Kapitel 14

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Kapitel 14

Lina's POV

Ich stand vor Niall's Zimmertür und war kurz davor anzuklopfen. Als ich in drinnen sprechen hörte.

„Hey, @JeanyMalik, mir geht's gut, danke. @KatieLxrry, möchte eine kleine Roomtour." Ich klopfte an und öffnete die Tür. Niall stand mit seinem iPad in der Hand und filmte gerade sein Zimmer. Mit wem könnte er bloß skypen?

„Ähm, ich glaube ich bin gerade etwas unpassend, ich muss für die Schule noch ein paar Bücher kaufen. Hättest du eventuell Zeit mich zu fahren?" unbehaglich stand ich im Türrahmen.

„Äh, ja klar, aber sag mal Hallo. Ich mach gerade eine Twitcam." Er drückte mir das iPad in die Hand.

„Hey, Menschen im Internet." sagte ich und lächelte schüchtern in die Kamera. Niall griff nach seinem Handy und steckte sich seine Autoschlüssel in die Hosentasche.

„Tut mir Leid, aber die Pflicht ruft. Vielleicht kann ich nachher noch einen kleinen Follow Spree einrichten. Hab euch lieb." Dann drückte er ein paar Knöpfe und legte das iPad hin.

„Nochmal danke fürs fahren." bedankte ich mich zum wiederholten Mal als wir aus dem Auto ausstiegen.

„Das ist doch selbst verständlich." Er schloss das Auto ab und rückte sich seine Sonnenbrille zu Recht. Es dauerte eine Weile bis wir den richtigen Buchladen gefunden hatten, und dann gab es ein paar Fans die Fotos mit Niall machen wollten, aber ich war ganz froh, dass sie mich kaum beachteten. Ich bewundere es sehr wie Niall, und auch die anderen Jungs, so selbstbewusst auf Fans zugehen und mit ihnen reden. Sie waren zu jedem freundlich und ließen sich Zeit um mit ihnen zu reden und Bilder zu machen. Na ja, das sollte mich wirklich nicht wundern, schließlich hatten sie mich auf aufgenommen. Meine Bücher ließen sich schnell finden und Niall zahlte für mich, was mir unangenehm war. Ich mochte es nicht, wie ich den Jungs auf der Tasche saß, abhängig von ihrem Gehalt. Natürlich verdienten sie mehr als genug Geld, doch ich hätte meine Bücher trotzdem lieber bezahlt. Aber dafür bräuchte ich eigenes Geld, ich müsste die Jungs mal darauf ansprechen, ob sie irgendwelche Nebenjobs empfehlen könnten.

Ich lief so in Gedanken versunken, dass ich fast in jemanden rein gelaufen wäre. Beim genaueren Hingucken erblickte ich Finn, der mich grinsend anguckte.

„Pass auf wo du hin läufst, Lina." schmunzelte Niall.
„Hey Finn, was machst du denn hier?" Ich fuhr mir durch die Haare um davon abzulenken dass ich wahrscheinlich rot wurde. Nicht wegen Finn, einfach nur wegen dieser peinlichen Situation.

„Das selbe wie du, schätze ich." sagte er und deutete auf unsere Taschen voller Bücher.

„Ach ja...Niall, das ist übrigens Finn. Er ist in meinem Mathekurs. Finn, das ist Niall." stellte ich sie einander vor. Ich hoffte nur dass Niall nicht denken würde dass ich auf ihn stehen würde. Sie grüßten einander und Niall zwinkerte mir zu. Oh nein, bitte nicht...

„Lina, hast du Lust noch einen Kaffe mit mir zu trinken oder so?" fragte Finn dann, was ich gar nicht erwartete hatte.

„Wäre das in Ordnung, Niall?" fragte ich vorsichtig.

„Na klar, ruf mich einfach an wenn ich dich abholen sollen." lachte er und drückte mir 20 Pfund in die Hand. Ich umarmte ihn noch einmal und verabschiedete mich von ihm. Finn und ich gingen anschließend zu Starbucks und setzten uns dann mit dem Kaffe auf die Wiese vorm London Eye. Die Sonne sengte sich schon wieder in Richtung Horizont, was für den anstehenden Herbst sprach. Wir alberten viel herum während wir dort saßen. Es war eine sehr harmonische Stimmung, da die Musik von einem Sänger mit Gitarre, der neben dem London Eye für Trinkgeld spielte, zu uns rüber hallte. Um uns herum liefen Touristen und Londoner, die meisten in Hektik. Doch wir saßen dort und redeten und lachten, als würde es die Menschen um uns herum gar nicht geben.

In den nächsten Tagen beruhigte sich alles ein wenig, man könnte sagen ich gewöhnte mich endlich an alles. So richtig konnte ich es aber immer noch nicht realisieren, alles hatte sich verändert. Den Jungs hatte ich wirklich alles zu verdanken, ohne sie würde ich immer noch in meinem kleinen Zimmer sitzen und mich vor den Anderen verstecken. Sie hatten mich da rausgeholt und mir Mut gemacht. Sie waren wirklich meine Familie. Niemand sonst wollte damals seine Zeit mit mir verschwenden, abgesehen von Ihnen, Louis, Zayn, Niall, Liam und Harry war ich nie egal gewesen. Ich kannte sie noch kein Jahr, und trotzdem konnte ich schon sagen, dass sie mich zu dem gemacht haben was ich heute bin. Sie haben mich nicht verändert, sie haben mir dabei geholfen mich selbst zu finden.

„Kann es weiter gehen?" fragte Liam, der gerade wieder in den Musikraum kam. Er stopfte sein Handy in seine Hosentasche und setzte sich neben mich auf den Klavierhocker. Liam hatte mich gebeten ihm ein bisschen Nachhilfe beim Klavier Spielen zu geben und ich hatte selbstverständlich zu gesagt. Nicht nur, weil ich ihm gerne helfen wollte, aber weil ich mich so auch nützlich fühlte. Ich konnte ihnen etwas zurückgeben, auch wenn es nur Klavierunterricht war.

„Ja klar, also, ich dachte wir üben als erstes dieses Stück. Es ist ein Anfängerstück und, keine Angst, ziemlich leicht, aber es hört sich doch schon nach etwas an." Langsam legte er seine Hand auf die weißen Tasten und guckte genau auf das Notenblatt vor ihm. Es machte mir sehr viel Spaß Liam das Klavier spielen beizubringen und er war für einen Anfänger sehr gut.

„Tut mir ja echt Leid, Liam, aber ich müsste mir Lina mal kurz ausleihen. Sie ist neuerdings nicht nur Klavierlehrerin, sondern auch Verlobungsplanerin." Unterbrach Louis, der unbemerkt in den Raum gekommen war, meinen Unterricht. Ich guckte entschuldigend zu Liam, der nur entgegnete.

„Kein Ding, geh ruhig, Lina. Ich übe einfach noch ein bisschen, wir können ja morgen weiter machen." Ich stand von dem Klavierhocker auf und ging zu Louis, Jana stand hinter ihm. Louis hatte mir erlaubt Jana, die mittlerweile meine beste Freundin geworden war, einzuweihen und natürlich half sie auch bei der Planung.

„Hey Jana, ich habe gar nicht die Klingel gehört, bist du schon lange da?" begrüßte ich sie. Wir umarmten uns kurz und dann erzählte sie,

„Nein, gerade erst gekommen. Meine Mum holt mich um Acht wieder ab, äh...Mr Tomlinson?" Louis musste schmunzeln,

„Nenn mich ruhig, Louis, so alt bin ich nun auch wieder nicht. Danke, dass ihr beiden mir helfen wollt." Sprach er während wir in sein Zimmer gingen. Wir setzten uns auf das Sofa und er zeigte uns ein paar Bilder einer Dachterrasse.
„Ich dachte mir, ich führe sie einfach zum Essen aus. Ich wollte heimlich die Dachterasse von Gordon Ramsay, mieten und mit Lichterketten schmücken. Also ich bräuchte dann natürlich eine Pianistin." Er guckte mich an und fing an zu grinsen. Ich guckte ihn fassungslos an.

„Meinst du etwa...ich soll, aber?" Ich brachte keinen klaren Gedanken heraus. Wusste er was für eine Ehre das war?

„Wer wäre denn besser für den Job gemacht? Aber sie darf dich bis zum Antrag nicht erkennen, sonst würde sie sofort merken was ich vorhabe. Vielleicht hängen wir einen so einen Vorhang auf, mal sehen. Also was sagt ihr?" Er guckte uns erwartungsvoll an.

„Ich finde die Idee genial, Louis." sagte Jana, „Gordon Ramsay? Von da aus hat man eine so wundervolle Sicht, auch wenn mir persönlich Pizza Hut reicht. Vielleicht könnte man noch Kerzen aufstellen und ihre Krawatte oder Fliege, oder was auch immer sie tragen werden, muss auf jeden Fall zu ihrem Kleid passen. Das ist sehr wichtig."

„Ja, Jana hat vollkommen Recht. Außerdem muss es Rosenblätter geben, du musst ihr Blumen schenken und am besten wäre immer noch ein Feuerwerk. Glaubst du, das wäre möglich?" fragte ich.

„Hmm...ich bin sicher, dass würde sich irgendwie einrichten lassen." murmelte er und tippte sich dabei Notizen in sein iPad.





Adopted by One Direction?!? *Wird Überarbeitet*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt