2. Oktober

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"Du warst auch mal stärker, hm?"

"Verzieh dich."

"Wo soll ich denn hin? Ich bin du."

Ich weiß, Bastard.

"." Sagte ich trotzdem und hielt die Augen feste geschlossen.

"Komm schon, wieso schließt du immer deine Augen, wenn ich bei dir bin? Du hast mich noch nie gesehen, das verletzt meine Gefühle. Du musst schließlich wissen, was für ein gut aussehender Kerl ich bin."

"Ash, Halts Maul."

"Ach stimmt, du hast bestimmt Kopfschmerzen. Komm schon, Ara, öffne deine Augen."

"Du bist nicht real." Redete ich mir ein und regulierte meine Atmung. Wenn ich flach genug atmete, könnte er denken, ich sei tot. Vielleicht wurde ich ihn so los?

"Ich bin mir sicher, du würdest über mich herfallen."

Einfach nicht antworten. Atmung weiter runterschrauben und gut ist. Er würde bestimmt verschwinden.

"Ich weiß, dass du noch atmest. Du warst schon immer eine miserable Schauspielerin."

Ach, fick dich doch einfach ins Knie.

"Kann es sein, dass du dich im Körper geirrt hast? Du bist ein Kerl, such dir ein anderes Opfer aus." Antwortete ich schließlich doch, hielt meine Augen immer noch feste verschlossen.

"Nope, aber wenn es deinem Selbstwertgefühl hilft, kannst du mich Ashley nennen." Schlug er vor, worauf ich meine geschlossenen Augen verdrehte.

"Du nervst." Stellte ich das offensichtliche fest und versuchte wieder aufzustehen. Ich mochte es nicht, wenn ich mich in dieser Zwischenphase befand. Diese bittersüßen Sekunden zwischen Wach und Schlaf. Zu schwach um wieder in meinen Körper zu gelangen aber zu stark, um wieder einzuschlafen. Und irgendwie brannte meine Haut. War es normal, dass meine Haut brannte?

"Hör zu, Ara, dieses Spiel kann noch ewig so weitergehen. Du wirst mich irgendwann angucken. Das wissen wir beide." Erklärte er lachend. Als ich nicht antwortete verzog er sich. Es war besser ohne ihn. Ruhiger.

Aber ich wusste, dass es nicht lange so bleiben würde. Sobald Ash verschwand, wachte ich auf. Ich mochte es nicht, dass er eine solche Kontrolle über mich hatte. Es war irgendwie  beunruhigend zu wissen, meinen Körper mit einer zweiten, eigenen Persönlichkeit zu teilen, die dazu noch stärker war, als ich es jemals sein würde.

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