hast du vor?" fragte ich neugierig, um das Gespräch in eine leichtere Richtung zu lenken. Es war mir lieber, über belanglose Dinge zu sprechen, als über das, was wirklich in meinem Kopf vorging.
Sophia lächelte breit, ihre Augen funkelten vor Vorfreude. „Ich geh shoppen", sagte sie mit einem begeisterten Seufzen. „Ich brauche unbedingt neue Schuhe."
...
Ich schwenkte das Glas hin und her, beobachtete, wie die braune Flüssigkeit darin sanft funkelte und sich im Licht der Lampe spiegelte. Sie sah so unwiderstehlich aus, fast hypnotisch. Ich wusste, es wäre klüger, nach diesem Glas aufzuhören, aber die Verlockung war zu groß, der Gedanke, das Glas einfach stehen zu lassen, zu fern. Also führte ich es erneut an meine Lippen, als mein Magen laut knurrte. Ich seufzte. Meine Pizza hätte längst da sein müssen.
Das Klingeln an der Tür ließ mein Herz einen Sprung machen - endlich! Ich stellte das Glas ab und ging schnellen Schrittes zur Tür, sicher, dass der Pizzabote draußen stand. Wer sonst? Doch als ich die Tür öffnete, wurde ich von einem vertrauten Gesicht überrascht.
„Mona?" Sie sagte nichts, sondern drückte mich sanft aber bestimmt zurück in meine Wohnung. Ihre Augen funkelten, als sie hinter sich die Tür schloss und mich weiter in den engen Flur schob. „Was wird das, Mona?" fragte ich verwirrt, während sie mich immer weiter zurückdrängte.
„Ich hab dich vermisst," flüsterte sie, ihre Stimme klar. Gerade als ich antworten wollte, unterbrach uns ein erneutes Klingeln an der Tür. Mona hob eine Augenbraue, leicht irritiert.
„Meine Pizza," sagte ich schnell, nutzte die Gelegenheit, mich von ihrer Nähe zu lösen und eilte zur Tür, um den Boten nicht länger warten zu lassen. Ohne viel nachzudenken, drückte ich ihm drei Euro in die Hand, nahm die dampfende Schachtel entgegen und schloss die Tür wieder.
Kaum hatte ich mich umgedreht, spürte ich, wie Mona mir den Karton mit einer geschmeidigen Bewegung abnahm. Ihr Lächeln war dabei so ruhig, dass es beinahe nichts anderes zu bedeuten schien, als eine alltägliche Geste. Doch dann legte sie den Karton auf die Kommode neben uns, und plötzlich war die Atmosphäre nicht mehr so harmlos.
„Die brauchst du jetzt nicht", flüsterte sie, ihre Stimme hatte einen verführerischen Unterton, der die Luft um uns dicker erscheinen ließ. Mit einer fast beiläufigen Bewegung begann sie, die Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen, einer nach dem anderen. Ihr Blick war dabei fest auf mich gerichtet, als wüsste sie, dass jedes ihrer Bewegungen mich in ihren Bann zog.
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Die Professorin- Grenze Der Macht
Historia CortaDies ist die Fortsetzung von dem ersten Teil ,,Die Professorin - Das Machtspiel", es empfiehlt sich also diesen Teil zuerst zu lesen. Ich wagte es nicht, die Augen zu öffnen, aus Angst, den Moment zu zerstören. Ihre Berührungen waren vertraut, aber...