Kapitel 109: Eine Akzeptanz mehr

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Es war ein sonniger Nachmittag, als Bella, Edward und Renesmee erneut bei uns auftauchten. Das sanfte Klopfen an der Tür ließ mein Herz ein wenig schneller schlagen, nicht nur vor Freude, sondern auch aus Unsicherheit. Edward war mir gegenüber noch immer skeptisch gewesen, und ich fragte mich, ob das heute besser werden würde.

Als ich die Tür öffnete, stand Bella vor mir, ihr Lächeln strahlend und warm wie immer. „Fjella,“ begrüßte sie mich herzlich und umarmte mich, bevor ich überhaupt etwas sagen konnte.

„Es ist schön, euch wiederzusehen,“ sagte ich ehrlich.

Renesmee kam neugierig hinter ihrer Mutter hervor, ein Funkeln in ihren Augen. „Fjella, kann ich dir was zeigen?“ fragte sie, ihre Stimme voller Vorfreude.

Ich lachte leise. „Natürlich, Renesmee.“

Sie trat näher und legte ihre kleine Hand sanft auf meinen Arm. Ein plötzliches Kribbeln durchlief mich, und dann sah ich es: Ein Bild von ihr und Jacob, wie sie am Strand von La Push herumtobten. Die Wellen schwappten um ihre Beine, während sie lachten und sich gegenseitig mit Wasser bespritzen. Es war so klar und lebendig, als wäre ich selbst dort gewesen.

„Das ist unglaublich,“ flüsterte ich, überwältigt von der Reinheit und Wärme der Erinnerung.

Renesmee grinste stolz und sprang dann aufgeregt auf und ab. „Ich wusste, dass dir das gefallen würde!“

Edward beobachtete die Szene aus der Distanz, seine Arme verschränkt und seine Miene nachdenklich. Bella spürte seine Zurückhaltung und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter, bevor sie mich bat, mit ihr ins Wohnzimmer zu gehen.

Gespräch mit Bella

Wir setzten uns auf die Couch, während Renesmee sich mit Lena beschäftigte. Bella sah mich mit neugierigem, aber freundlichem Blick an. „Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt, du und Carlisle?“

Ich lächelte und begann zu erzählen: von unserer ersten Begegnung, von seiner Geduld und seiner Fähigkeit, in jedem Menschen etwas Gutes zu sehen. „Er war da, als ich ihn am meisten brauchte,“ schloss ich. „Er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich nicht allein bin, egal, wie schwer es wurde.“

Bella nickte nachdenklich. „Das klingt ganz nach Carlisle. Er hat uns allen auf seine Weise geholfen. Es freut mich, dass er jemanden wie dich gefunden hat. Du scheinst ihm wirklich gutzutun.“

Ihre Worte berührten mich tief, und ich spürte, dass sie es ehrlich meinte.

Gespräch mit Renesmee

Renesmee kam hereingestürmt, ihre Wangen vor Aufregung gerötet. „Fjella, du hast ja auch eine Gabe, magst du sie mir nochmal zeigen?“

Ich lachte leise und nickte. „Ja, klar, gerne"

Ihre Augen wurden groß. „Zeig es mir! Bitte!“

Ich ließ eine sanfte Brise durch das Zimmer wehen, gerade stark genug, um ihre Haare flattern zu lassen. Sie quietschte vor Freude und klatschte in die Hände. „Das ist so cool! Kannst du mir beibringen, wie man sowas macht?“

Ich lächelte. „Vielleicht eines Tages, aber deine Gabe ist auch etwas ganz Besonderes.“

Wir sprachen noch über Jacob, und ich konnte sehen, wie sehr sie ihn bewunderte. Ihre Augen leuchteten, wenn sie seinen Namen erwähnte, und ich spürte die tiefe Verbindung, die sie hatten.

Gespräch mit Edward

Schließlich kam Edward zu mir, seine Haltung noch immer angespannt. Wir setzten uns im Arbeitszimmer hin, und ich konnte die Skepsis in seinen Augen sehen.

„Ich muss ehrlich sein, Fjella,“ begann er, ohne Umschweife. „Ich hatte anfangs Zweifel an dir. Besonders, was deine Rolle in unserer Familie betrifft.“

Ich nickte ruhig. „Das merke ich. Was möchtest du wissen?“

„Willst du Esme ersetzen?“ fragte er direkt, seine Stimme ruhig, aber mit einem prüfenden Unterton.

Ich schüttelte entschieden den Kopf. „Nein, Edward. Esme war einzigartig, und ich würde niemals versuchen, ihren Platz einzunehmen. Ich bin hier, weil ich Carlisle liebe, und Lena sieht mich als Teil der Familie. Aber ich würde niemals versuchen, Esme zu verdrängen. Sie ist ein Teil eurer Geschichte und immer ein Teil eurer Herzen.“

Er runzelte die Stirn, schien aber nachdenklicher zu werden. „Lena nennt dich Mama. Was sagst du dazu?“

„Ich sage, dass das ihre Entscheidung ist. Sie hat Esme kaum gekannt, und wenn sie sich nach einer Mutterfigur sehnt, dann möchte ich für sie da sein. Aber ich werde Esme niemals ersetzen. Ich hoffe, das verstehst du.“

Edward sah mich lange an, bevor er schließlich nickte. „Das tue ich. Und vielleicht war ich zu hart zu dir. Du scheinst wirklich jedem von uns gutzutun. Besonders Carlisle.“

Ich lächelte dankbar. „Danke, Edward. Das bedeutet mir viel.“

Abschied

Am Ende des Tages verabschiedeten sie sich herzlich. Bella umarmte mich fest, Renesmee drückte mir einen Kuss auf die Wange, und selbst Edward schenkte mir ein kleines Lächeln, als er sagte: „Wir sehen uns bald wieder.“

Ich blieb in der Tür stehen, sah ihnen nach und fühlte mich, als hätte ich endlich einen weiteren Schritt in Richtung Akzeptanz gemacht.

Bis(s) in die Ewigkeit Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt