Ich saß am Rand des Bettes, meine Gedanken wirbelten wie ein Sturm in meinem Kopf. Die letzten Ereignisse hatten alles verändert - nicht nur meine Realität, sondern auch meine Beziehung zu Carlisle und den anderen. Der Gedanke, ein Vampir zu werden, lastete schwer auf mir, aber auch die ständige Bedrohung durch die Volturi ließ mich nicht zur Ruhe kommen.
Während ich darüber nachdachte, klopfte es leise an der Tür. George trat ein, seine Miene ernst. „Hey, alles in Ordnung?"
Ich nickte, auch wenn ich wusste, dass mein Gesicht sicherlich mehr verriet, als ich wollte. „Ja, ich... ich denke nur nach. Über alles, was passiert ist."
Er setzte sich neben mich und betrachtete mich eine Weile, als wollte er in meine Gedanken eintauchen. „Es gibt viel zu verarbeiten. Wir sind in einer seltsamen Lage, und ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, das alles zu akzeptieren."
Ich seufzte und ließ mich zurückfallen. „Es ist nicht nur die Verwandlung, sondern auch die ständige Angst vor den Volturi. Sie könnten jederzeit hier sein, und was dann? Was ist, wenn sie uns angreifen?"
George legte eine Hand auf meinen Arm, seine Berührung war warm und beruhigend. „Du bist nicht allein. Wir haben ein Team, und jeder von uns ist bereit, für dich zu kämpfen. Außerdem hast du die Cullen, die für dich da sind. Und du hast mich."
Sein Blick war intensiv, und ich konnte die Entschlossenheit in seinen Augen sehen. „Ich schätze das, George. Es bedeutet mir wirklich viel", sagte ich und sah ihn an.
Ein schüchterner Lächeln huschte über sein Gesicht. „Ich kann nicht anders, als für dich da zu sein. Es ist mehr als nur der Kampf gegen die Volturi. Es ist alles, was wir gemeinsam erlebt haben. Du bist eine unglaublich starke Person, Fjella."
Ich lächelte schwach zurück, fühlte mich jedoch gleichzeitig verwundbar. „Ich fühle mich nicht stark. Ich fühle mich oft verloren und verwirrt."
„Das ist normal", antwortete er. „Selbst die Stärksten haben ihre Zweifel. Aber was zählt, ist, wie wir mit diesen Zweifeln umgehen."
Ich nickte, während ich über seine Worte nachdachte. „Was ist mit dir und Sarah? Ich habe das Gefühl, dass zwischen euch etwas Besonderes ist."
George sah verlegen zu Boden. „Es ist kompliziert. Wir haben viel Spaß zusammen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich der Richtige für sie bin. Die Gefahr ist real, und ich will sie nicht in Gefahr bringen."
„Das solltest du nicht so schwer nehmen. Wenn es eine Verbindung gibt, dann ist das etwas Besonderes. Und ich denke, Sarah fühlt dasselbe", erwiderte ich.
Er sah mich an, seine Augen funkelten. „Vielleicht hast du recht. Ich sollte mutiger sein. Ich bin mir nur nicht sicher, wie ich es angehen soll."
„Rede einfach mit ihr. Sei ehrlich", ermutigte ich ihn. „Die Wahrheit ist der beste Weg. Wenn es eine Verbindung gibt, wird sie das spüren."
George nickte nachdenklich, und ich spürte, dass unsere Unterhaltung ihm half. Es war gut, jemandem von den eigenen Sorgen und Nöten erzählen zu können.
Schließlich sagte er: „Und was ist mit dir? Wie fühlst du dich über die Verwandlung?"
Ich atmete tief ein und betrachtete die Wände des Zimmers, bevor ich antwortete. „Ich weiß nicht. Ein Teil von mir will es, um stärker zu sein, um die, die ich liebe, zu schützen. Aber ein anderer Teil hat Angst vor dem Unbekannten. Was werde ich verlieren?"
„Du verlierst nichts, was du nicht bereit bist zu verlieren. Wenn du dich entscheidest, wirst du immer noch du selbst sein, vielleicht sogar mehr", sagte er sanft. „Und die Cullen werden dich nicht aufgeben."
Ich lächelte und fühlte mich ein wenig leichter. „Danke, George. Du hast eine Art, Dinge in ein anderes Licht zu rücken."
„Das ist es, was Freunde tun", antwortete er und stand auf. „Ich werde gehen und Sarah suchen. Wir sollten reden. Danke, dass du mit mir gesprochen hast, Fjella."
Als er den Raum verließ, fühlte ich mich ermutigt und gestärkt. Es war beruhigend zu wissen, dass wir alle gemeinsam durch diese Herausforderungen gingen, und dass wir einander unterstützen konnten. Ich wusste, dass die kommenden Tage schwierig werden würden, aber ich war entschlossen, stark zu bleiben, egal was die Volturi planten.
Draußen hörte ich die Stimmen der anderen und das leise Lachen, das durch das Haus schallte. Vielleicht waren wir nicht allein in diesem Kampf. Vielleicht war die Liebe und die Unterstützung, die wir teilten, das stärkste Schild, das wir gegen die Dunkelheit aufbauen konnten.
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Bis(s) in die Ewigkeit
FanfictionFjella Holm gerät in den Bann des mysteriösen Vampirs Carlisle Cullen und entdeckt eine gefährliche, übernatürliche Welt. Ihre aufkeimende Liebe wird von düsteren Visionen und inneren Konflikten bedroht, während sie sich immer tiefer in das Geheimni...