Die Tage vergingen in einem schnellen Tempo, während die Vorbereitungen für das bevorstehende Treffen mit den Volturi und die drohenden Konflikte weitergingen. Inmitten all der Anspannung versuchte ich, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Sarah und George waren weiterhin eine große Unterstützung, und ihre Verbindung wurde von Tag zu Tag stärker. Es war ermutigend zu sehen, wie sie sich ineinander verliebten, selbst wenn sie es nicht offen zugeben wollten.
Eines Morgens saß ich mit Sarah und George im Wohnzimmer der Cullen-Villa. Alice hatte sich zurückgezogen, um an den Hochzeitsvorbereitungen zu arbeiten, während Jasper und Emmett in der Garage an einem neuen Autoprojekt arbeiteten. Carlisle war in seinem Arbeitszimmer, und ich war froh, dass ich einen Moment der Ruhe genießen konnte.
„Was hast du für Pläne für heute?", fragte ich Sarah, die auf dem Sofa saß und ihre Füße auf den Tisch legte.
„Ich wollte vielleicht ein bisschen mit George an meinem Auto arbeiten", antwortete sie und warf ihm einen schelmischen Blick zu. „Es könnte etwas Pflege gebrauchen."
George grinste. „Ich denke, ich könnte dir helfen. Aber ich muss dir vorher ein paar Dinge erklären - ich bin kein Mechaniker, ich bin ein Rennfahrer."
„Egal, ich vertraue dir", erwiderte Sarah und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, das mir das Herz erwärmte.
Ich beobachtete die beiden und spürte, dass sich eine besondere Dynamik zwischen ihnen entwickelte. Es war rührend, ihre Scherze und Blicke zu sehen, und ich konnte nicht anders, als mich für sie zu freuen.
„Ich kann euch mit dem Auto helfen, wenn ihr wollt", bot ich an. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich viel nützen kann. Autos und ich sind nicht die besten Freunde."
„Mach dir keine Sorgen, Fjella. Wir bekommen das schon hin", sagte George und schaute mich an. „Aber ich werde darauf bestehen, dass du nicht einfach zusiehst. Du bist Teil des Teams."
Ich nickte, und ein Gefühl von Verbundenheit breitete sich in mir aus. Es fühlte sich gut an, in dieser Gruppe zu sein, und ich war froh, dass wir trotz der drohenden Gefahr einen Hauch von Normalität bewahren konnten.
Als wir uns zum Auto aufmachten, spürte ich die wachsende Anspannung in der Luft, doch ich versuchte, mich auf die positiven Aspekte zu konzentrieren. Sarah und George schienen in ihrer eigenen Welt zu sein, und das half mir, die Sorgen für einen Moment zu vergessen.
Nach einigen Stunden mit dem Auto - und einigen erfolgreichen, wenn auch chaotischen Versuchen, es in den Griff zu bekommen - beschlossen wir, eine Pause einzulegen. Wir setzten uns auf die Terrasse und genossen die frische Luft und den Blick auf den Garten. Die Sonne schien hell, und die Vögel zwitscherten um uns herum. Es war ein Moment der Ruhe, den wir so sehr brauchten.
„Ich habe darüber nachgedacht, was du über deine Verwandlung gesagt hast, Fjella", begann George. „Es ist eine große Entscheidung. Bist du dir sicher, dass du bereit bist?"
Ich nickte, obwohl ich wusste, dass die Antwort komplizierter war. „Ich bin bereit, aber die Idee, unsterblich zu sein und nie wieder sterben zu können, macht mir auch Angst. Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich gut genug bin, um Teil dieser Welt zu sein."
Sarah legte ihre Hand auf meinen Arm. „Fjella, du bist mehr als gut genug. Du bist stark und mutig, und die Cullen sind deine Familie. Es ist nicht einfach, aber du musst es für dich selbst tun, nicht für andere."
George stimmte zu. „Es gibt immer Risiken, aber du musst dir bewusst sein, dass du die Kontrolle über dein Schicksal hast. Das bedeutet nicht, dass es einfach wird, aber du bist nicht allein."
Ich schätzte ihre Worte, die mir halfen, meine Ängste ein wenig zu lindern. Doch in meinem Inneren wusste ich, dass der Kampf gegen die Volturi immer noch vor uns lag, und das spielte eine große Rolle in meiner Entscheidung.
Während wir uns unterhielten, bemerkte ich, wie sich die Atmosphäre veränderte. Es wurde stiller, und ich konnte spüren, dass jemand näher kam. George war der Erste, der es bemerkte. Er erhob sich und sah in die Richtung, aus der die Präsenz kam. Ich folgte seinem Blick und sah, wie Carlisle auf uns zukam.
„Fjella, ich wollte dich kurz sprechen", sagte er und seine Stimme war ruhig, aber ich konnte die Sorge in seinen Augen erkennen.
„Klar, Carlisle. Was gibt es?", fragte ich und stand auf.
„Es geht um die Volturi", begann er und sah mich direkt an. „Ich habe einige Informationen erhalten. Aro plant, heute Abend mit uns zu sprechen. Es wird wichtig sein, dass du und die anderen bereit sind."
Ich fühlte, wie sich die Anspannung in mir wieder aufbaute. „Was genau hat er vor?"
„Es ist schwer zu sagen", gab er zu. „Aber wir müssen vorbereitet sein. Ich wollte dir nur sagen, dass du auf alles gefasst sein solltest. Es könnte unangenehm werden."
Ich nickte und war dankbar, dass er mich informierte. Es war immer beruhigend zu wissen, dass ich nicht allein war und dass Carlisle an meiner Seite stand.
„Danke, Carlisle. Ich werde bereit sein", antwortete ich und sah ihn an. In seinen Augen lag eine tiefe Zuneigung, und ich spürte, dass ich ihm vertraute - nicht nur als meinem Partner, sondern als meinem Beschützer.
„Gut", sagte er mit einem kleinen Lächeln, bevor er sich an George und Sarah wandte. „Ich wollte euch auch noch ein paar Dinge sagen. Seid bereit, alles könnte schnell gehen."
„Wir sind bereit", antwortete Sarah, und ich konnte die Entschlossenheit in ihrer Stimme hören.
Carlisle nickte und wandte sich dann an mich. „Fjella, wir sollten uns mit den anderen zusammen setzen. Wir müssen alle auf dem gleichen Stand sein, bevor die Volturi ankommen."
Ich fühlte, wie mein Herz schneller schlug, und das Gefühl der Nervosität kehrte zurück. Doch ich war mir auch bewusst, dass ich nicht aufgeben durfte. Ich hatte eine Familie, die hinter mir stand, und ich war bereit, alles zu tun, um sie zu beschützen.
„Kommen wir", sagte ich und spürte, wie die Entschlossenheit in mir wuchs. Gemeinsam würden wir uns der Dunkelheit stellen, die vor uns lag.
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Bis(s) in die Ewigkeit
Hayran KurguFjella Holm gerät in den Bann des mysteriösen Vampirs Carlisle Cullen und entdeckt eine gefährliche, übernatürliche Welt. Ihre aufkeimende Liebe wird von düsteren Visionen und inneren Konflikten bedroht, während sie sich immer tiefer in das Geheimni...